Hertha in Gruppenphase der Europa-League

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Herthas Gojko Kacar bejubelt den 1:1-Ausgleich.

Berlin - Mit einer furiosen Aufholjagd und einem Doppelpack des überragenden Gojko Kacar beim 3:1 (0:0) gegen Brøndby Kopenhagen ist Hertha BSC in die Gruppenphase der neuen Europa League eingezogen.

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Nach dem 1:2 im Hinspiel hatte das Team von Trainer Lucien Favre am Donnerstagabend durch einen Treffer von Morten Rasmussen (51. Minute) bereits mit 0:1 zurückgelegen, doch Kacar (75./86.) sowie Pal Dardai (80.) wendeten vor 14 741 Zuschauern im Jahn-Sportpark mit einer Energieleistung noch das Blatt.

Die Berliner verdienten sich die europäische Spielzeit und die Zusatzeinnahmen mit einer deutlichen Steigerung gegenüber ihren ersten Saisonspielen. “Das ist ganz wichtig für die Entwicklung unserer Mannschaft“, sagte Favre. Die rund 1,5 Millionen Euro können die Berliner gut brauchen für die Verpflichtung eines neuen Stürmers. Trotz aller finanziellen Probleme will Hertha bis zum Schließen der Transferliste am kommenden Montag noch einmal aktiv werden.

Nach zuletzt drei Niederlagen nacheinander starteten die Berliner druckvoll in das schon zu diesem frühen Zeitpunkt der Saison richtungsweisende Spiel. Gegen den zehnmaligen dänischen Meister sahen die Hertha-Fans in ihrem Ausweichquartier eine deutlich verbesserte Leistung ihrer Elf. “Jeder wusste um die Bedeutung des Spiels“, sagte Kapitän Arne Friedrich. Vor allem der Innenverteidiger und der Serbe Kacar übernahmen das Zepter und Hertha die Initiative.

Der Berliner Patrick Ebert erfrischt sich während einer Spielunterbrechung.

Gleich in der Anfangsphase hatte Rückkehrer Artur Wichniarek, der seine Rücken-Blockade überwunden hatte und in die Startelf zurückgekehrt war, zwei gute Chancen. Der polnische Angreifer scheiterte aber am guten Brøndby-Torwart Stephan Andersen (2./5.). Auch danach versuchten die Berliner, den Druck zu erhöhen. Die Gäste, die von mindestens 2000 Fans begleitet wurden, setzten zunächst auf eine kompakte Defensive. Doch die Hintermannschaft des dänischen Traditionsvereins wirkte keinesfalls souverän. Doch wie schon im bisherigen Saisonverlauf machte sich das größte Manko des Bundesliga- Vorjahres-Vierten bemerkbar: die mangelnde Chancenverwertung.

Kacar per Fallrückzieher (15.), mit einem Schuss (27.) und per Kopf (28.) vergab drei gute Möglichkeiten. Als Friedrich den Brasilianer Cicero mit einem feinen Steilpass freispielte, war erneut Andersen auf dem Posten (39.). Erst in den letzten Minuten der ersten Halbzeit tauchten die Gäste gefährlich in des Gegners Hälfte auf. Prompt musste Hertha-Schlussmann Jaroslav Drobny gegen Morten Rasmussen in höchster Not mit den Fäusten klären (44.).

Tore gab es erst nach der Pause - dann aber ging es Schlag auf Schlag. Nach dem 0:1 durch Rasmussen aus abseitsverdächtiger Position drehten Kacar und Dardai die Partie - und sorgten endlich wieder für Jubelstimmung in der Hauptstadt.

dpa

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