Warum es Fach beim Derby-Gegner 1860 nur ein halbes Jahr aushielt

"Ich war alt und wollte nach Hause"

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Holger Fach fühlte sich bei den Löwen nicht wohl.

Augsburg - Nicht nur Daniel Baier, auch Holger Fach hat einst beim TSV 1860 gespielt. Allerdings war der Trainer des FC Augsburg nur in der Hinrunde der Saison 1997/98 ein Löwe.

Unter Coach Werner Lorant kam er auf zehn Einsätze – gefühlt waren es mehr für Fach.

Die brisante Frage vor dem Derby zwischen dem TSV 1860 und dem FCA in der Allianz Arena (Freitag, 18 Uhr): War’s wirklich so schlimm bei den Löwen, Herr Fach?

„Ich war ein alter Mann, war verletzt und wollte nach Hause“, sagt der heute 46-jährige FCA-Trainer und lacht: „Das ist jetzt die Wahrheit!“ Ein Blick auf seinen Werdegang bestätigt das: In der Winterpause wechselte Fach damals in die zweite Liga zu Fortuna Düsseldorf, wo er nach weiteren zehn Spielen seine Spielerkarriere beendete, und nur etwa 30 Kilometer von seiner Heimat Wuppertal entfernt war.

Ein Blick ins ehrwürdige Grünwalder Stadion

Ein Blick ins ehrwürdige Grünwalder Stadion © 
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Besonderes Flair: Selbst in der Niederlage (hier bei verpatzten Bundesliga-Aufstieg im Mai 2005) brodelt das Grünwalder Stadion und versprüht eine einzigartige Atmosphäre. © dpa
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Charmanter geht's ja kaum. © dpa
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Ein kurzer Blick in die Vergangenheit: Max Merkel ... © Archiv
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... und Radi Radenkovic schrieben im Grünwalder Stadion Löwen-Geschichte. © Archiv
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Erinnerung an 1970: Beim Derby zwischen den Löwen und dem FC Bayern ging's ordentlich zur Sache. Gerd Müller legt hier den Ball an Keeper Radenkovic vorbei. © Archiv
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Der Schiedsrichter ermahnt - und Petar Radenkovic schmollt. So sieht's zumindest aus. © Archiv
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Hervorragender Blick: Ein Mann schaut aus dem Fenster seiner Wohnung ins Grünwalder Stadion. © dpa
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Der Schock für alle Löwen-Fans: Im Februar 2008 malten Fans des FC Bayern das Grünwalder Stadion in den Vereinsfarben an. © Schlaf
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Auch bei Schnee und Eis macht das Grünwalder eine gute Figur. © Kurzendörfer
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Sicherheit steht auch im Grünwalder Stadion an vorderster Stelle. © Schlaf
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Löwen-Fans im benachbarten Wohnhaus. © Schlaf
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Ein Löwen-Fan nimmt Abschied. © dpa
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Phantastischer Blick über das Grünwalder Stadion. © Jantz
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Bei Löwen-Spielen geht's auch in der Nachbarschaft des Grünwalder Stadions heiß her. © dpa
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Die Löwen haben ein Heimspiel - und die Massen pilgern ins Grünwalder Stadion. © dpa
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In der Nachbarschaft des Grünwalder Stadions: Ein Billard-Salon. © Westermann
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Auch hungrige Mäuler kommen rund ums Grünwalder Stadion auf ihre Kosten. © Westermann
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Ein Klassiker: Der Presseraum des Grünwalder Stadions. © Westermann
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Stummer Zeuge zahlreicher Spieler-Einläufe, die den Beginn wahrer Fußball-Schlachten markierten: Der Spielertunnel im Grünwalder Stadion. © Westermann
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Ohne Worte. © Westermann
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Die harte Ersatzbank. © Westermann
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Perspektive eines Spielers im Grünwalder Stadion. © Westermann
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Die tz hatte stets ihr eigenes Plätzchen... © Westermann
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... und dabei einen hervorragenden Blick aufs Geschehen. © Westermann
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Kein Krankenhaus-Gang, sondern die Katakomben des Grünwalder Stadions. © Westermann
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Hier fanden sich nach den Spielen die feinen Herrschaften ein: Die VIP-Loge. © Westermann
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Damit sich auch ja keiner verirrt... © Westermann
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Es muss nicht immer ein Entmüdungsbecken sein... © Westermann
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Die Kabine. Man beachte den an der Wand befestigten Föhn. © Westermann
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Noch ein Blick von Außen. © Haag
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Der TSV 1860 München und der FC Bayern - da schlägt's ausnahmsweise mal nicht 13. © dpa

Aus seiner Zeit als Spieler kennt er auch Derbys wie das anstehende zu Genüge. „Wenn Gladbach in Düsseldorf gespielt hat, war das Stadion grün-weiß“, erinnert sich Fach. Die Bedeutung des schwäbisch-oberbayerischen Derbys soll das aber nicht schmälern. Er hat es zur Kenntnis genommen, dass 1860 – FCA für die Fans „hochinteressant“ sei. „Überall in der Stadt stellt man das fest.“ Auch er freue sich auf die Arena, die Zuschauer und das Drumherum. Vor den etwa 10 000 Fans, die den FCA voraussichtlich wieder nach Fröttmaning begleiten, hat Fach „Hochachtung“. Ihnen gegenüber seien seine Spieler verpflichtet, eine gute Leistung abzuliefern.

Zu viel Trara sei ihm um dieses eine Spiel in den letzten Wochen aber auch wieder nicht gemacht worden. „Ich habe nur festgestellt, dass in den letzten Wochen immer wieder spekuliert wurde, wann ich rausfliege“, meint Fach mit einem schelmischen Grinsen.

An seiner Elf aus den vergangenen Spielen will er voraussichtlich festhalten, ohne sich dabei frühzeitig festlegen zu lassen. Außenverteidiger Christian Müller, der wegen Problemen im Adduktorenbereich in dieser Woche nicht trainieren konnte, ist wieder fit. Patrick Mölzl kann nach verheiltem Muskelfaserriss wieder voll trainieren und soll zumindest wieder auf der Bank sitzen.

Tobias Kimmel

Quelle: tz

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