Leitl hadert

Ingolstadt nach Remis: „Verdienter Punkt“ und Ärger über Schiri

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Trotz verspielter Führung war Stefan Leitl mit seinem Team zufrieden.

Der FC Ingolstadt spielt in Dresden unentschieden und muss mit dem Punkt - trotz einer vermeintlich komfortablen Führung - zufrieden sein. Eine Aktion aber sorgte bei den Schanzern auch für Ärger.

Dresden/Ingolstadt - Der Ärger über eine umstrittene Aktion wich beim FC Ingolstadt irgendwann doch der Zufriedenheit. Trainer Stefan Leitl zumindest wertete das 2:2 (2:1) bei Dynamo Dresden nach einer 2:0-Führung als Erfolg. „Wenn ich das ganze Spiel betrachte, dann nehmen wir den Punkt gern mit“, resümierte der Coach. Die Schanzer schaffen es derzeit nicht, in der 2. Fußball-Bundesliga eine Siegesserie zu starten - auf zwei Erfolge nacheinander müssen die Oberbayern weiter warten. „Wir haben gut dagegengehalten und hier verdient einen Punkt mitgenommen“, meinte auch Kapitän Marvin Matip.

Durch das Remis vom Samstag verpassten es die Ingolstädter, sich im Klassement weiter nach oben zu kämpfen. Nach dem völlig verpatzten Saisonstart rangiert der FCI weiter im unteren Drittel der Tabelle.

Nach einer starken Anfangsphase und den Toren von Marcel Gaus (13. Minute) und Alfredo Morales (23.) schafften es die Gäste nicht, das Ergebnis zu halten und kassierten durch einen Doppelschlag von Peniel Mlapa (30./Foulelfmeter/49.) den Ausgleich. „Wir mussten die eine oder andere Welle von Dresden überstehen und hatten auch ein Quäntchen Glück dabei“, urteilte Trainer Leitl.

Die Freude über den Punktgewinn wurde getrübt vom Frust über das Zustandekommen des Dynamo-Anschlusstreffers: Niklas Kreuzer hatte im Strafraum Gaus umspielt und war dann zu Boden gegangen - zum Entsetzen der Gäste entschied der Schiedsrichter auf Strafstoß. „Es ist für mich nicht nachvollziehbar, wie man in so einer Situation auf Elfmeter entscheiden kann, wenn gar kein Körperkontakt herrscht“, haderte Leitl und äußerte zudem Befremden darüber, dass sich der Unparteiische offenbar erst vom Assistenten zum Pfiff überreden ließ.

„Zum wiederholten Mal haben wir eine Fehlentscheidung gegen uns bekommen, was heute besonders weh getan hat“, sagte Gaus. „So kommen wir aus dem Tritt, nachdem wir das Geschehen hier im Griff hatten.“ Matip unterstrich, die Partie bis zum Elfmeter kontrolliert zu haben. Zuvor hatte Gaus ein Zuspiel von Top-Vorbereiter Sonny Kittel zum Führungstor verwertete. Nach einer Flanke von Matip erhöhte Morales mit dem Kopf sogar auf 2:0. Dann aber brachten ein bitterer Pfiff und zweimal Dynamo-Torjäger Mlapa den FCI doch noch um die drei Punkte.

dpa/lby

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