Schweinsteiger hofft, dass der Bremer nicht zurücktritt

"Ich fänd's schade, wenn Frings geht!"

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Müssen Bastian Schweinsteiger und Torsten Frings künftig auf gemeinsame Dehnübungen bei der Nationalmannschaft verzichten?

Die Länderspielpause ist vorüber, sechs Punkte aus den beiden wichtigen Spielen gegen Russland und Wales sind eingefahren.

Dennoch sorgt das Geschehen rund um die deutsche Nationalmannschaft weiter für Aufsehen. Erst der kuriose Auftritt von Kevin Kuranyi mitsamt seinem endgültigen Rauswurf. Danach die gerüchte um einen Rücktritt von Torsten Frings nach dessen nicht berücksichtigung im Wales-Spiel.

Deutschland gegen Wales: Jogis Jungs in der Einzelkritik

Deutschland gegen Wales: Jogis Jungs in der Einzelkritik © 
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René Adler: Hatte wenig zu tun, konnte seine große Klasse selten zeigen, hielt aber mit einer Glanzparade das Unentschieden fest. Note 2. © dpa
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Arne Friedrich: Scheute das Risiko, sicherte lieber hinten ab und ließ sehr wenig über seine Seite zu. Note: 3 © dpa
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ab 62. Minute Clemens Fritz: Fügte sich ganz gut hinten ein, machte seine Sache ordentlich, ersetzte Friedrich eins zu eins. Sollte für mehr Offensivdrang sorgen, aber das gelang nicht immer. Note: 3 © dpa
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Per Mertesacker: Zeigte gutes Stellungsspiel. Der Lange harmonierte gut mit Westermann, war aber auch für den ein oder anderen Klops zu haben. Note: 4 © dpa
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Heiko Westermann: Gut organisiert, macht Metzelder langsam aber sicher vergessen. Gab der Viererkette Stabilität und Ruhe. Note: 2 © dpa
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Philipp Lahm: Schaltete sich optimal in die Offensive ein, extrem ballsicher und immer zur Stelle – bis auf zwei Patzer. Note: 2 © dpa
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Bastian Schweinsteiger: Suchte anfangs etwas zu oft den direkten Weg zum walisischen Tor, blieb aber dabei ab und zu hängen. Gefährliche Weitschüsse aus der zweiten Reihe hatte der Bayern-Star aber immer zu bieten. Note: 3 © dpa
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Michael Ballack: Der Kapitän biss auf die Zähne, ging wie immer dorthin, wo es weh tut. Gute Schüsse aus dem Hinterhalt, im Abschluss unglücklich bis ungenau. Einmal traf er der Pfosten, dieses Tor hätte er verdient gehabt. Note: 3 © dpa
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Thomas Hitzlsperger: Der Stuttgarter bot sichere Rückendeckung für seinen Chef Ballack und organisierte im Mittelfeld zunächst gut. Er konnte mit zunehmender Spieldauer seine Kollegen aber immer weniger in Szene setzen und baute etwas ab. Note: 4 © dpa
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Piotr Trochowski: Traumtor des quirligen Hamburgers zum 1:0. Hatte sich diesen Treffer aber auch mehr als verdient. Ballsicher, technisch hochwertig und immer anspielbar – mit Lahm war der Ex-Bayer der beste Mann auf dem Feld. Note: 2 © dpa
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Miroslav Klose: Begann gut, schaltete schnell bei Nachschüssen, hatte aber etwas Pech. Musste in der Halbzeit mit einem Bluterguss am Fuß vom Feld. Ein unerfreulicher Abend für den Bayern-Stürmer. Note: 4 © dpa
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ab. 46. Patrick Helmes: Druckvoller Auftritt des Leverkuseners. Er wollte sein erstes Tor erzwingen und zeigte in Ansätzen auch, was in ihm steckt. Note: 4 © dpa
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Lukas Podolski: Beweglich, machte zu Beginn sehr viel Dampf – wie immer im DFB-Trikot. Der Bayern-Bankdrücker brachte Wales oft ins Schwimmen, hatte im Abschluss aber nicht gerade seinen besten Tag erwischt. Note: 4. © fishing4
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ab 82. Minute Mario Gomez: zu spät für eine Bewertung. © dpa
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Lässig gekleidet wie immer: Bundestrainer Jogi Löw. © fishing4
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Wieder nur Zuschauer: Torsten Frings. © fishing4
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Zweikampfstark: Michael Ballack. © dpa
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Auch der verletzte Keeper Robert Enke mischte sich in Mönchengladbach unters Volk. © fishing4
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Der Moment der Entscheidung: Trochowskis Geschoss schlägt im Winkel des walisischen Tores ein. © dpa
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Trochowski feierte seinen Treffer per "Diver"... © dpa
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Schweini war der erste Gratulant. © dpa
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Es folgte ein ganzer Knäuel. © dpa
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Es ist geschafft: Deutschland schlägt Wales und geht mit 10 Punkten aus vier Spielen in die WM-Quali-Pause. Im März geht es weiter mit einem Heimspiel gegen Liechtenstein. © dpa

