Nach Bayern-Spiel gegen Hertha

Jürgen Klinsmann schaltet sich plötzlich ein - und zeichnet düsteres Szenario

Jürgen Klinsmann ist eine der bekanntesten Persönlichkeiten des deutschen Fußballs. Nun hat er sich zu Wort gemeldet - und über einen seiner Ex-Klubs gesprochen.

Berlin - Man hatte so große Vorstellungen und Ideen. Jetzt, Ende August 2021, steht man mit drei Niederlagen zum Saisonauftakt auf dem letzten Platz in der Bundesliga*. Nein, das Projekt „Big city club“ läuft überhaupt nicht rund. Und Hertha BSC* steht einmal mehr mit dem Rücken zur Wand.

Der jüngste Offenbarungseid: Das 0:5 gegen den FC Bayern München. Den Berlinern schlotterten vor Angst die Knie. Eine Aktion machte diese Tatsache noch deutlicher - ausgerechnet beim Stand von 0:0, als noch alles möglich war. Monster-Fehlpass von Bayern-Star Leon Goretzka, Hertha-Stürmer Davie Selke hatte plötzlich die Chance zum 1:0 für die Gäste. Er spürte aber Dayot Upamecanos Atem im Nacken und hatte den besten Torhüter der Welt vor der Nase. Die Folge: Ein kläglicher und überhasteter Abschluss, Manuel Neuer hatte keine Probleme.

Hertha BSC: Jürgen Klinsmann spricht schon über den Abstieg

So kam es, wie es kommen musste: Der Rekordmeister nahm den Hauptstadtklub auseinander, das 5:0 ging komplett in Ordnung. Und so findet sich die Hertha nach drei Spielen auf dem letzten Platz wieder. Schon wieder Abstiegskampf! Ein Szenario, das man doch unbedingt vermeiden wollte.

Einer, der in Berlin auch schon sein Glück versuchte, ist Jürgen Klinsmann. Der einstige Bundestrainer* sollte der Heilsbringer für die Hertha werden, letztlich war es doch nur ein großes Missverständnis. Die Wege trennten sich nach weniger als drei Monaten, Klinsmann war in der Saison 2019/20 einer von vier Trainern.

Jürgen Klinsmann spricht über Verstärkungen für Hertha BSC

Nun sagte der einstige Weltklasse-Stürmer in seiner Rolle als TV-Experte bei ESPN+: „Hertha läuft Gefahr, in dieser Saison wieder in den Abstiegskampf zu geraten.“ Im Spiel gegen die Bayern sah er eklatante Schwächen - vor allem in vorderster Reihe. „Vorne brauchen sie Hilfe. Wenn man keine Leute holt, die Tore schießen können, könnte man in die 2. Bundesliga absteigen.“

Der ehemalige Trainer zeichnet also schon nach drei Spielen ein düsteres Hertha-Szenario. Und es ist nicht aus der Luft gegriffen. Vermeintliche Bundesliga-Dinos wie der HSV, Schalke 04 oder Werder Bremen spielten in der jüngeren Vergangenheit eine Chaos-Saison nach der anderen. Die Konsequenz bei allen drei Klubs: Abstieg. Hertha würde in dieses Muster passen - oder kommt es zum Abschluss der Wechselperiode* noch zu Überraschungen auf dem Transfermarkt und Klinsi sieht bei seinem Ex-Klub doch bald einen echten Knipser? (akl) *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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