Nach der U20-WM:

Hrubesch erhält Trainerpreis vom DFB

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Trainer Horst Hrubesch ist vom DFB mit dem Trainerpreis ausgezeichnet worden.

Frankfurt/Main - Der Trainer der U20 Horst Hrubesch ist vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) mit dem neu ins Leben gerufenen Trainerpreis des deutschen Fußballs ausgezeichnet worden.

Die mit 10.000 Euro dotierte Auszeichnung wird Hrubesch am 14. November in Köln verliehen. „Horst Hrubesch ist ein echter Typ und eine unverwechselbare Persönlichkeit. Mit seinem Charakter, seiner Ehrlichkeit und seiner akribischen Arbeitsweise hat er großen Anteil an den Erfolgen des deutschen Nachwuchsfußballs in den vergangenen Monaten“, begründete DFB-Präsident Theo Zwanziger die Entscheidung. „Er ist ein echtes Vorbild und ein würdiger Träger des ersten Trainerpreises.“

Die Bundestrainer - von 1926 bis heute

Prof. Dr. Otto Nerz war sozusagen der Urtyp des Bundestrainers. Zu seiner Zeit noch Reichstrainer genannt, leitete Nerz vom 1. Juli 1926 bis 7. August 1936 die Natonalmannschaft. Sein größter Erfolg war der dritte Platz bei der WM 1934. © getty
Auf Nerz folgte der legendäre Sepp Herberger, den Nerz gerne als seinen Musterschüler bezeichnete. Herberger führte die Deutsche Nationalmannschaft 1954 zum WM-Titel und setzte sich so selbst ein Denkmal. © dpa
Akkribisch notierte Herberger in einem Notizbuch alle Stärken und Schwächen der Gegner bereits lange Zeit vor der Videoanalyse. © getty
Sprüche wie „Der Ball ist rund“ oder „Ein Spiel dauert 90 Minuten“ sind in die Fußballgeschichte eingegangen. Herberger leitete vom 1936 bis 1964 die Nationalmannschaft. © getty
Ein schweres Erbe trat Helmut Schön an, doch der „Lange“, wie ihn die Medien nannten, wiederlegte seine Kritiker. Gleich bei seiner ersten WM kehrte er aus England mit Silber zurück. In Deutschland wurde die Nationalmannschaft, nach dem verlorenen Finale (Stichwort: Wembley-Tor) wie ein Sieger gefeiert. © dpa
1972 holte er die Europameisterschaft und zwei Jahre später führte er Deutschland zum zweiten WM-Titel. Während des Turniers wäre es beinahe zum Eklat gekommen. Als Spieler eine fünfstellige Siegprämie forderten, drohte Idealist Schön damit, vorzeitig abzureisen. © dpa
Was für Helmut Schön so erfolgreich begann, endete unschön. Nach dem Schmach von Cordoba - Deutschland verlor 1978 bei der WM gegen Österreich - war wenige Monate später seine Karriere bei der Nationalmannschaft zu Ende. © dpa
Unter Jupp Derwall (hier mit Berti Vogts) kam die Nationalmannschaft nach kurzer Durststrecke unter Schön wieder auf die Erfolgsspur zurück. © dpa
1980 holte er nach einer weltrekordverdächtigen Serie von weiteren 22 Länderspielen ohne Niederlage die Europameisterschaft. Zwei Jahre später kam es bei der WM jedoch zum Eklat. Die gutmütige Art des Trainers wurden von einigen Stars ausgenutzt. © dpa
Jupp Derwall verstarb am 26. Juni 2007 nach kurzer, schwerer Krankheit im Alter von 80 Jahren. © dpa
Nach Derwall leitete Franz Beckenbauer ab 1984 die Nationalmannschaft. Ohne Trainerausbildung erreichte der „Kaiser“ bei der WM 1986 gleich den zweiten Platz. 1990 folgte der letzte große Erfolg einer Nationalmmanschaft bei einer Weltmeisterschaft. © dpa
„Kaiser“ Franz holte den Titel, doch nach dem großen Erfolg trat Beckenbauer zurück. Auf der Trainerbank sah man ihn noch bei Olympique Marseille und beim FCB. © dpa
Heute ist Beckenbauer aus dem deutschen Fußball nicht mehr wegzudenken. © dpa
Auf Beckenbauer folgte Berti Vogts, der jedoch als Bundestrainer einen schweren Stand hatte. © dpa
Nach dem Ausscheiden im Viertelfinale forderten viele Zeitungen seinen Rücktritt, doch Vogts blieb zäh. Und das zahlte sich aus. 1996 feierte Deutschland den letzten großen Erfolg: 1996 der Europameisterschafts-Triumph durch das "Golden Goal" durch Oliver Bierhoff im Finale von Wembley. © dpa
Trotz erneut heftiger Kritik nach dem frühen Ausscheiden im Viertelfinale der WM 1998 versuchte Vogts den Neuanfang. Nach zwei Testspielen und einem enttäuschenden Trainingslager gab er auf. © dpa
Nachfolger wurde Erich Ribbeck. Mit ihm folgte die dunkelste Zeit in der Ära der Nationalmannschaft. © dpa
Ribbeck, der eigentlich bereits mit dem Amt des Bundestrainers nach Derwalls Rückzug gerechnet hatte, hat bis heute die schlechteste Bilanz als Trainer der Nationalmannschaft. © dpa
Bei der Europameisterschaft 2000 schied die Deutschland bereits in der Vorrunde aus. Ribbeck verlängerte daraufhin seinen Vertrag nicht. © dpa
Mit Rudi Völler kam die Begeisterung für die Nationalmannschaft wieder zurück. © dpa
2002 führte er Deutschland ins WM-Finale, scheiterte dort jedoch knapp gegen Brasilien. Unter ihm feierte die Nationalmannschaft auch den legendären Sieg bei letzten Spiel im Wembley-Stadion gegen England. © dpa
Nach dem Ausscheiden bei der EM 2004 in Portugal gab Völler seinen Rücktritt bekannt. © dpa
Was folgte, war ein Sommermärchen. Jürgen Klinsmann entfachte in Deutschland eine Begeisterung, mit der niemand gerechnet hat. © dpa
Bei der WM 2006 scheiterte Klinsmann erst im Halbfinale gegen Italien. Nach der WM verlängerte Klinsi seinen Vertrag nicht. © dpa
Nach der Nationalmannschaft folgte eine enttäuschende Zeit beim FC Bayern. Dort musste er frühzeitig seine Sachen packen. © dpa
Den Job als Bundestrainer übernahm Klinsmanns Assisten Jogi Löw. © dpa
Als Assisten hat sich Löw Hansi Flick ins Boot geholt. Bei der EM 2008 führte Löw sein Team bis ins Finale. © dpa
Der „Bundes-Jogi“ hat bei der Nationalmannschaft eine fantastische Bilanz: 43 Länderspiele - 31 Siege, 6 Unentschieden, 6 Niederlagen. © dpa

Hrubesch hatte 2008 die U 19-Junioren und in diesem Jahr die U 21-Auswahl jeweils zum EM-Titel geführt. Mit der U 20- Nationalmannschaft erreichte er vor rund zwei Wochen bei der Weltmeisterschaft in Ägypten trotz immenser Abstellungsprobleme das Viertelfinale, in dem das Team unglücklich in der Verlängerung an Brasilien scheiterte.

dpa

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