Bastian Schweinsteiger hat die Ereignisse beim DFB hautnah mitbekommen und sie beschäftigen den Mittelfeldspieler noch immer. Besonders die Thematik um seinen Kumpel Torsten Frings, mit dem Schweini im DFB-Bus immer hinten rechts am Tisch gesessen hatte. „Da war auch Oliver Kahn immer mit dabei. Jetzt ist der weg, wäre schade, wenn Torsten jetzt auch aufhören würde“, sagte Schweinsteiger.

Überhaupt würde er Frings vermissen. „Es ist schade, dass er diese Gedanken hat, denn er ist ein guter Typ, ein guter Charakter in der Mannschaft“, erklärte Schweini. Und richtig erklären, warum Löw den erfahrenen Bremer nicht aufgestellt hat, kann sich Schweini nicht. „Ich war auch überrascht, er hat ja in den letzten Jahren immer gespielt“, sagte Schweinsteiger. Obwohl er selbst versuchen würde, Frings zu einer Fortsetzung seiner Karriere in der Nationalmannschaft zu überreden – auch für einen Rücktritt hätte der Bayern-Star Verständnis. „Es ist seine Entscheidung – und immerhin ist er ja schon 32…“, sagte Schweinsteiger.

Doch nun will sich Schweinstieger wieder auf die Bundesliga und den FC Bayern konzentrieren. Und da steht am Samstag dass Süd-Duell beim Karlsruher SC an. Dort erwartet Schweinsteiger einen heißen Tanz. „Das Stadion da kann zum Hexenkessel werden, die Karlsruher werden heiß sein. Für die ist das das Spiel des Jahres. Aber wir sind auch heiß auf das Duell – und auch wenn es abgedroschen klingt: Wir werden wohl über den Kampf ins Spiel finden müssen“, sagte Schweinsteiger.

Der Mittelfeldspieler, der in der Nationalmannschaft in den beiden letzten WM-Quali-Spielen starke Leistungen zeigte, aber bei den Bayern zuletzt nur selten überzeugen konnte, ist sich der Bedeutung des KSC-Spiels sehr wohl bewusst. „Es ist klar, dass diese Partie für uns sehr wichtig ist“, sagte Schweinsteiger. Für die Spieler, vor allem aber auch für den Trainer. Und für Schweinsteiger selbst ist es die Möglichkeit seine Kritiker von seinen Fähigkeiten zu überzeugen. „Ich habe bei Bayern schon viele gute Spiele gezeigt. Das weiß der Trainer und die Mannschaft weiß das auch“, sagte Schweinsteiger. Nun sollte er das auch den Karlsruhern zeigen.

jj

Quelle: tz

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