"Ich werde für Monica beten"

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Ernst Huberty entdeckte Monica Lierhaus.

Hamburg - Die Nachricht war ein Schock: Monica Lierhaus liegt im Koma. Ganz Deutschland ist in Sorge um die 38-jährige gebürtige Hamburgerin.

„Wir hatten während der Vierschanzen-Tournee viele schöne Begegnungen mit Monica. Wir sind jetzt beim Weltcup in Zakopane und wissen nicht genau, was los ist. Wir sind aber sehr betroffen von ihrem Schicksal. Unsere ganze Mannschaft drückt ihr fest die Daumen, dass sie schnell wieder gesund wird“, sagte Skisprung-Bundestrainer Werner Schuster auch im Namen von Martin Schmitt & der tz.

Ein wichtiger Förderer und Freund ist auch Ernst Huberty. Mister Sportschau moderierte von 1961 bis 1982 die Fußballsendung – und entdeckte auch Lierhaus.

In der tz schreibt er über Lierhaus und seine Sorgen um sie:

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Beckmann und Delling vertreten Monica Lierhaus

"Wie ein Blitz hat mich die Nachricht getroffen, dass Monica Lierhaus im Koma liegt. Noch vor vier Wochen habe ich mit ihr gearbeitet. Wir verabredeten uns für Ostern erneut. Da habe ich nichts auffälliges gespürt. Sie war doch so happy über ihren neuen ARD-Vertrag. Auch die Tage darauf habe ich die meisten Sendungen mit ihr verfolgt, sie war so souverän wie immer. Das ist ihre große Stärke: sie ist nicht nur ungeheuer sympathisch, sondern auch fachlich ein hundertprozentiger Profi.

Als SAT.1 sie 1992 entdeckte, sollte ich herausfinden, wie gut sie wirklich ist. Wir machten eine anderthalb-stündige Probesendung. Danach sagte ich sofort: Nehmt das Mädchen!Monica ist ja nicht nur deshalb so begehrenswert, weil sie mit dem Fußball verwachsen ist. Sie ist die einzige Frau in der „Sportschau“, der populärsten Fußball-Sendung Deutschlands. Nicht vergessen: eigentlich eine Männerdomäne!

Ihr ungeheurer Fleiß macht es möglich. Sie bereitet sich minutiös vor, kommt nie in Verlegenheit. Monica macht einfach keine Fehler! Schon in der ersten Probesendung hat sie sich nicht einmal versprochen…

Als Mensch ist Monica sehr selbstkritisch, sie hinterfragt sich immer wieder. Wollte es unbedingt, dass wir uns regelmäßig treffen. Oft saßen wir zusammen und sie hat Dinge angesprochen, die sie selbst bemerkte. So wurde sie immer vielseitiger. Olympia, Tour de France, Wintersport – wir haben viel simuliert. Aber in Verlegenheit kam sie nie.

Jetzt wünschen wir alle, dass sie bald wieder aus dem Koma erwacht. Ihren langjährigen Freund Rolf habe ich gestern angerufen. Er ist sehr zuversichtlich.

Auch bei ARD-Sportkoordinator Axel Balkausky habe ich mich nach ihr erkundigt. Die Familie braucht jetzt Kraft. Ich werde die Daumen drücken. Und ich werde noch mehr tun, nämlich für Monica beten.“

Quelle: tz

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