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Nationalspielerin gilt als „hübscheste Fußballerin der Welt“ - doch die EM verfolgt sie nur vor dem TV

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Von: Armin T. Linder

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Ana Maria Markovic bei Instagram
"Beautiful Switzerland“, schrieb Ana Maria Markovic im April zu diesem Foto vom Caumasee. © Ana Maria Markovic bei Instagram

Eine Top-Fußballerin ist Nationalspielerin und hat mehr als 800.000 Instagram-Fans - doch die Frauen-EM muss sie leider vorm TV verfolgen.

Zürich - Die Fußball-EM der Frauen kann Ana Maria Markovic nur vorm Fernseher miterleben. Die kroatische Nationalmannschaft, bei der die 22-Jährige aktiv ist, hat sich in Gruppe H nicht für das Turnier qualifiziert. Dennoch steht Markovic nachhaltig im Fokus der Öffentlichkeit.

Frauen-EM: Kroatien mit Ana Maria Markovic nicht qualifiziert

Ein Grund ist sportlicher Natur - die Offensivfrau spielt beim Traditionsverein Grasshoppers Zürich in der ersten Schweizer Liga sowie für das Nationalteam ihrer Heimatnation Kroatien. Doch der einzige Anlass ist es wohl nicht für die viele Aufmerksamkeit. Denn während etwa die deutsche EM-Kickerin Giulia Gwinn auf Instagram 269.000 Follower hat, kommt Markovic auf 809.000 Fans.

Frauen-EM: Ana Maria Markovic gilt als „schönste Fußballerin der Welt“

Wer nach „schönste Fußballerin der Welt“ googelt, findet auf der ersten Ergebnis-Seite fast nur Markovic‘ Name - denn so wurde sie schon von zahlreichen Medien bezeichnet.

Diese reißen sich um sie - 25 Journalisten wollten sie ihrer Aussage zufolge im Mannschaftshotel interviewen, nachdem sie in die kroatische Nationalmannschaft berufen wurde. „Da intervenierte dann der Verband, damit ich mich auf den Fußball konzentrieren konnte“, sagte sie zu 20min.ch.

Wie ein Cristiano Ronaldo verbindet Markovic fußballerische Skills mit Star-Appeal und versorgt die Fans mit beiden Aspekten. Unlängst ließ sie sich etwa mit Designer-Handtasche vor einem Lokal unter einem Champagner-Sonnenschirm ablichten und dokumentierte so ihren Samstagabend (siehe oben). Oder posierte im Frühjahr am Caumasee im Schweizer Kanton Graubünden.

Das Sportliche kommt bei Instagram genauso zum Zuge. „Bald zurück auf dem Platz“, schrieb Markovic Anfang Juli zu einem Foto von sich im Kroatien-Trikot. Und filmte sich am Auftakt-Tag der Frauen-EM (bei der sie sicher lieber dabei gewesen wäre) am Zürcher Trainingsgelände. „Tests erledigt, jetzt Training“, schrieb sie dazu.

Ana Maria Markovic
Zwischen Tests und Training filmte sich Ana Maria Markovic am 6.7. für Instagram. © Screenshot

Markovic wurde in Split geboren, mit zwölf Jahren zog sie in die Schweiz um, erklärte sie in einem Interview mit Croatiaweek.com. Mit 20min.ch sprach sie unlängst auch über den schwierigen Spagat, als Top-Sportlerin wahrgenommen zu werden UND als Schönheit. Denn letzteres schmeichelt ihr grundsätzlich schon.

„Mir haben die Artikel gefallen, in denen ich als die schönste Fußballerin oder als eine der Schönsten bezeichnet wurde, weil es mich freut zu hören, dass ich schön bin“, so Markovic. „Dann sind aber auch Zeitungsartikel erschienen, in denen ich als die sexiest Fußballerin beschrieben wurde. Das hat mir nicht so gepasst. Auch wegen meiner Familie. Ich finde, man muss aufpassen, was man über einen Mensch schreibt. Vor allem, wenn man ihn nicht kennt. Es ist aber insgesamt nicht so schlimm gewesen.“

Sie plädiert dafür, ihre fußballerischen Leistungen nicht zu übersehen. Wie es bei manchen dubiosen Kontaktaufnahmen der Fall war. „Viele haben mir auch das Gefühl gegeben, dass ich ja hübsch sei und dass man bloß deswegen etwas aus mir auf Social Media machen könne und sie damit Geld verdienen wollen.“

Ana Maria Markovic: „Kombination Fußball, Frau, Schönheit gibt es noch nicht so oft auf dieser Welt“

Warum ihre Instagram-Follower so hochschießen? Weil sie viel Spannendes verbindet, glaubt Markovic. „Ich denke, die Kombination Fußball, Frau, Schönheit gibt es noch nicht so oft auf dieser Welt. Fitnessmodels oder andere Models gibt es mittlerweile ganz viele, das interessiert die Leute doch gar nicht mehr.“ Dabei setzt sie auch mal Bikini-Bilder ein - „ich hatte zuletzt schon auch etwas provokante Fotos gepostet“ - doch das bleibt dann auch die Grenze.

Ana Maria Markovic: Cristiano Ronaldo ist ihr größtes Vorbild

Als ihr großes Vorbild bezeichnet sie ihren Landsmann Luka Modric. Ihr absoluter Lieblingsspieler sei aber Cristiano Ronaldo, „weil er einfach so diszipliniert ist. Ich finde es mega wichtig, dass man im Sport einfach alles gibt und ein gutes Mindset hat wie er.“ Ob sie in seine Fußstapfen tritt und nicht nur bei Social Media, sondern auch sportlich zu den größten Stars ihrer Sportart wird? Die ersten Schritte sind jedenfalls getan. Auch wenn ihr das Rampenlicht der Frauen-EM in England sicher gut getan hätte. Wo laufen die Spiele der Frauen-EM eigentlich im TV? (lin)

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