35-jähriger Stürmer wollte helfen

Polizei vermeldet irrtümlich Tod von Ex-Fußballprofi - er kämpft nach Kopfschuss um sein Leben

Jerge Hoefdraad of Almere City FC
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Ex-Profi Jergé Hoefdraad wurde bei einem Streit in den Kopf geschossen.

Ein ungewöhnlicher Fall wühlt den niederländischen Fußball auf. Ein 35-jähriger Ex-Profi schwebt nach einem Kopfschuss in Lebensgefahr, die Polizei vermeldete fälschlich seinen Tod.

Amsterdam - In der Nacht auf Dienstag gab es viel Wirbel um einen ehemaligen Profifußballer aus den Niederlanden. Der 35-jährige Jergé Hoefdraad, ein ehemaliger Zweitligaprofi und Jugendspieler von Ajax Amsterdam, kämpft nach einem Kopfschuss um sein Leben. Aus bislang noch ungeklärten Gründen setzte die Polizei Amsterdam jedoch einen Tweet ab, in dem der Tod des Ex-Profis bestätigt wurde. Nach der Falschmeldung musste sie nun zurückrudern.

Niederländischer Ex-Profi will Streit schlichten und kämpft mit Kopfschuss um sein Leben - Polizei vermeldet seinen Tod

Im Südosten der niederländischen Hauptstadt kam es am Wochenende zu einer Schießerei zwischen zwei Parteien. Diesen soll Hoefdraad zu schlichten versucht haben, wodurch er selbst Ziel eines brutalen Angriffs wurde. Dem langjährigen Zweitliga-Profi wurde dabei in den Kopf geschossen. Daraufhin gab die Polizei am Montag fälschlicherweise Hoefdraads bekannt, dass er den Verletzungen erlegen sei, die Tageszeitung De Telegraaf berichtete über den Fauxpas.

Wie die Behörde nach der Falschmeldung mitteilte, befinde sich der Hoefdraad „in einem sehr kritischen Zustand im Krankenhaus“. Zudem entschuldigte sich die Polizei via Twitter bei der Familie des Stürmers, der noch in Lebensgefahr schwebt. Wie die Polizei mitteilte, habe sie bereits einen Tatverdächtigen ermittelt. Zu einer Festnahme sei es aber bisher noch nicht gekommen.

Amsterdamer Polizei meldet fälschlicherweise Tod von Ex-Profi - Hoefdraad spielte auch in der Eredivisie

Hoefdraad spielte seit seinem zehnten Lebensjahr für Ajax Amsterdam und wechselte nach acht Jahren in die Jugend des Ligakonkurrenten RKC Waalwijk. Nach kurzer Vereinslosigkeit spielte der Offensivmann für die Zweitligisten Telstar, Almere City sowie den SC Cambuur-Leeuwarden. Für Cambuur lief der der Mann mit den surinamischen Wurzeln auch achtmal in der Eredivisie auf, wobei ihm ein Tor gelang. Im selben Jahr stieg er mit seinem Team als abgeschlagener Letzter ab.

Insgesamt absolvierte der heutige Amateurkicker 241 Spiele in der zweithöchsten niederländischen Spielklasse und bereitete dabei 57 Treffer vor, 23 erzielte er selbst. Seit Juli diesen Jahres spielt der Knipser nach zwei Jahren Pause für den unterklassigen Klub ASC De Volewijckers, der in einem Amsterdamer Stadtteil beheimatet ist. (ajr)

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