2. Bundesliga

Hertha und Kaiserslautern patzen

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Hertha kassiert den Treffer - ein Eigentor

Berlin - Rückschläge für den Tabellenersten und den Tabellendritten der 2. Bundesliga: Hertha BSC Berlin und der 1. FC Kaiserslautern haben am Samstag gepatzt.

Dämpfer für Hertha BSC im Aufstiegskampf: Die Berliner verloren am Samstag bei der abstiegsbedrohten SG Dynamo Dresden mit 0:1 (0:1) und müssen um die Tabellenführung in der 2. Fußball-Bundesliga bangen. Vor 29 174 Zuschauern im ausverkauften Glücksgas-Stadion erzielte der Berliner Pierre-Michel Lasogga per Eigentor (38.) den entscheidenden Treffer. Dresden verbesserte sich auf Rang 15.

Der Hertha-Angreifer besiegelte damit zugleich die erste Niederlage für seine Mannschaft nach 22 Spielen. Mit einem Sieg am Montag beim MSV Duisburg kann Eintracht Braunschweig die Berliner vom ersten Platz verdrängen.

Hertha bestimmte die Anfangsphase, kam gegen die gut gestaffelte Dynamo-Abwehr aber nicht entscheidend durch. Dresden legte mit zunehmender Spieldauer seinen Respekt ab und erhöhte den Druck. Nach einem Freistoß von Cristian Fiel war der von Dynamo-Angreifer Mickael Poté bedrängte Lasogga mit dem Hinterkopf zur Stelle und traf zum 1:0 ins eigene Tor. Die Dresdner agierten über fast die gesamte Spielzeit bissiger und mit mehr Leidenschaft als die Berliner, konnten ihre guten Chancen aber nicht zu weiteren Toren nutzen.

Lautern kommt über Remis nicht hinaus

Der 1. FC Kaiserslautern hat im Aufstiegsrennen den nächsten Rückschlag hinnehmen müssen. Die Pfälzer kamen am Samstag im heimischen Fritz-Walter-Stadion gegen den VfL Bochum nicht über ein torloses Unentschieden hinaus und versäumten es damit, sich ein wenig von den Verfolgern abzusetzen. Vor 26 896 Zuschauern zeigte der Bundesliga-Absteiger insgesamt eine schwache Leistung und wartet nun schon seit drei Spielen auf einen Sieg.

Vor der Pause wurde lediglich Albert Bunjaku für die Hausherren gefährlich, scheiterte in der 45. Minute aber an Bochums Keeper Andreas Luthe. Nach dem Seitenwechsel bauten die „Roten Teufel“ noch weiter ab, die besseren Chancen lagen nun klar aufseiten der jetzt mutiger werdenden Gäste. Doch Kevin Scheidhauer (50.) und Christoph Kramer (64.) scheiterten jeweils am gut reagierenden FCK-Keeper Tobias Sippel, Leon Goretzka traf nur die Latte (77.). Zudem hatten die Bochumer Pech, dass ein Treffer von Yusuke Tasaka wegen vermeintlicher Abseitsstellung nicht anerkannt wurde (63.).

