Kastrop im tz-Interview

"Die Bayern haben keinen Kratzer in der Schale"

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In der Juni-/­Juli-Ausgabe von Harper’s ­Bazaar gibt’s eine Story über Jessica Kastrop.

München - Sie ist eine der Frontfrauen des deutschen Fernseh-Fußballs: ­Jessica Kastrop. Am Samstag moderierte sie für Sky das Pokalfinale in Berlin direkt vom Spielfeldrand („ein Highlight“).

Das ­Fashion-, Beauty-, Lifestyle- und Living-Magazin Harper’s Bazaar machte mit ihr ein Foto-Shooting plus Story (Juni-/Juli-­Ausgabe). Die faz veröffentlichte ein langes Interview mit Jessica Kastrop über Frauen im TV-Sport. Und die tz sprach mit der Wahl-Münchnerin im Spotlight, im Rampenlicht also, einfach mal nur über Fußball – ganz ohne Frauenfragen. Gut, zugegeben, eine war doch dabei…

Frau Kastrop, was bleibt als Eindruck aus Berlin?

Jessica Kastrop: Es war wie immer der Höhepunkt des Fußball-Jahres, Fans und Mannschaften fiebern doch darauf hin. Natürlich ist der Meistertitel ehrlicher, aber für mich sind die Pokal-Finals die schönsten Spiele. Man sieht ja, welche Strapazen die Fans auf sich nehmen, um dabei zu sein. Diese Finals verkörpern alles, was den Fußball ausmacht, in einem einzigen Spiel.

Wenn Sie auf die Saison zurückblicken: Wie fällt ihr Fazit für die Bayern aus?

Jessica Kastrop: Sie haben definitiv keinen Kratzer in der Schale, sondern sie noch mal ordentlich aufpoliert. Die Diskussion um das System von Pep Guardiola ist auch verstummt. Und man muss ja bedenken, dass die Bayern vor dem vielleicht größten Umbruch ihrer Geschichte stehen. Da kommt ja noch die Verurteilung von Uli Hoeneß dazu – die Auswirkungen können wir nicht abschätzen.

Und wie haben Sie die Dortmunder über die Saison gesehen?

Jessica Kastrop: Der BVB hat sich im Saisonverlauf wieder gefangen – trotz der vielen Verletzten. Deshalb kann man die Leistung gar nicht hoch genug einschätzen. Und zum Pokalfinale: Jürgen Klopp hat auf der Party danach gesagt: Das Leben ist eine Ansammlung von Versuchen. So ist es ja auch. Jürgen Klopp ist übrigens ein erstaunlich guter Tänzer, wie ich beobachten konnte.

Welche Klubs sind noch erwähnenswert?

Jessica Kastrop: Die Schalker mit ihren jungen Spielern und Trainer Jens Keller, der sich trotz der Probleme in der Außendarstellung durchgesetzt hat. Der FC Augsburg natürlich, der hat eine fantastische Saison gespielt. Ein bisschen schade ist es für die Nürnberger, dafür ist ja Köln wieder dabei. Da ­werden sie mit Sicherheit schon Champions-League-­Reisen in Gedanken durchspielen…

Was erwarten Sie von der WM? Vor Monaten war Deutschland Favorit, jetzt sind viele skeptisch…

Jessica Kastrop: Das ist doch typisch deutsch. Und alles deshalb, weil Bayern mit 0:4 gegen Real Madrid ausgeschieden ist. Das WM-Halbfinale ist drin, aber Brasilien und Spanien halte ich für stärker.

Was ist Ihr Tipp fürs Champions-League-­Finale am Samstag?

Jessica Kastrop: Atlético Madrid ist leicht favorisiert, die haben das Momentum, wie man heutzutage sagt. Bei Real Madrid wiederum geht’s in diesem Jahr offenbar nur um La Decima, den zehnten Titel in der Königsklasse.

Eine Frage zum Schluss: Wie waren die Fotos für Harper’s Bazaar?

Jessica Kastrop: Ein aufregendes Shooting, sowas mache ich ja nicht alle Tage. Echt toll. Der Fotograf Pascal Gambarte kam extra aus Paris! Ich bin sehr glücklich mit dem Ergebnis.

Interview: Bernd Brudermanns

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