Jetzt machen wir den nächsten Schritt

+
Michael Ballack, Lukas Podolski, Miroslav Klose, Thomas Hitzlsperger und Bastian Schweinsteiger bejubeln das 1:0 durch Poldi..

Dortmund - Erst wurde gezaubert, dann gezittert. Es war die Kraftprobe, der Härtetest. Und Jogis Jungs bestanden die Prüfung Russland in einem echten Thriller.

Im Schlüsselspiel für die Qualifikation zur WM 2010 bewies die Nationalmannschaft in zwei völlig unterschiedlichen Halbzeiten ihre Qualitäten: Kombinationsspiel und Offensivdrang (Durchgang eins) sowie Kampfgeist und Defensivarbeit (Durchgang zwei). „Wir haben Werbung für den Fußball gemacht“, konstatierte Teammanager Oliver Bierhoff nach dem 2:1 in der Dortmunder Fußball-Oper.

Vor allem betrieb das DFB-Team aber Werbung in eigener Sache. Nach den zuletzt nicht immer überzeugenden Auftritten zeigte Löws Mannschaft, dass man an einem guten Tag auch der aufstrebenden Fußballmacht Russland noch einen Schritt voraus ist. Die Nationalmannschaft machte den nächsten, wichtigen Schritt in ihrer Entwicklung. Dieser Erfolg kann zum ganz wichtigen Mosaikstein auf dem Weg zur WM 2010 werden. Am Optimum sind die Deutschen jedoch noch nicht angekommen – das spricht Michael Ballack mit Blick auf 2010 aus: „Jetzt wollen wir den nächsten Schritt machen!“

Deutschland gegen Russland: Jogis Jungs in der Einzelkritik

Deutschland gegen Russland: Jogis Jungs in der Einzelkritik © 
Starkes Debüt nach Anfangs-Nervosität: Das Gegentor konnte der 23-Jährige nicht verhindern, danach Rettungstat gegen Semak (55.). Wurde dann noch zum erhofften Rückhalt. Vorerst die Nummer 1. Note 2. © dpa
Der Berliner war erst schwer beschäftigt mit dem schnellen Schirkow, später mit Arschawin. Konnte sie nicht immer stoppen. Note 3,5. © dpa
Im 50. Länderspiel im Glück: Fast wäre sein Fehler kurz vor Schluss bestraft worden (88.). Meist Sieger gegen Pogrebnjak. Note 4. © dpa
Hellwach und engagiert, resolut in den Zweikämpfen. Pech beim Kopfball (33.). Rehabilitierte sich für die Patzer in Finnland. Note 3. © dpa
Der Fehler beim 1:2 warf einen Schatten auf eine ansonsten starke Leistung: Hinten und vorne viel unterwegs - ein Aktivposten. Note 2,5. © dpa
Bekam den Vorzug gegenüber Frings - und nutzte die Chance: Wich keinem Zweikampf aus, leitete zudem das erste Tor ein. Note 3. © dpa
Der Kapitän marschierte vorneweg und unterstrich seinen Führungsanspruch. Sehr präsent auf dem Platz - auch in der Spitze: Starker Volleyschuss (8.), Krönung das 39. Tor im 88. Länderspiel. Note 2,5. © dpa
Vom EM-Touristen zur Stammkraft: Wegbereiter zum 2:0, ballsicher, zielstrebig, schussstark: Pech beim Lattentreffer (62.). Note 2. © dpa
Startete gut. Sein überlegtes Zuspiel bei Ballacks Tor war eine Augenweide. Ließ später nach und verlor zu viele Bälle. Note 4. © dpa
Auch ohne Treffer wertvoller Teamworker in vorderster Front. Bereitete das Podolski-Tor vor. Rieb sich bis zur Auswechslung auf. Note 3,5. © dpa
Da war er wieder, der “Deutschland-Poldi“: Erzwang das 1:0, sein 31. Tor im 58. Länderspiel. Beweglich und schussstark, zwang Torhüter Akinfejew zweimal aus der Distanz zu Paraden (34./42.). Note 2. © dpa
Kam kurz vor Schluss für den starken Trochowski. Sollte mit seiner Kampfkraft die Russen stoppen und den Sieg mit verteidigen. Ohne Bewertung. © dpa
Kam für Klose (71.): Konnte sich in der Spitze nicht entscheidend in Szene setzen. Blieb ohne Torgefahr. Ohne Bewertung. © dpa
Simon Rolfes kam in der Nachspielzeit für Hitzlsperger (90.+3), ohne Bewertung. © dpa

