Hertha vor Zweitliga-Meisterschaft

Dynamo-Sieg besiegelt Sandhausens Abstieg

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Dresdens Torwart Benjamin Kirsten (l) hält den Elfmeter von Paderborns Mahir Saglik.

Berlin - Der SV Sandhausen steht als zweiter Absteiger aus der 2. Bundesliga fest. Der Sieg Dresdens besiegelte den Abstieg. Trainer-Rückkehrer Falko Götz verlor mit Aue bei Hertha BSC.

Abstiegstrauer in Sandhausen, neue Hoffnung in Dresden: Zum Auftakt des 32. Spieltages hat Fußball-Zweitligist Dynamo Dresden mit dem 2:1 (1:1) gegen den SC Paderborn seine Ambitionen auf den Klassenverbleib untermauert und zudem den Abstieg des Tabellen-17. SV Sandhausen besiegelt. Noch mehr zittern im Tabellenkeller muss nun Erzgebirge Aue, das am Freitag unter seinem neuen Coach Falko Götz 2:3 (0:3) beim künftigen Erstligisten Hertha BSC verlor. Der VfR Aalen besiegte Jahn Regensburg mit 2:1 (1:1).

Torhüter Benjamin Kirsten, Sohn von Ex-Torjäger Ulf Kirsten, und Youngster Tobias Müller waren die umjubelten Spieler in Dresden. Druckvoll begann der Tabellen-16., Mitte der ersten Hälfte mussten die Dynamo-Fans jedoch bangen: Keeper Kirsten entschärfte aber den Handelfmeter (26. Minute) von Paderborns Alban Meha.

Wenig später traf Müller zur Dresdner Führung (35.). Meha machte es mit einem Freistoß besser und glich aus (43.). Nach der Pause war erneut Müller zur Stelle (70.), den Dreier hielt aber Kirsten fest, der gegen Mahir Saglik (83.) den zweiten Elfmeter parierte. "Zwei Elfmeter, das ist ein geiles Gefühl", sagte Kirsten am "Sky"-Mikrofon. Mit dem Sieg schloss Dresden zu Aue auf - und besiegelte den Abstieg Sandhausens.

"Zu verschenken gibt es nichts. Wir wollen diesen ersten Platz", hatte Hertha-Manager Michael Preetz mit Blick auf die Rückkehr von Götz in die alte Fußball-Heimat im TV-Bezahlsender Sky betont. Und der künftige Erstligist machte rasch Ernst: Adrian Ramos (10.), Ronny (34.) und Roman Hubnik (44.) trafen schon vor der Pause für die Hauptstädter, die damit auch dicht vor dem Meistertitel stehen.

Konsterniert verfolgte Götz das in der ersten Hälfte völlig missglückte Comeback - nach dem Wechsel kam sein Team aber durch zwei Tore von Jakub Sylvestr (46./66./Foulelfmeter) zurück. Doch anders als unter dem geschassten Karsten Baumann, unter dem Aue zuletzt in vier Partien ungeschlagen geblieben war, gab es diesmal nichts Zählbares. "Wir brauchen Punkte", mahnte Götz. "Ich wäre gerne mit einem Teilerfolg nach Hause gefahren."

Um nichts mehr ging es im ungleichen Duell der Aufsteiger, dennoch gingen beide Teams beherzt zur Sache. Robert Lechleiter brachte Aalen in Front (26.), Jim-Patrick Müller (29.) glich für das Schlusslicht aus. Benjamin Hübner sorgte für die Entscheidung (78.).

dpa

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