tz-Kolumne

Heinrich heute: Pippi und Lothars Latte

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Pippi Langstrumpf.

München - tz-Kolumnist Jörg Heinrich betrachtet in der Rubrik "Heinrich heute" die Sportwelt. Diesmal schreibt er über die Sprachanpassung bei "Pippi Langstrumpf".

Die Säuberung unserer Sprache geht weiter. In Schweden wurde Pippis Langstrumpfs „Negerkönig“ jetzt zum politisch korrekten „König“, und Pippi darf keine Chinesen-Schlitzaugen mehr machen. Das ist gut, davon sollte der Fußball lernen. Das Abstiegsgespenst und der tödliche Pass machen kleinen Kindern Angst. Der abkippende Stürmer verführt unsere Jugend zum Saufen, und Manndeckung ist eh sexuell diskriminierend. Spielführer, Stürmer und Rechtsaußen – müssen es diese Begriffe aus finsteren Zeiten sein? Und wenn das Eigentor eigen sein will, dürfen wir ihm das Recht auf Individualität verweigern? Und was soll Lothar Matthäus denken, wenn er hört: „Die Latte steht ihm mal wieder im Weg.“ Muss er dann nicht an seine verpfuschte Trainerkarriere denken? Und warum heißt Pippi eigentlich immer noch Pippi? Sie Ferkel, Frau Lindgren!

Jörg Heinrich

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