Bei aller Spielkunst in Halbzeit eins: Hätte Dzagoev in der 87. Minute anstatt des Pfostens ins Tor getroffen, wäre die Arbeit des Abends zerstört gewesen. „Wir hätten uns auch nicht beschweren können, wenn wir zum Schluss den Ausgleich bekommen hätten“, gibt Ballack zu. Nach dem überragenden ersten Durchgang – den besten 45 Minuten seit dem EM-Viertelfinale gegen Portugal – musste bis zum Schluss gezittert werden. Der Kombinationsfluss ging verloren, die Führung wurde nur noch verwaltet. „Das ist eine Kopfsache. Es ist automatisch so, dass man sich bei einer Führung tiefer stellt und versucht zu kontern – aber am Samstag haben wir gesehen, dass das gegen die Russen nicht geht“, kritisiert Miro Klose.

Die Erkenntnis aus der zweiten Halbzeit: Ins deutsche Spiel muss mehr Konstanz, mehr Stabilität. „Auf dem Weg zur WM 2010 wollen wir noch mal einen Schritt nach vorne machen, um auf einem noch höheren Niveau zu sein als letzten Sommer“, fordert Kapitän Ballack – denn in Südafrika kennt er nur ein Ziel: den Titel. Ballack ergänzt: „Wir haben weiter Potenzial nach oben, müssen uns weiter entwickeln. Das wird noch eine ganz schwere Qualifikation.“

Genau das machte Löw seinen Spielern bereits am Sonntag klar – und wird in den Tagen bis zum Wales-Spiel weiter konzentriert arbeiten. Ballack ist begeistert: „In jeder Einheit, bei jeder Ansprache hat man gespürt, um was es geht.“ Löw profiliert sich, Löw greift durch – und er trifft auch unpopuläre Entscheidungen wie die Ausbootung von Frings und Kuranyi. Auch angesichts der Krise seines ehemaligen Partners Jürgen Klinsmann in München wird immer deutlicher, welche zentrale Rolle der 48-Jährige bereits bei der WM 2006 in Deutschland spielte. Löw ist der Taktik-Fuchs, Löw greift durch – ohne das interne Klima zu vergiften. „Ich habe nichts von schlechter Stimmung in der Mannschaft gemerkt“, lobt Thomas Hitzlsperger den Zusammenhalt, während Heiko Westermann vom spielerischen Niveau begeistert ist: „Die ersten 55 Minuten waren Weltklasse.“

Wie Ballack sieht aber auch Miroslav Klose die Mannschaft nicht am Limit. „So wie wir uns einige Male direkt durchkombiniert haben stellen wir uns Fußball vor. Aber da müssen wir Konstanz reinbringen“, sagt der Stürmer, „das war der erste Schritt. Gegen Wales wartet ein schweres Spiel auf uns. Diese Partie müssen wir genauso angehen wie das Spiel gegen Russland.“ In Gladbach müssen Jogis Jungs nachlegen – sonst ist der Sieg gegen Russland nur noch die Hälfte wert…

