tz-Kolumne

Heinrich heute: 60 lacht, Ferres weint

+
Der BVB-Movie: Veronica Ferres spielt in einer Hosenrolle Jürgen Klopp und weint drei Stunden durch. Und auch 1860 ist beteiligt.

München - tz-Kolumnist Jörg Heinrich betrachtet in der Rubrik "Heinrich heute" die Sportwelt. Diesmal schreibt er über den BVB-Movie "Der Fußball-Untergang".

Am Freitag läuft im Ersten der Jogi-Movie „Die Mannschaft“ – toll! Doch noch viel stärker wird „Der Fußball-Untergang“, die Verfilmung des Absturzes von Borussia Dortmund. Veronica Ferres spielt in einer Hosenrolle Jürgen Klopp und weint drei Stunden durch. Dortmund verliert in Hoffenheim – Vroni weint. Dortmund geht in Berlin unter – Vroni weint weiter. Als Assistenten werden Maria Furtwängler und die Neubauerin verpflichtet, die mit Vroni Klopp so lange weinen, bis das Stadion überflutet ist. Lambert Dinzinger gießt aus München kübelweise Hohn und Spott aus. Maschmeyer, das Schwein, schwatzt Ferres eine Abstiegsversicherung auf, die sich als Lug und Trug entpuppt. Das Drama endet mit dem Dortmunder Zweitligaspiel gegen Aufstiegsfavorit 60, das die Löwen 9:0 gewinnen. 60 lacht, Ferres weint. Sowas hammse noch nie gesehen!

Jörg Heinrich

Liga-Sprüche: "Er ist irgendwann falsch abgebogen"

Liga-Sprüche: "Er ist irgendwann falsch abgebogen"

„Das ist wie einem Ochs ins Horn gepetzt, das kannst du auch einer Mikrowelle erzählen.“ (Kommentar von Dortmunds Trainer Jürgen Klopp zur Überbelastung der Bundesliga-Profis) © dpa
„Er redet eben nicht soviel, ist sehr zurückhaltend und bescheiden. Aber: Er lacht auch so.“ (Mainz-Manager Christian Heidel über Torjäger Shinji Okazaki) © dpa
„Ich wusste nicht, dass ich überhaupt soweit schießen kann.“ (Mittelfeldspieler Moritz Stoppelkamp vom SC Paderborn bei Sky zu seinem Bundesliga-Rekordtor aus 83 Meter) © dpa
„Leider hat er seinen Eintrag in den Jahresrückblick jetzt schon sicher.“ (Wolfsburgs Trainer Dieter Hecking über Junior Malanda, der Chance schon mal slapstickartig vergibt) © dpa
„Es würde dem FC Köln gut tun, das Thema Podolski ganz schnell unter den Weihnachtsbaum zu legen und nicht auszupacken.“ (Sky-Experte Lothar Matthäus über die ständigen Spekulationen bezüglich einer Rückkehr von Lukas Podolski vom FC Arsenal zum 1. FC Köln) © picture alliance / dpa
„Die Tabelle kann man ausschneiden. Daraus kann der Fanshop eine schöne Tapete machen.“ (Paderborns Manager Michael Born nach der Übernahme der Tabellenführung durch das 2:0 gegen Hannover 96) © dpa
„Es ist auch mal wieder ganz schön, dass man nicht gegen einen 15-Mann-Abwehrriegel mit Bus im eigenen Strafraum anrennen muss.“ (Dreifach-Torschütze Thomas Müller zur mutigen Ausrichtung der Frankfurter) © dpa
„Der Gegner macht aus wenig viel, wir aus viel wenig.“ (Dortmund Trainer Jürgen Klopp nach dem 0:1 gegen Hannover) © picture alliance / dpa
„Ich will so etwas nicht. Ich bin eher der Kindergärtner-Typ.“ (Der japanische Torjäger Shinji Okazaki vom FSV Mainz 05 in der Sonntags-FAZ über Goldketten und Ferraris im Leben eines Profifußballers) © dpa
„Das hat in hundert Jahren noch nie jemand erreicht.“ (Schalkes Trainer Roberto Di Matteo auf die Frage, wie er das Schalker Umfeld bändigen wolle) © picture alliance / dpa
„Das ist eine Entscheidung, die gut ist. Ich hoffe, das klappt im Winter bei Schnee auch.“ (Stuttgarts Ex-Trainer Armin Veh mit einem Schmunzeln zur Einführung des Freistoßsprays) © dpa
„Wir fahren jetzt nach Hause - und haben einen Scheißabend.“ (Dortmunds Trainer Jürgen Klopp nach dem 1:2 im Derby bei Schalke 04) © dpa
„Ich habe nachgefragt: Tore aus der Distanz sind zulässig, und es ist auch erlaubt, dass andere Spieler als nur Stürmer Tore schießen.“ (Trainer Peter Stöger vom 1. FC Köln zur Torflaute seiner Mannschaft) © dpa
„Mit Abstieg kenn' ich mich nicht aus" (Paul Breitner im Doppelpass bei Sport1 zum Thema Borussia Dortmund) © dpa
"Die müssten mit sieben Mann spielen, dann hätten wir eine Chance, sie einzuholen.“ (Wolfsburgs Trainer Dieter Hecking bei Sky nach dem 3:1 seiner Mannschaft in Hannover zur Übermacht des Bayern) © dpa
„Respekt kann man sich am Transfermarkt eben nicht kaufen.“ (Trainer Peter Stöger vom 1. FC Köln im Doppelpass bei Sport1 nach dem 1:5 bei Bayer Leverkusen - sein Kollege Roger Schmidt hatte erklärt, bevor er spiele wie Köln, wolle er lieber kein Trainer sein) © dpa
„Irgendwann in seinem Leben, um im Bild zu bleiben, ist er falsch abgebogen.“ (Dortmunds Trainer Jürgen Klopp zur Führerschein-Affäre Marco Reus) © dpa

Auch interessant

Mehr zum Thema:

Kommentare