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HSV gewinnt Zitterduell gegen Nürnberg

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1. FC Nürnberg - Hamburger SV
Der HSV setzte sich im Elfmeterschießen gegen den 1. FC Nürnberg durch. © Daniel Karmann/dpa

Der Hamburger SV hat sich in einem spannenden XXL-Duell gegen den 1. FC Nürnberg ins Achtelfinale des DFB-Pokals gezittert.

Nürnberg - Im von zwei minutenlangen Verletzungspausen überschatteten Cup-Fight voller Emotionen setzte sich die Mannschaft von Trainer Tim Walter erst im Elfmeterschießen mit 4:2 beim ebenbürtigen Zweitligarivalen durch. Die Nürnberger Lino Tempelmann und Asger Sörensen vergaben vor 19.267 Zuschauern ihre Strafstöße.

Nach 120 packenden Minuten hatte es 1:1 (0:1) gestanden. Jonas David hatte den offensiv zwingenderen HSV in der 45. Minute in Führung geschossen, Taylan Duman (59.) bescherte dem FCN den Ausgleich.

Eine bittere Rückkehr erlebte der langjährige „Club“-Linksverteidiger Tim Leibold. Der 27-Jährige wurde bei jeder Aktion ausgepfiffen und verletzte sich nach einem Zweikampf an der Seitenlinie mit Tom Krauß auch noch am rechten Knie. Leibold musste lange behandelt werden und wurde in der 22. Minute mit vor sein Gesicht geschlagenen Händen auf einer Trage in den Stadioninnenraum gebracht.

Die Traditionsvereine gaben von Beginn an Gas. Johannes Geis (28.) hatte mit einem Schuss aus rund 18 Metern die erste dicke Nürnberger Chance. Danach drängte der Hamburger SV. Der für Stammkeeper Christian Mathenia aufgebotene Carl Klaus entschärfte gekonnt gegen Thomas Doyle (35.) und gegen Ludovit Reis (44.). Beim Kopfballtor von Verteidiger David war der starke FCN-Keeper machtlos.

Die zweite Hälfte begann mit dem nächsten beängstigenden Moment. Krauß und Leibolds Ersatz Miro Muheim krachten zusammen (46.). Referee Bastian Dankert winkte sofort die Sanitäter herbei, um den zunächst offensichtlich regungslosen Nürnberger behandeln zu lassen. Krauß wurde abtransportiert.

Mit einer herrlichen Direktabnahme markierte Krauß-Ersatz Duman den Ausgleich. HSV-Keeper Daniel Heuer Fernandes rettete reaktionsschnell gleich zweimal gegen Lino Tempelmann (89., 98.). Die Entscheidung brachte schließlich der Elfmeter-Thriller. dpa

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