Kolumne

Heinrich heute: Stadt, Land, Geldfluss

München - tz-Kolumnist Jörg Heinrich betrachtet in der Rubrik "Heinrich heute" die Sportwelt. Diesmal schreibt er über das Sommermärchen und den Geldfluss.

Hurra, unser Wort des Jahres 2016 steht fest. Es ist der „Geldfluss“. Rund um den Sommermärchen-Schmu ist ständig von Geldflüssen die Rede – ein Wort, das die Menschen fasziniert. ­Viele fragen sich bereits: „Wo fließt er nur, dieser Geldfluss, warum finden wir ihn zeitlebens nicht?“ Überall spielen die Kinder „Stadt, Land, Geldfluss“. ­Buben wollen ebenso wie Mädchen Geldflussschifffahrts­kapitän werden, verliebte Paare seufzen sich zu: „Schatz, lass uns am Geldfluss spazieren gehen.“ Die Frage ist bloß: Wo ist es ­romantischer, geldflussaufwärts oder geldflussabwärts? Heinrich Bölls letzter Roman wird neu aufgelegt: „Frauen vor Geldflusslandschaften.“ Und wir ­wünschen uns, dass Franz Becken­bauers Leben verfilmt wird. Das furiose Finale müsste so ausschauen: Der ­Kaiser reitet auf seinem Geldflusspferd Richtung Sonnenuntergang.

Jörg Heinrich

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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