Huberty wird 85! Die schönsten Geschichten

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Ernst Huberty wird 85

München - Happy Birthday, Mr. Sportschau! Ernst Huberty wird am Mittwoch 85 Jahre alt. Die tz gratuliert und verrät die schönsten und skurrilsten Geschichten rund um Huberty.

Happy Birthday, Mr. Sportschau! Ernst Huberty, der Mann mit dem legendären Klappscheitel, der Fußball-Gentleman, feiert am Mittwoch seinen 85. Geburtstag – beim Fisch-essen mit Freunden und Familie zu Hause in Frechen bei Köln. Die tz gratuliert und verrät die schönsten und skurrilsten Geschichten rund um Huberty.

Seine größte Sendung: Am 4. Juni 1961 moderiert Huberty, übrigens gebürtiger Luxemburger, um 21.30 Uhr auf ARD 2 die erste Sportschau. Die ersten acht Ausgaben gibt’s überhaupt keinen Fußball, stattdessen laufen Frauen-Feldhandball und Sandbahnrennen. Erst 1963 mit Einführung der Bundesliga wird Hubertys Sportschau zum Kult. Bis zu 15 Millionen Menschen schauen in den Siebzigern zu – heute unvorstellbar. Huberty schmunzelt: „Wir hatten auch keine Konkurrenz – außer Daktari im ZDF.“

Seine größten Spiele: Egal ob sich Günter Netzer im Pokalfinale 1973 selbst einwechselt oder Uli Hoeneß beim EM-Endspiel 1976 den Ball in den Belgrader Nachthimmel jagt – am Mikrofon sitzt immer Ernst Huberty. Doch sein größtes Spiel ist die Jahrhundertpartie Deutschland – Italien am 17. Juni 1970 in Mexiko-Stadt, das WM-Halbfinale. Beim 1:1-Ausgleich von Italien-Gastarbeiter Schnellinger hört ganz Deutschland weit nach Mitternacht sein lapidares „Ausgerechnet Schnellinger!“ Und in der Verlängerung erlebt die Nation einen Mann am Rande des Nervenzusammenbruchs. „Müller…Müller…Müller…Tor!“, keucht Huberty. Und: „Wenn Sie jemals ein echtes Müller-Tor gesehen haben, dann jetzt.“

Seine Schallplatte: Nach der WM in Mexiko ist Ernst Huberty so populär, dass ihm sogar eine Single gewidmet wird: Juanito Mexico von Ernst Huberty & die Mexicanos. Rückseite: Mexico Ay Ay Ay Ay.

Sein größtes Abenteuer: Bis Ende der Siebziger werden die Sportschau-Berichte per Motorrad oder Hubschrauber ins Studio transportiert. Huberty: „Einmal mussten wir in der Nähe von Dortmund wegen Nebel auf einem Feld neben dem Misthaufen notlanden. Auf dem Bauernhof haben wir gefragt, wo denn bitte hier die Autobahn ist.“

Sein skurrilster Spruch: O-Ton Huberty bei der WM 1974: „Ein Spiel ohne Oleg Blochins Dribbling ist wie eine schöne Frau, der ein Auge fehlt.“

Seine größte Krise: Für die WM 1982 in Spanien ist Huberty fest eingeplant – doch dann wulfft er. Wegen einer Spesenaffäre muss er ins dritte Programm des WDR absteigen, trotz der Bürgerinitiative „Vergiss nie Huberty“. Auch die Sportschau muss er nach 21 Jahren verlassen.

Seine Comebacks: In den Neunzigern hilft Ernst Huberty Premiere-Sportchef Reinhold Beckmann, das Bundesliga-TV neu zu erfinden. Er coacht unter anderen Beckmann, Johannes B. Kerner, Oliver Welke oder Monica Lierhaus. Und 2002, mit 75, kehrt Huberty noch einmal für Sat.1 als Reporter eines Bundesliga-Spiels zurück, als Otto Rehhagel des Mikrofons. Wegen Personalnot springt er ein, macht seine Sache erstklassig wie eh und je.

Sein Leben mit 85: Huberty ist in zweiter Ehe verheiratet, trainiert immer noch Nachwuchsreporter – und hofft auf eine gute Zukunft für „seine“ Sportschau, der 2013 erneut der Verlust der Liga-Rechte droht: „Sorgen muss man sich machen, aber ich bin optimistisch.“

Jörg Heinrich

Die 40 nervigsten Phrasen von Fußball-Reportern

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