Mexiko-Coach erklärt

Herrera: Homophobe Sprechchöre nicht ernst gemeint

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Mexiko-Trainer Miguel Herrera.

Rio de Janeiro - Mexikos Trainer Miguel Herrera hat nach homophoben Sprechchören der El Tri-Fans beim WM-Spiel gegen Kamerun die Situation zu entschärfen versucht.

"Das war nicht so ernst gemeint, denke ich. Wir unterstützen unsere Fans und müssen daraus keine große Sache machen", meinte Herrera (46) und fügte an: „Wenn man zum Beispiel hört, was die Anhänger in jedem Spiel über den Schiedsrichter sagen, müsste man das dann nicht auch bestrafen?“

Der Fußball-Weltverband FIFA hatte am Donnerstag ein Ermittlungsverfahren gegen den mexikanischen Verband wegen des Vorwurfs des rassistischen Fehlverhaltens seiner Anhänger im ersten Gruppenspiel am 13. Juni in Natal eingeleitet.

Einige mexikanische Fans sollen Kameruns Keeper Charles Itandje als „Puto“ (Stricher) beschimpft haben. In Südamerika wird der Begriff in den Stadien öfter verwendet - meist als Beleidigung der gegnerischen Torhüter.

„Es gibt wichtigere Dinge zu lösen, als das, was manchmal in Mexiko von den Rängen kommt“, relativierte Herrera, dessen Team am Montag zum Abschluss der Vorrunde in Recife auf Kroatien (16.00 Uhr OZ/22.00 Uhr MESZ/ARD) trifft.

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Die FIFA bekämpft seit Jahren rassistische Auswüchse im Fußball und ahndet Fehlverhalten mit Geldstrafen oder sogar schärferen Sanktionen. Auch eine Sperre gegen eine Nationalmannschaft kann bei mehrfachem rassistischen Fehlverhalten ausgesprochen werden.

sid

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