Viele Fragen ums DFB-Team

Löws Trainings-Test: Alles im roten Bereich

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Noch grübelt Jogi Löw über die Startelf.

Santo André - Am Montag startet die DFB-Elf ins WM-Turnier. Viele Fragen sind offen: Wie erlebt man die Hitze? Gibt es eine Startelf? Wo spielt Lahm? Die Antworten.

Nun ist auch der Trainer richtig angekommen! Jogi Löw sprach gestern zum ersten Mal im DFB-Camp von Santo André, schickte herzliche Grüße nach Deutschland und ein paar nette Worte in Richtung Marco Reus, „den wir hier alle sehr vermissen“. Der Bundestrainer gab seine ersten Eindrücke vom Aufenthalt am Atlantik wieder, lobte die Bedingungen vor Ort, die kurzen Wege, die Organisation. Und er sprach über das, was ganz Fußball-Deutschland interessiert – den sportlichen Stand seiner Superstars. Die tz war dabei, hier kommen die Antworten auf die zentralen Fragen wenige Tage vor dem ersten DFB-Auftritt gegen Portugal.

Wie kommen die Spieler mit den Bedingungen zurecht? Man hat sich akklimatisiert! Löw sprach davon, dass „man das hier mal erleben, einfach mal spüren musste“ und meinte damit die hohen Temperaturen zur Mittagszeit. Die erste Einheit zur Anstoßzeit um 13 Uhr war dabei sehr wichtig. „Wir haben nahezu zwei Stunden trainiert, wir wollten in den roten Bereich vordringen.“ So kennt jeder seine Grenzen und lernt mit seinen Kräften hauszuhalten.

Ist die DFB-Elf bereit für Portugal?  Der Mannschaftsstab hat den Gegner eingehend analysiert, Spieler wie Moutinho, Vierinha, Nani und natürlich Ronaldo genau beobachtet. Löw nennt Portugal „den Weltmeister im Konterspiel“ und fordert speziell seine Abwehrspieler auf, zu jeder Zeit die volle „Aufmerksamkeit und Wachsamkeit“ zu zeigen, da die Portugiesen mitunter blind ihre schnellen Offensivspieler einsetzen.

Wie geht Löw mit dem Überangebot an Topstars im Mittelfeld um? Der Bundestrainer will keinerlei Klagen über eine Nichtberücksichtigung für die Startelf aufkommen lassen, redet von einer „ersten 14“, statt von einer ersten Elf. Er sagt: „Wir haben keine Stammspieler, wir haben WM-Teilnehmer. Alle müssen in Alarmbereitschaft sein. Wir haben Spezialkräfte, die den Unterschied ausmachen.“ Für den Coach ist mit Blick auf die Hitze klar: Die Startelf bearbeitet Portugal, die Einwechselspieler vollenden. „Es ist keine Strafe, vielleicht sogar ein Vorteil, wenn man nicht von Beginn an spielt.“

Wo spielt Lahm, wer stoppt Ronaldo? Was sich zuletzt angedeutet hat, bestätigte der Trainer gestern: „Gegen Armenien hat Philipp Lahm von Beginn an im Mittelfeld gespielt, ich bin sicher, dass das die Lösung sein wird für Montag.“ Er machte deutlich, dass es grundsätzlich „selbstverständlich vorstellbar“ ist, ihn gemeinsam mit Bastian Schweinsteiger dort spielen zu lassen. Hinten rechts wird gegen Portugal Jerome Boateng spielen. Es sei ein Vorteil, dass er dort in der Vergangenheit bereits gut gegen Cristiano Ronaldo ausgesehen hat.

Wieder eine Antwort mehr auf die vielen Fragen in Santo André…

mic

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