Hoeneß sieht bei Gewalt in Fußballstadien Polizei in der Pflicht

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Bayern-Präsident Uli Hoeneß

Wiesbaden - Bei Gewalt in Fußballstadien sieht der Präsident des FC Bayern München, Uli Hoeneß, in erster Linie die Polizei in der Pflicht.

Wenn angebliche Fans den Fußball nur dazu benutzten, “um ihr Mütchen zu kühlen“, müsse der Staat entschieden eingreifen, forderte Hoeneß am Mittwoch bei der Herbsttagung des Bundeskriminalamts (BKA) in Wiesbaden. Auch ein Fußballverein sei Teil der Gesellschaft und zahle Steuern. Beim FC Bayern seien es 100 Millionen Euro pro Jahr. Deshalb könnten Fußballvereine auch die Hilfe des Staates in Anspruch nehmen, wenn es Probleme mit gewalttätigen Fans gebe, sagte Hoeneß.

Die Handlungsmöglichkeiten vor allem kleinerer Vereine seien begrenzt. Etwas anderes sei dies höchstens bei großen, finanzstarken Vereinen wie dem FC Bayern, der seit Jahren viel für die Kommunikation mit seinen Fans getan habe und versuche, “Probleme im Ansatz zu lösen“.

Brandgefährlich: Fans außer Kontrolle

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Zum Verbot von Pyrotechnik in Stadien sagte Hoeneß scherzhaft, er sei zwar im Freundeskreis “als Pyromane bekannt“. Dabei bezog er sich offenbar auf seine Silvester-Aktivitäten. Er habe aber “keine Entzugserscheinungen“, wenn im Fußballstadion kein Feuerwerk eingesetzt werden dürfe.

dapd

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