dpa

Wurfgeschosse in Stadien: Bierbecher, Sellerie, eine Katze und Dildos

1.4.2011: Beim Spiel St. Pauli gegen den FC Schalke 04 wurde Schiedsrichter-Assistent Thorsten Schiffner von einem Bierbecher getroffen. Das Spiel wurde abgebrochen. Hier sehen Sie weitere Geschosse, die auf Spielfelder jeglicher Sportarten geworfen wurden. Einige davon sind sehr skurril - aber gefährlich sind die meisten allemal. Also: Bitte nicht nachmachen! © Getty
Thorsten Schiffner war nicht der erste Schiedsrichter-Assistent, der von einem Becher getroffen wurde. 2006 streckte Kai Voss beim DFB-Pokal-Spiel zwischen Stuttgarter Kickers und Hertha BSC ein Bierbecher nieder. © getty
Deutschlands Torhüter bei der Weltmeisterschaft 1974 wurde von einem Gymnasiasten 1971 mit einem Messer beworfen. Er wurde aber - zum Glück - nicht getroffen. © dpa
Ein Motorroller im Stadion (hier mit Uli Hoeneß am Steuer) ist schon ungewöhnlich. Erst recht beim Mailänder Derby 2001: Dort versuchten Stadionbesucher einen Roller von der Tribüne zu werfen. © getty
Frank Baumann (M.) erwischte es während eines Bundesligaspiels. Er wurde im November 2008 von einem Handy-Akku getroffen. © getty
Im Carling-Cup-Finale 2007 zwischen dem FC Chelsea und dem FC Arsenal flog Sellerie von den Rängen. Arsenals Fabregas kann es nicht verstehen. Die Fans des FC Chelsea sangen bei fast jedem Spiel ein nicht jugendfreies Lied, in dem auch das Gemüse vorkommt. © getty
Beim UEFA-Cup-Spiel zwischen NEC Nijmegen und dem HSV traf Schiedsrichter Darko Ceferin ein undefiniertes Wurfgeschoss am Kopf. Das Spiel musste unterbrochen werden. © getty
Anders Frisk wurde beim Champions-League-Spiel zwischen AS Rom und Dynamo Kiew von einem Wurfgeschoss getroffen und musste mit einer Platzwunde vom Platz. © getty
Oliver Kahn traf am 12. April 2000 in Freiburg ein Golfball. Blutüberströmt musste er von Uli Hoeneß zurückgehalten werden, da er völlig außer sich war. © ap
FC Liverpool - AFC Sunderland im Oktober 2009: Ein großer roter Strandball wurde aufs Spielfeld geworfen. Dort landete er im Liverpooler Strafraum, wo der Ball einen Schuss unhaltbar für José Reina abfälschte. Das Spiel endete 0:1.  © getty
Halbfinale UEFA-Cup: Hamburger SV gegen Werder Bremen: Stand 1:2 für Bremen. Diese Papierkugel lenkte einen Ball entscheidend zur Ecke ab, die prompt das 1:3 für die Werderaner brachte. Trotz des Anschlusstreffers drei Minuten vor Schluss schied Hamburg aus. © dpa
Auch Toilettenpapier fliegt regelmäßig auf den Rasen. Hier beim Spiel FC Bayern gegen den 1. FC Nürnberg. Raphael Schäfer, Torhüter des "Clubs", zeigte sich aber unbeeindruckt. © getty
Im Carling-Cup-Halbfinale gegen den Ortsrivalen ManU wurde Craig Bellamy 2010 von einer Münze am Kopf getroffen. Eine heranfliegende Bierflasche flog knapp an ihm vorbei. © getty
Mailänder Derby 2005: Im Champions-League-Viertelfinale wurde AC Milans Torhüter Dida von Leuchtraketen getroffen und sank zu Boden. Das Spiel wurde abgebrochen. © dpa
Neben Leuchtraketen und einer Rumflasche warfen Zuschauer 2006 auch eine Katze auf das Spielfeld: Geschehen beim Derby zwischen Real Betis und FC Sevilla. © dpa
Viele Ratten wurden bei den Florida Panthers ab 1992 aufs Spielfeld geworfen. Grund: Scott Mellanby tötete eine Ratte in der Kabine mit dem Stock und traf danach zwei Mal. 1996 wurde diese Sitte verboten. © dpa
Super-League-Spiel zwischen Luzern und Basel am 7.November 2010: Fans des FC Basel warfen Tennisbälle auf das Spielfeld. Damit sollte gegen die frühe Anstoßzeit der Partie protestiert werden, welche auf Druck des Schweizer Fernsehens und wegen des Finals der Swiss Indoors in Basel vorverlegt wurde. © dpa
Ein Schweinekopf flog im Camp Nou beim "Clasico" zwischen Real Madrid und FC Barcelona aufs Spielfeld. Damit wollten die Fans von Barca ihre Meinung zum Wechsel von Luis Figo von Barcelona zu Real zeigen. © dpa
Stadionsitze sind, besonders in Südamerika, beliebte Wurfgeschosse. Allerdings auch in Europa kommt es vor, dass Sitze aufs Spielfeld fliegen, so auch 2000 beim Spiel Sevilla gegen Atletico Madrid. © dpa
Paul hatte Glück, in einem Aquarium zu leben. In der NHL wurden bei Siegen der Detroit Red Wings Tintenfische regelmäßig aufs Eis geworfen. Das hatte Tradition, da 1952 ein Besitzer eines Fischlokals immer ein Oktopus aufs Feld warf, der für die Play-offs einen Sieg bescheren sollte. Das schwerste Tier wog 25 Kilo. © dpa
Zahlreiche Dildos flogen im Oktober 2008 im Spiel zwischen AIK Stockholm gegen Leksand aufs Eis. Die Fans des Stockholmer Eishockey-Klubs zeigten damit ihren Unmut über Jan Huokko, der sich zum Jahresanfang einen Sexskandal leistete. © dpa

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