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Hertha unter Druck - Verfolgerduelle im Süden

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Hertha BSC hat am Montag gegen Energie Cottbus Punkte gelassen
Hertha BSC hat am Montag gegen Energie Cottbus Punkte gelassen © Getty

Berlin - Für Hertha BSC wird die “Mission Aufstieg“ zur Nervenprobe. Vor dem 24. Spieltag sitzen der FC Augsburg und der VfL Bochum mit nur zwei Punkten weniger dem Spitzenreiter im Nacken.

Dahinter warten Erzgebirge Aue, die SpVgg Greuther Fürth und der MSV Duisburg auf einen Patzer der Berliner. Angesichts der starken Konkurrenz und des bevorstehenden schweren Auswärtsprogramms machen sich Trainer Markus Babbel und Manager Michael Preetz nicht ohne Grund Sorgen um die Robustheit ihrer Spieler.

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“Gerade gegen Ende der Saison wird der Druck riesengroß. Ich bin mir nicht sicher, ob wir diese nervliche Belastung aushalten werden“, hatte Hertha-Coach Babbel jüngst Zweifel an der Psyche der Mannschaft geäußert. Das 2:2 am Montag gegen Energie Cottbus bestätigte den Trainer. Im Gefühl der scheinbar sicheren Tabellenführung nahmen die Herthaner den Kampf nicht an, der unsichere Torhüter Mikael Aerts war ein Paradebeispiel für Nervenschwäche.

“Das muss wieder ganz anders werden“, sagte Manager Preetz vor der Samstagspartie bei Alemannia Aachen. “Wir müssen über 90 Minuten ackern“, forderte Mittelfeldmann Patrick Ebert. Nach dem Gastspiel am “Tivoli“ warten weitere schwere Auswärtshürden auf die Hertha: Fürth, Bochum, Duisburg und Aue. Aachen ist seit fünf Spielen ungeschlagen und noch nicht ganz raus aus dem Aufstiegsrennen, doch Trainer Peter Hyballa geht es nur darum, “noch ein paar Punkte zu machen und dabei stabil zu werden“.

Die ärgsten Verfolger der Berliner stehen sich in direkten Duellen gegenüber. Die seit sechs Spielen unbesiegten Fürther empfangen am Sonntag den VfL Bochum, zum Abschluss der 24. Runde hat der FC Augsburg am Montag Aufsteiger Aue zu Gast. Bochum brennt nach dem 0:2 im Hinspiel auf Revanche und will seine Serie von zehn Spielen ohne Niederlage ausbauen. “Wir haben etwas gut zu machen und fahren dahin, um die Fürther mindestens auf Distanz zu halten“, erklärte VfL-Profi Mimoun Azaouagh.

Das Thema Aufstieg spaltet in Cottbus die Gemüter. Die Spieler haben sich mit Liga zwei abgefunden, Trainer Claus-Dieter Wollitz aber nicht. “Wir sind zu ehrgeizig, um uns damit abzufinden. Wenn wir aber nochmal oben rankommen wollen, brauchen wir Dreier. Nicht nur einen, sondern drei, vier, fünf Siege in Folge“, sagte Wollitz. Vorrang hat aber das Pokal-Halfinale kommenden Dienstag in Duisburg, wo die Lausitzer das Ticket für das Finale in Berlin buchen möchten.

Im Tabellenkeller stehen vorentscheidende Begegnungen auf dem Programm. Der Tabellen-15. Karlsruher SC trifft im heimischen Wildpark auf den Vorletzten FC Ingolstadt. Rot-Weiß Oberhausen mit dem neuen Trainer Theo Schneider empfängt im Nachbarschaftsderby den MSV Duisburg, Schlusslicht Bielefeld hofft im Westfalenderby gegen den SC Paderborn auf den ersten Sieg seit dem 13. November 2010.

dpa

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