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HSV-Finanzvorstand Wettstein hört am Saisonende auf

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Frank Wettstein
Finanzvorstand Frank Wettstein wird den Hamburger SV nach dann knapp achtjähriger Tätigkeit am Saisonende verlassen.. © Markus Scholz/dpa

Finanzvorstand Frank Wettstein wird den Hamburger SV nach dann knapp achtjähriger Tätigkeit am Saisonende verlassen.

Hamburg - Der norddeutsche Fußball-Zweitligist bestätigte einen Bericht der „Sport Bild“, wonach der 48 Jahre alte Finanzchef seinen am 30. Juni 2022 auslaufenden Vertrag nicht verlängern wird. Auch der HSV-Aufsichtsrat sei durch Wettstein bereits informiert worden, hieß es in der Vereinsmitteilung.

„Ich denke, nach über sieben Jahren im Vorstand des HSV und mit dem absehbaren Ende der größten Krise in der Nachkriegszeit ist ein geeigneter Zeitpunkt gefunden, an dem beide Seiten neue Wege gehen können“, erklärte Wettstein. Die Krisenbewältigung im Team mit den Kolleginnen und Kollegen habe gezeigt, „dass der HSV personell und organisatorisch gut gerüstet für die anstehenden Aufgaben“ sei.

Seit 2014 in Hamburg

„Wir haben die letzten Wochen dazu konstruktive Gespräche geführt, respektieren Franks Entscheidung und wissen um seine Verdienste für unseren Verein“, sagte Marcell Jansen, der Aufsichtsratsvorsitzende der HSV Fußball AG. Man werde die kommenden Wochen und Monate nutzen, „um über die zukünftige Besetzung des Vorstandes zu entscheiden“, fügte der Ex-Nationalspieler und Chef des Kontrollgremiums hinzu.

Wettstein war 2014 nach Hamburg gekommen. Der zuvor unter anderem für Borussia Dortmund tätige Finanzexperte hatte den HSV durch dessen seit Jahren anhaltenden Probleme im wirtschaftlichen Bereich gelotst. Das gilt auch für die schwierige Zeit der Corona-Pandemie.

Wettstein fädelte unter anderen den Volksparkstadion-Deal mit der Stadt Hamburg ein, die das Grundstück dem Verein für 23,5 Millionen Euro abkaufte. Zudem besorgte er eine Corona-Überbrückungshilfe vom Bund in Höhe von zehn Millionen Euro. Die Hamburger erhielten diese finanzielle Unterstützung, weil der Umsatz in der vergangenen Spielzeit von rund 100 Millionen auf 50 Millionen Euro sank. dpa

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