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Hitzlsperger lobt Kontinuität auf VfB-Trainerstuhl

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Thomas Hitzlsperger
Sieht beim VfB Stuttgart „eine neue Qualität“: Thomas Hitzlsperger, ehemaliger Vorstandsvorsitzender. © Tom Weller/dpa

Der frühere Vorstandsvorsitzende Thomas Hitzlsperger traut dem VfB Stuttgart trotz des holprigen Saisonstarts weiter einen Platz im Tabellenmittelfeld zu.

Stuttgart - „Allerdings sollten sie nicht ins letzte Drittel rutschen. Wenn man dort zu lange verharrt, wird es sehr anstrengend - und das sollte man unbedingt vermeiden“, sagte der Ex-Nationalspieler im Interview der „Mediengruppe Münchner Merkur tz“. „Ich glaube aber daran, weil ich ausreichend Qualität sehe. Und weil inzwischen auch eine Kontinuität auf der Trainer-Position herrscht, die vieles vereinfacht.“

„Eine neue Qualität für den VfB Stuttgart“

Pellegrino Matarazzo trainiert die Schwaben, die diese Saison erst vier Punkte geholt haben und heute (15.30 Uhr/Sky) in der Fußball-Bundesliga beim FC Bayern München zu Gast sind, seit fast drei Jahren. „Das ist eine neue Qualität für den VfB Stuttgart“, sagte Hitzlsperger, der den Club im Frühjahr verlassen und die Führung an Alexander Wehrle übergeben hat. „Die Statistiken bezüglich Trainerentlassungen führte der VfB lange Zeit an. Das verändert sich jetzt. Das ist auch enorm wichtig, denn der Anspruch war: der VfB braucht Kontinuität, verlässliche Abläufe, um eigene Spieler gut auszubilden.“ Das passe zur Identität des Vereins.

„Der Verein ist nach wie vor groß. Aber man hat in der wichtigen Phase, als national und international immer mehr Geld an die besten Clubs verteilt wurde, keinen Erfolg gehabt“, erklärt Hitzlsperger die Entwicklung des fünffachen deutschen Meisters in der jüngeren Vergangenheit. „Durch zwei Abstiege hat der VfB so viel Rückstand hinnehmen müssen, dass der Anschluss immer schwieriger wurde.“

Dazu komme „die Traditionsvereins-Debatte“, so der 40-Jährige. „Ich finde sie gut, sie ist wichtig. Aber manchmal ist man in einem so großen Apparat wie in Stuttgart halt nicht so beweglich wie jetzt zum Beispiel Mainz oder Augsburg oder Freiburg, ganz zu schweigen von Vereinen, die ohnehin ganz anders subventioniert werden.“ dpa

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