ta, mv

Deutschlands erotischste Nationalspieler

Deutschlands erotischste Nationalspieler © 
ballack_bauch_sampics
Keiner ist so sexy wie er: Michael Ballack wurden mit 24 Prozent einer Emnid-Umfrage auf Platz 1 gewählt. Die Partnerbörse amio.de wollte so der Frage nachgehen, welches Mitglied der deutschen Fußballnationalmannschaft am erotischsten ist. © Sampics
ballack_jubelt
Michael Ballack jubelt nach dem EM-Halbfinal-Sieg gegen die Türkei. © dpa
ballack_hochzeit
Der erotischste Fußballer Deutschlands ist vergeben, im Juli 2008 hat Michael Ballack seine Simone gehieratet. © dpa
poldi_nackt
Die Nummer zwei der erotischsten Nationalkicker: Lukas Podolski überzeugte 18 Prozent der befragten Frauen. © dpa
poldi_ball
Immer konzentriert am Ball: Poldi während einer EM-Trainingseinheit am Wörthersee-Stadion in Klagenfurt. © dpa
poldi_prinz_
Nicht Frauen stehen auf Poldi, auch als Werbeträger ist er gefragt: Lukas Podolski und seine Prinzenrolle EM Edition. © dpa
lahm_bauch
Perfekt definierter Waschbrettbauch: Philipp Lahm ist nach Meinung der Befragten die Nummer drei unter den erotischsten Nationalspielern. © dpa
lahm_spielt
Wir sind im Finale: Philipp Lahm nach dem dritten Tor gegen die Türkei im EM-Halbfinale. © dpa
lahm_lacht
Immer ein smartes Lächeln: Philipp Lahm bei einer Pressekonferenz vor seinem 50. Länderspiel (WM-Qualifikation gegen Finnland). © dpa
schweini_bauch
Mit acht Prozent liegt Bastian Schweinsteiger an vierter Stelle der erotischsten Fußballer der deutschen Nationalmannschaft. © dpa
schweini_jubelt
Jubel macht sexy: Bastian Schweinsteiger in Jubelpose beim EM-Spiel gegen die Türkei. © dpa
schweini_cool
Cool mit Sonnenbrille auch am Abend: Sebastian Schweinsteiger am Vorabend im Finale des DFB-Pokals in Berlin im April 2008. © dpa
kuranyi_bauch
Nackte Bauchblicke: Gut, dass viele Fußballer wie Kevin Kuranyi (Platz 5) nach schweißtreibenden Spielen ihr Trikot als Handtuch verwenden. © dpa
kuranyi_jubelt
Der Schalker Kevin Kuranyi freut sich über seinen zweiten Treffer zum 3:0 gegen Hannover 96. © dpa
kuranyi_lacht
Der Kevin lässig und etwas overdressed am Pool. © dpa
gomez_nackt
Gut gebaut und gut gelaunt und auf Platz 6: Der Stuttgarter Spieler Mario Gomez freut sich nach dem Spiel über den 2:0 Erfolg gegen Hannover 96 am dritten Bundesligaspieltag. © dpa
gomez_jubelt
Mario Gomez freut sich über einen Treffer für seinen Verein VfB Stuttgart in der Bundesliga. © dpa
gomez_kopf
Sein Gesicht, seine Ausstrahlung gefallen: Vor allem jüngere Frauen finden Mario Gomez gut. © dpa

Quelle: tz

Auch interessant

Meistgelesen

EM 2020: Austragungsort für DFB-Gruppenspiele steht fest: Deutschland jubelt - „Richtig cool“
EM 2020: Austragungsort für DFB-Gruppenspiele steht fest: Deutschland jubelt - „Richtig cool“
EM-Qualifikation: So endete Deutschland gegen Nordirland
EM-Qualifikation: So endete Deutschland gegen Nordirland
DFB-Einsatz endet mit Fiasko - Üble Diagnose bei Toptalent Waldschmidt
DFB-Einsatz endet mit Fiasko - Üble Diagnose bei Toptalent Waldschmidt
Irre Gehaltserhöhung geboten: Schalke kämpft mit allen Mitteln um FCB-Wunschtransfer
Irre Gehaltserhöhung geboten: Schalke kämpft mit allen Mitteln um FCB-Wunschtransfer

Kommentare