Ehemaliges BVB-Talent nur Reservist

Ex-Bundesliga-Star Sancho bei Manchester United in der Kritik - „Das ist hier kein FIFA-Spiel“

Jadon Sancho und Ole Gunnar Solskjaer, Trainer von Manchester United, vor der Auswechselbank.
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Jadon Sancho kommt bei Manchester United bislang häufig nur von der Bank.

Jadon Sancho wechselte im Sommer als eines der absoluten Top-Talente im europäischen Fußball zu Manchester United. Dort konnte er bislang nicht an seine Leistungen beim BVB anknüpfen.

Manchester - Sieben Spiele, kein Tor, keine Vorlage: So lautet die überschaubare Bilanz von Jadon Sancho bei seinem neuen Arbeitgeber Manchester United. Seit dem Wechsel von Borussia Dortmund zu den Red Devils im vergangenen Sommer konnte der 21-Jährige noch nicht überzeugen. Lediglich zweimal durfte der Engländer in der Premier League von Beginn an ran – am Samstag (25. September) schmorte er gegen Aston Villa über 90 Minuten auf der Bank.

Ex-Bundesliga-Star Sancho in der Kritik: „Das ist hier kein FIFA-Spiel“

Bei der 0:1-Niederlage im heimischen Old Trafford erhielten unter anderem Mason Greenwood, Bruno Fernandes und ein gewisser Cristiano Ronaldo den Vorzug in der Offensive. Namhafte Konkurrenz – dennoch hatte man in Manchester große Hoffnungen in Sancho gesetzt. Schließlich überwies der Verein rund 85 Millionen Euro an den BVB, um sich die Dienste des Offensiv-Talents zu sichern. Die Erwartungen konnte der Youngster bislang noch nicht erfüllen. Das zieht Kritik nach sich.

„Ich verstehe, dass Sancho noch lernt. Er ist noch jung. Aber das ist hier kein FIFA-Spiel! Es geht nicht nur um Dribblings und darum, zwei, drei, vier Spieler auszutanzen oder um kleine Tricks und so weiter“, sagte Paul Ince The United Stand, dem größten Fan-Kanal des Klubs, in einem Video-Interview.

Der ehemalige Spieler von Manchester United kritisierte insbesondere die Verspieltheit des 21-Jährigen. „Ehrlich gesagt, das macht mich wütend“, führte Ince weiter aus. „Ja, es ist schön, wenn sie klappen, aber bei Spielern wie Sancho und Lingard denke ich immer nur, all diese Tricks – spielt einfach vernünftigen Fußball!“

Kritik an Sancho: BVB-Boss Watzke leidet mit – „Mir tut das in der Seele weh“

Bei seinem Ex-Klub Borussia Dortmund hat man Sanchos Startschwierigkeiten ebenfalls registriert – und leidet mit. „Ich verfolge natürlich, was er macht“, erklärte Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke am Sonntag (26. September) im „Doppelpass“ bei Sport1. „Mir tut das auch in der Seele weh, dass er so wenig berücksichtigt wird“, so der BVB-Boss weiter. In der Bundesliga spielte Sancho groß auf. In 137 Pflichtspielen für den BVB gelangen ihm 50 Tore und 64 Vorlagen.

Ein weiteres Top-Talent, das derzeit in der Bundesliga für Aufsehen sorgt, ist Florian Wirtz. Längst haben die großen Vereine den 18-Jährigen auf ihren Wunschzetteln. Nun hat sich sein Vater und Berater zu einem möglichen Wechsel geäußert. (ph)

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