Schwedischer Tanz dank Insiderwissen?

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Lotta Schelin gibt bereitwillig Autogramme.

Sinsheim - Frankreich und Schweden spielen am Samstag um Platz drei der Frauen-WM. Eine Schwedin kennt den Gegner aus dem Effeff. Sie könnte ihrem Team zu einem letzten Siegestanz verhelfen.

Die Tipps von Lotta Schelin sollen Bronze wert sein: Für Schwedens Starspielerin wird das Spiel um Platz drei bei der Frauenfußball-WM

am Samstag (17.30 Uhr/ARD) in Sinsheim gegen Frankreich ein ganz besonderes. Die Stürmerin steht bei Champions-League-Sieger Olympique Lyon unter Vertrag und kennt die französische Auswahl wie keine andere.

„Es geht mehr oder weniger gegen meine Mannschaft, das wird eine Menge Spaß machen“, sagte die 27-Jährige: „Ich habe nicht vor, ohne Medaille nach Lyon zurückzukehren.“ Ihr Insiderwissen könnte sich in der Vorbereitung auf das Duell durchaus als nützlich erweisen.

„Der Trainer hat sich Frankreich sicher oft angesehen und analysiert. Aber ich kann ihm bestimmt ein paar kleine Tipps geben“, betonte Schelin, die im Halbfinale mit ihrer Mannschaft mit 1:3 gegen Japan den Kürzeren gezogen hatte. Die Schwedinnen wollen im kleinen Finale die Chance nutzen und noch einmal für ihre Fans tanzen. „Wir wollen beim Abpfiff wieder vor Freude tanzen - als drittbestes Team der Welt“, sagte Schwedens Abwehrspielerin Charlotte Rohlin.

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So sexy war die Frauen-WM

Den Finaleinzug haben beide Teams verpasst, aber die Olympiateilnahme gesichert, jetzt geht es um die inoffizielle „Europameisterschaft“. Die Equipe Tricolore und die Tre Kronor kämpfen als letzte verbliebene europäische Teams bei der Frauen-WM um den Bronze-Rang.

Das Abschneiden der restlichen europäischen Mannschaften im Turnier war eher enttäuschend. Die deutschen Welt- und Europameisterinnen schieden ebenso wie EM-Finalist England bereits im Viertelfinale aus. Tiefgestapelt hatten beide Mannschaften vor der WM und jeweils das Viertelfinale als Ziel ausgegeben.

Verdienste der Französinnen werden gewürdigt

Die Auswahl Frankreichs hatte vor Turnierbeginn kaum jemand auf der Rechnung. 2003 scheiterten Les Bleues schon in der Gruppenphase, in Frankreich fand das Team in der Öffentlichkeit kaum Beachtung. Les Bleues haben ein historisches Ergebnis erzielt. „Jetzt ist es wichtig zu zeigen, dass wir das drittbeste Team der Welt sind“, sagte Stürmerin Gaetane Thiney.

Auch Trainer Bruno Bini sah nach der 1:3-Niederlage im Halbfinale gegen die USA keinen Grund, Trübsal zu blasen: „Ich bin stolz auf meine Spielerinnen. Das Leben ist immer noch wunderbar, weil wir es wirklich verdient haben, um Platz drei zu kämpfen. Das ist großartig, vor allem weil bis vor ein paar Monaten noch kein Mensch über uns geredet hat.“ Am Tag des Halbfinales hatte die Zeitung L'Equipe der Auswahl sogar die komplette Titelseite gewidmet. Und mit ihrem technisch anspruchsvollen und attraktiven Spielweise hat die Equipe Tricolore die Zuschauer verzückt.

Die voraussichtlichen Mannschaftsaufstellungen:

Schweden: Lindahl - Svensson, Larsson, Rohlin, Thunebro - Dahlkvist, Hammarström - Forsberg, Sjögran - Schelin, Öqvist. - Trainer: Dennerby

Frankreich: Sapowicz - Lepailleur, Georges, Meilleroux, Bompastor - Soubeyrand, Bussaglia - Abily, Necib, Thiney - Delie. - Trainer: Bini

Schiedsrichterin: Kari Seitz (USA)

SID

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