Präsidentschafts-Bewerber

Jansen: HSV braucht mehr Sportkompetenz

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Möchte HSV-Präsident werden: Marcell Jansen. Foto: Marcus Brandt

Düsseldorf (dpa) - Der frühere Fußball-Nationalspieler Marcell Jansen begründet seine Kandidatur für das Präsidentenamt des Hamburger SV am 19. Januar mit einem Mangel an sportlicher Kompetenz im Verein.

"Das Verhältnis zwischen Wirtschafts- und Sportkompetenz stimmt beim HSV seit Jahren nicht. Im gesamten Verein muss in verschiedenen Gremien die Sportkompetenz nach oben korrigiert werden. Der Verein braucht mehr Balance", bekräftigte der 33-Jährige im Interview mit der "Rheinischen Post" seinen Standpunkt. "Borussia Dortmund hat mit Hans-Joachim Watzke auch einen Mann aus der Wirtschaft an der Spitze - aber daneben gibt es eben auch noch die Ex-Spieler Michael Zorc, Matthias Sammer und Sebastian Kehl."

Den Einfluss von Investor Klaus-Michael Kühne beim finanziell angeschlagenen Zweitliga-Tabellenführer würde Jansen als HSV-Präsident zu begrenzen versuchen. "Ich habe schon als Spieler einen guten Kontakt zu Herrn Kühne gehabt, aber er kennt auch meine Überzeugung: Die Vision und die Identität müssen aus dem Verein selbst kommen und nicht von außen", sagte der gebürtige Mönchengladbacher, der mit der deutschen Nationalmannschaft 2006 und 2010 WM-Dritter geworden war. 2015 hatte er mit 29 Jahren seine Karriere beendet.

Am Samstag wählt die Mitgliederversammlung einen neuen Präsidenten für den Gesamtverein. Neben Jansen bewerben sich der ehemalige Schatzmeister Ralph Hartmann (53) und Jürgen Hunke (75), der das Amt schon einmal ausgeübt hatte. Die Wahl ist notwendig geworden, nachdem der bisherige Amtsinhaber Bernd Hoffmann nur wenige Monate später zum Vorstandschef der ausgegliederten Fußball-AG gewählt worden war. Jansen gilt als Favorit bei der Abstimmung.

Interview bei RP online

Porträts der Kandidaten

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