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High-Tech aus München für den DFB

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High-Tech-Einsatz in Südtirol: Ein einzelnes Rig mit Speicherstation kostet ungefähr 200 000 Euro – im DFB-Trainingslager sind zwei davon im Einsatz, um jede Bewegung auf dem Platz zu dokumentieren
High-Tech-Einsatz in Südtirol: Ein einzelnes Rig mit Speicherstation kostet ungefähr 200 000 Euro – im DFB-Trainingslager sind zwei davon im Einsatz, um jede Bewegung auf dem Platz zu dokumentieren © Janssen

München - Jogi Löw lässt seine Trainingseinheiten mit 3D-Kameras filmen, um sie hinterher noch besser auswerten zu können. Das Besondere: Die Technik kommt aus München!

Der DFB in Südtirol – und wie immer ist man in allem, was zur Verbesserung der Mannschaft beitragen könnte, auf dem allerneuesten Stand. Neueste Errungenschaft: Jogi lässt seine Trainingseinheiten mit 3D-Kameras filmen, um sie hinterher noch besser auswerten zu können.

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Das Besondere: Die Technik kommt aus München! Schon das Testspiel gegen den FC Südtirol ließ Löw mit zwei 3D-Kameras aufzeichnen, am Mittwoch wurde erstmals auch das Training mit der neuen Technik gefilmt – und ausgewertet. Denn mithilfe der 3D-Technik erhofft sich Löw neue Trainings-Erkenntnisse. So hofft er noch genauer die Abstände zwischen den einzelnen Spielern beurteilen zu können, noch näher an jedem einzelnen Spieler dran zu sein. Denn die 3D-Technik versetzt den Zuschauer mitten hinein in die Szenerie.

Für Löw ein Vorteil, um Laufwege, Gedankenschnelligkeit und taktisches Verhalten der Spieler einschätzen zu können. Eine technische Innovation, die Löw als erster Nationaltrainer weltweit nutzt. Wie bei jedem normalen 3D-Film (z. B. Avatar) braucht Jogi dafür eine der sogenannten Shutter-Brillen.

Im Januar hatten sich DFB-Sponsor Sony und Manager Oliver Bierhoff auf das Projekt geeinigt. Motto: Ihr habt die Technik, wir brauchen die Bilder. Sony liefert die Kameras, die von der Münchner Firma KUK Filmproduktion zu einem sogenannten 3D-Rig umgebaut werden. Bedeutet: Zwei Kameras nehmen gleichzeitig eine Szene aus verschiedenen Perspektiven auf.

„Ein einzelnes Rig mit Speicherstation kostet ungefähr 200 000 Euro. Wir sind mit zwei Kameras vor Ort“, erklärt KUK-Chef Josef Kluger. Seit zehn Jahren beschäftigt sich die Münchner Firma bereits mit dem Thema 3D, gilt als führend in Deutschland. Insgesamt hat KUK Equipment für ungefahr 500 000 Euro in Südtirol vor Ort.

„Das ist ein Test. Wir liefern jetzt von drei Tagen die Bilder und der DFB schaut dann mal, was er damit anfangen kann. Dann werden wir sehen, ob die Zusammenarbeit fortgesetzt wird“, erklärt KUK-Boss Kluger. Jogi kann besser auswerten und auch Sony hat etwas davon.

„Eine klassische Win-Win-Situation. Wir stellen die Technik zur Verfügung und geben dem DFB das Bild-Material. Und wir dürfen das Material zu eigenen Werbezwecken benutzen“, sagt Oliver Helfrich von Sony der tz.

jj.

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