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Wer das Ruder übernehmen könnte

Joachim Löw: Bundestrainer vor DFB-Aus? Sechs Nachfolge-Kandidaten - Einer könnte sofort loslegen

Joachim Löw ist umstrittener denn je. Wer könnte den Bundestrainer bei der deutschen Nationalmannschaft nach der EM 2021 beerben? Wir analysieren die Nachfolge-Kandidaten.

  • Nach Debakel in Spanien: Wie lange bleibt Joachim Löw noch Trainer der deutschen Nationalmannschaft?
  • Der DFB-Coach ist bereits 14 Jahre im Amt. Die Debatte um einen Nachfolger läuft auf Hochtouren.
  • Noch bahnt sich ein Ende der Zusammenarbeit nicht an. Wir analysieren die Anwärter, die Löw beerben könnten.

Frankfurt/München - Seit mehr als 14 Jahren ist Joachim Löw bereits Trainer der deutschen Nationalmannschaft.

Bis er den Rekordhalter ablöst, müsste er allerdings nochmal die gleiche Zeit hinlegen: Mit 28 Jahren war der legendäre Josef („Sepp“) Herberger der Bundestrainer mit der längsten Amtszeit.

Nationalmannschaft: Wie lange darf Joachim Löw noch die DFB-Auswahl betreuen?

Unumstritten ist Löw, der mit dem DFB-Team 2014 in Brasilien den WM-Titel gewinnen konnte, längst nicht mehr. Dem Scheitern bei den Turnieren 2016 und 2018 folgte nun mit der 0:6-Schmach gegen die spanische Auswahl in Sevilla ein Tiefpunkt. Sportlich befindet sich „die Mannschaft“ nun in einer Krise, dazu kommt die ohnehin schwierige Phase, in der viele Fans mit ihrer Auswahl fremdeln: Die nahezu bedeutungslose Nations League und der vollgepackte Terminkalender spielen hier eine Rolle.

Der Zeitpunkt für einen personellen Umbruch in der Nationalmannnschaft Deutschlands erscheint gut, einzig auf der Trainerposition herrscht jedoch Stillstand: Jogi Löw gedenkt nicht, von seinem Amt abzutreten und genießt vom mitgliederstärksten Fußballverband der Welt Rückendeckung. Wie lange bleibt der 60-Jährige noch im Sattel? tz.de hat einige Kandidaten für die Nachfolge (nach der EM 2021) unter die Lupe genommen und deren Chancen bewertet - unabhängig von der Vertragssituation. Schließlich könnte es in manch einem Arbeitspapier ja auch eine Klausel geben, die einen sofortigen Ausstieg erlaubt, wenn der DFB mit dem Posten des Bundestrainers winkt.

Joachim Löw ist seit 2006 Trainer der DFB-Auswahl. Nach der Spanien-Pleite kocht die Debatte um seinen Nachfolge hoch.

DFB-Nachfolger für Jogi Löw? Potenzielle Kandidaten für den Job als neuer Bundestrainer

Jürgen Klopp: Der Erfolgstrainer des FC Liverpool und frühere Bundesliga-Coach von Mainz 05 und Borussia Dortmund gilt als Wunschlösung der deutschen Fußballnation. Der über 1,90 Meter große „Kloppo“ ist als Topmotivator bekannt - und Verfechter eines offensiven Spielstils mit intensivem Pressing. Auch als Schleifer von jungen Talenten hat sich der Kulttrainer einen Namen gemacht. In den vergangenen Jahren konnte er mit den „Reds“ Champions League und Premier League gewinnen. Seit Sommer 2015 ist der 53-jährige Klopp (Vertrag bis 2024) bereits auf der Insel. Wird es da nicht langsam Zeit für eine neue Herausforderung? tz.de-Wahrscheinlichkeit auf die Löw-Nachfolge: 50 Prozent.

Hansi Flick: Als Nachfolger von Niko Kovac ist der langjährige „Assi“ von Joachim Löw und heutige Trainer des FC Bayern innerhalb eines Jahres von der Interimslösung zu einem der renommiertesten Übungsleiter Europas aufgestiegen: Mit den Münchnern konnte Flick im Sommer 2020 das Triple an die Säbener Straße holen. Der gebürtige Heidelberger gilt als entspannter Coach, hat beim deutschen Rekordmeister jedoch im Frühjahr 2020 einen neuen Vertrag mit Laufzeit bis Juni 2023 unterschrieben. Kommt es dennoch zum Paukenschlag? tz.de-Wahrscheinlichkeit auf die Löw-Nachfolge: 15 Prozent.

Thomas Tuchel: Der 47-Jährige hat eine ähnliche Vita wie Klopp. Die ersten Sporen als Bundesliga-Trainer hat er in Mainz gesammelt, ehe es von dort aus zum BVB ging. Dann jedoch folgte kein Wechsel nach Großbritannien, sondern zum Scheichklub Paris St. Germain. Dort soll Tuchel, der mit den Franzosen im CL-Endspiel am FCB scheiterte, jedoch nicht mehr allzu glücklich sein. Eine Trennung zum Ende der laufenden Saison bahnt sich derzeitigem Stand zufolge an. Der auslaufende Vertrag wird wohl nicht verlängert. tz.de-Wahrscheinlichkeit auf die Löw-Nachfolge: 60 Prozent.

Nationalmannschaft bald mit neuem Bundestrainer? Was für Rangnick und Kuntz spricht

Ralf Rangnick: Der Fußball-„Professor“ ist seit seinem Abschied von RB Leipzig vor einigen Monaten aktuell ohne Tätigkeit im Profibereich, jedoch als TV-Experte ziemlich gefragt. Zuletzt wurde er im „Doppelpass“ von Sport1 gelobt, weil seine Mannschaften außergewöhnliche taktische Kenntnisse besitzen und das auch für Schiedsrichter eine besondere Herausforderung darstellte. Der 62-Jährige hat zudem einen besonderen Blick für den Nachwuchs und könnte mit einer Berufung als Bundestrainer seiner Karriere einen würdigen Abschluss verleihen. tz.de-Wahrscheinlichkeit auf die Löw-Nachfolge: 70 Prozent.

Stefan Kuntz: Ein legitimer Anwärter auf den Posten als Bundestrainer der deutschen Nationalmannschaft ist der aktuelle Coach der U21-Auswahl. Dort leitet der frühere Angreifer des 1. FC Kaiserslautern und DFB-Auswahlspieler seit 2016 die Geschicke. Mit dem deutschen Nachwuchs konnte der 58-Jährige ein Jahr darauf bei der Europameisterschaft den Titel holen, als Spieler der A-Mannschaft gelang ihm das auch bei der EM 1996. Ein Vorteil: Wie Flick kennt auch Kuntz die Strukturen des DFB durch seine langjährige Tätigkeit im Trainerstab. tz.de-Wahrscheinlichkeit auf die Löw-Nachfolge: 50 Prozent.

Jupp Heynckes: Eher scherzhaft fordern manche auch ein Engagement des Ex-FC-Bayern-Trainers. Dessen Ehefrau hat mittlerweile mehr Ruhe, nachdem der Rekordmeister mit Hansi Flick einen erfolgreichen Übungsleiter und Triple-Nachfolger installiert hat. Denkbar ist höchstens, dass Heynckes für einen gewissen Zeitraum als Statthalter fungiert, weil ein entsprechender Kandidat den Job beim DFB nicht sofort annehmen kann. tz.de-Wahrscheinlichkeit auf die Löw-Nachfolge: 1 Prozent. (PF)

Rubriklistenbild: © Ronny HARTMANN / AFP

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