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Hitzfeld lobt „Fuchs" Matthäus

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Weltmeister Lothar Matthäus (li.) bekam jetzt von seinem Trainer-Kollegen Ottmar Hitzfeld großes Lob. © dpa

Sofia – Er wird schon als „Messias" gefeiert, doch Lothar Matthäus’ neueste Mission könnte nach einem Jahr schon wieder beendet sein. Lob bekam der Weltmeister aber von seinem früheren Trainer.

Tabellenletzter, null Punkte, kein Tor, dafür aber fünf Gegentreffer – Bulgariens bisherige Bilanz in der Qualifikation zur Europameisterschaft 2012 könnte kaum schlechter sein. „Jetzt soll Matthäus die NULLgaren retten!", spottete das Boulevardblatt „Blick" in der Schweiz – die Eidgenossen von Trainer Ottmar Hitzfeld sind wie auch England bulgarischer Gegner in der Gruppe G.

„Lothar ist ein Trainerfuchs und hat es verdient, wieder aktiv ein Team zu führen", sagte Hitzfeld, einst sein Coach, als Matthäus bei Bayern spielte. Zu dem besonderen Wiedersehen wird es aber erst in ein paar Monaten kommen. „Ich freue mich für Lothar, dass er wieder im Trainergeschäft tätig ist, und ich freue mich auf die Begegnung im März in Bulgarien", so Hitzfeld weiter. Bis zum Duell zwischen „Bulgarien-Lothar" und „Nati-Ottmar" („Blick") am 26. März 2011 muss sich Matthäus erstmal bewähren. Heute soll er offiziell in Sofia vorgestellt werden.

Hier wurde Lothar Matthäus NICHT Trainer

Als erste Hürde wartet dann Wales. Am 8. Oktober müssen die Bulgaren in Cardiff antreten. Der als Coach bislang mäßig erfolgreiche deutsche Rekord-Nationalspieler setzt dabei auf einen ehemaligen Bundesliga-Legionär. „Matthäus bringt Dimitar Berbatow zurück", schrieb die Zeitung „24 Tschassa". Er habe dem Chef des heimischen Fußballverbandes, Borislaw Michailow, geschworen, dass seine beiden ersten Telefonate als Nationalcoach Berbatow und dem Manager von Manchester United gelten würden. Aktuell spielen in Deutschland Waleri Domowtschijski bei Hertha BSC und Iljan Micanski bei Bundesliga-Aufsteiger 1. FC Kaiserslautern.

Die Zeitung „Trud" preist Matthäus als „einen der Riesen des Welt-Fußballs". „Wir brauchen einen ausländischen Trainer mit einem starken Hintergrund, den die Spieler respektieren", begründete Verbandschef Michailow die Entscheidung. Seit 2004 warten die Bulgaren auf die Teilnahme an einem großen Turnier. „Loddar" soll’s richten.

Sein zurückgetretener Vorgänger Stanimir Stoilow sieht die Verpflichtung von Matthäus als die „angemessenste Entscheidung".

dpa

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