Anzeige wegen Körperverletzung 

Horror-Attacke in der Kreisliga B

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Unsportlichkeiten sind in den deutschen Amateurligen keine Seltenheit. 

In der Kreisliga B im Essener Raum ist es während eines Spiels zu einer echten Horror-Attack gekommen. Nach einem Zweikampf verletzte ein Spieler seine Gegenspieler so schwer, dass dieser sofort in ein Krankenhaus eingeliefert werden musste. 

Die Kreisliga gilt in der deutschen Fußballszene als die härteste und zugleich auch unfairste Spielklasse. Unsportlichkeiten, wie Beschimpfungen und grobe Fouls, sind in dieser Amateurliga wahrlich keine Seltenheit. Doch ein Vorfall in der Kreisliga B im Raum Essen hat dieses Maß nun deutlich überschritten. 

Es läuft die 69. Spielminute in der Kreisliga-Begegnung zwischen dem SV Preußen Eiberg 11/31 und der Essener SG 99/06. Nach einem Zweikampf zwischen jeweils einem Spieler beider Mannschaften kommt es zu einem scheinbar harmlosen Streit, wie es in jeder Partie duzende gibt. Es ging darum, ob der Zweikampf regelwidrig geführt wurde oder nicht. Doch dieses Wortgefecht endete nicht wie normalerweise mit einer Entscheidung des Schiedsrichters. Denn noch bevor der Unparteiische eingreifen konnte, kam es zu einer blutigen Attacke mit verheerenden Folgen. Im Zuge des Wortgefechts biss der beteiligte Spieler vom SV Preußen Eiberg seinem Kontrahenten der Essener SG 99/06 einen Teil des rechten Nasenflügels ab. Der Schiedsrichter zeigte dem Übeltäter daraufhin die Rote Karte und verwies ihn vom Platz. Trotz dieses unglaublichen Vorfalls lies der er die Partie noch zu Ende spielen. 

Der Geschädigte wurde nach der Attacke sofort in die Essener Gesichtsklinik eingewiesen. „Ihm geht es den Umständen entsprechend gut“, teilte der Vereins-Funktionär der Essener SG Thomas Rausch mit. Da  das abgebissene Nasenstück nicht mehr gefunden werden konnte, sind beim Verletzten sichtbare Schäden nicht auszuschließen. Gegen den Spieler des SV Preußen Eiberg wurde noch auf dem Platz eine Anzeige gestellt, die Polizei ermittelt bereits wegen Körperverletzung. Auch der erste Vorsitzende von Preußen Eiberg hat auf den Vorfall reagiert: „Das darf im Sport nicht passieren, wir verurteilen das aufs Schärfste“. Ob und welche Konsequenzen die Horror-Attacke von Seiten des Verbands hat, ist bisher noch unklar. Bis dahin ist der Spieler vom Verein suspendiert. 

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