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Höhenflug dank Werner - FCA im Zwiespalt

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Tobias Werner (r.) traf in Wolfsburg. © dpa

Wolfburg - Europa bleibt in Reichweite für den FC Augsburg. In Wolfsburg war für die Schwaben sogar mehr als ein Punkt möglich. Tobias Werner wird zum Sinnbild für den Höhenflug der Weinzierl-Truppe.

Dank Tobias Werner kann der FC Augsburg seine ungewöhnliche Erfolgsstory in der Fußball-Bundesliga fortschreiben. Der quirlige Wirbelwind traf auch beim 1:1 (1:0) in Wolfsburg, mit dem die Schwaben auf Tuchfühlung zu den Europa-League-Plätzen bleiben. Es war bereits Werners achtes Saisontor, mit dem der FCA zum achten Mal nacheinander auswärts unbesiegt blieb und das Bundesliga-Konto auf die Rekordzahl von 39 Punkte aufstockte.

„Hätte uns vor dem Spiel jemand gesagt, dass wir ein 1:1 mitnehmen können, dann hätten wir dies wohl unterschrieben. Doch in diesem Spiel war etwas mehr drin, vor allem bei der Riesenchance in der Nachspielzeit, in der wir den Siegtreffer mehrfach auf dem Fuß hatten.“, erklärte Werner im Zwiespalt der Gefühle. „Auch mit diesem Punkt können wir gut leben“, resümierte er schließlich.

„Bei mir läuft es im Moment“, sagte der Außenstürmer. Das bewies der Glatzkopf nicht nur mit seinem sehenswerten Schlenzer über VfL-Keeper Diego Benaglio hinweg. „Es war ein schönes Tor. Ich hatte aber Glück, dass zwei Wolfsburger wegrutschten“, gab der 28-Jährige zu. Er war im dritten Spiel in Serie erfolgreich und profitierte dabei vom Pech der VfL-Profis Christian Träsch und Luiz Gustavo.

In der internen Schützenliste schloss Werner zum Vorlagengeber Halil Altintop auf. Nur der bereits von Bundestrainer Joachim Löw entdeckte André Hahn steht mit zehn Toren besser da. „Tobias ist ein Super-Typ. Wie er den Torwart ausgeguckt hat, das war super“, erklärte Teamkollege Hahn.

Der aus Gera stammende Werner spielt seit 2008 für den FCA. Auch dank seiner starken Form sieht es für Markus Weinzierl rosig aus. „Wir sind in einer komfortablen Situation“, sagte Augsburgs Trainer. „Aber wir werden uns nicht zurücklehnen“, versprach er. Am Mittwochabend gegen Bayer Leverkusen soll im eigenen Stadion endlich ein Sieg gegen einen Großen gelingen.

„Wir waren dem Sieg etwas näher als Wolfsburg“, meinte Weinzierl. Stürmer Ivica Olic rettete Wolfsburg wenigstens einen Punkt. Der Kroate konnte FCA-Schlussmann Marwin Hitz in der 81. Minute mit einem Kopfball überwinden. Der Schweizer verließ seine ehemalige Wirkungsstätte nach seinem Comeback dennoch nicht unzufrieden. „Es war schön, nach der Verletzungspause wieder auf den Platz zurückzukehren“, sagte Hitz: „Es war mein erstes Spiel bei meinem ehemaligen Verein. Wir nehmen den Punkt gerne mit, auch wenn wir natürlich lieber das 1:0 über die Runden gebracht hätten. Dann wäre es ein großes Spiel gewesen.“

Bei den Wolfsburgern gab es keine Zweifel, wie der Spielausgang zu werten war, nämlich als Enttäuschung. Zwar sind die Niedersachsen noch Tabellensechster, was für die Europa League reichen würde, aber die Leistung genügte internationalen Ansprüchen nicht. „Die Leichtigkeit ist nicht da, das sehen wir auch. Aber es ist nichts verloren“, kommentierte VfL-Trainer Dieter Hecking.

Für Aufregung sorgte der knapp 20 Millionen Euro teure Winterzugang Kevin de Bruyne. Erst leistete sich der Belgier ein Frustfoul, dann eine Beschwerde mit Schiri-Rempler und sah als Konsequenz die Gelb-Rote Karte. „Da muss man sich den Mund abputzen und weitermachen“, rügte VfL-Manager Klaus Allofs das unprofessionelle Verhalten des Stars in der Nachspielzeit. De Bruyne fehlt nun am Dienstag im Spiel bei seinem Ex-Club Werder Bremen.

dpa

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