Was macht er da?

Jogis allerletzte Niederlage: Unangenehmer Cola-Moment auf Pressekonferenz

Joachim Löw beendet seine Ära als Bundestrainer mit einer bitteren Niederlage gegen England. Auf der anschließenden PK wollte dann auch nicht alles funktionieren.

London - Aus, Schluss, vorbei: Deutschland ist gegen England aus der EM* ausgeschieden. Am Ende stand es 0:2. Für Joachim Löw war es das 198. Spiel als Bundestrainer, es setzte die 34. Niederlage. Nach 15 Jahren tritt unser Weltmeister-Macher nun ab und macht Platz für Hansi Flick.

Was sich Löw* zum Ende seiner Amtszeit vorwerfen lassen muss: Eine gewisse Sturheit in Sachen Formation, Personal und vor allem: Wechsel. Viele Fans und Experten hätten sich im Achtelfinale gegen England früher Impulse von der Bank erwünscht. Auch in den vorherigen Spielen vertraute der Bundestrainer* seiner Startelf lange.

Joachim Löw: Coca Cola bei der Pressekonferenz? Bundestrainer scheitert am Kronkorken

Sei‘s drum: Jogi Löw verlässt den DFB nun, möchte erstmal Abstand gewinnen. Das bestätigte er auf seiner Abschieds-Pressekonferenz am Mittwoch. Zuvor gab es für ihn noch eine PK - nämlich die nach dem Achtelfinale im Wembley Stadium. Und dort kam es zu einem Moment, der den Zuschauer peinlich berührt zurücklässt. Im Video oben ist er komplett zu sehen.

Pressesprecher Jens Grittner fragt: „Rob, can yo hear us? Rob Perez?“ Während der englischsprachige Reporter offenbar noch Probleme mit der Technik hat, fehlt auch dem Bundestrainer der richtige Ansatz. Denn als er auf die Frage wartet, bekommt er offensichtlich Durst - und greift nach einer Cola. Die Flaschen, die bei den PKs auf dem Podium stehen, haben bei dieser EM* ja schon häufiger für Schlagzeilen gesorgt. Und auch dieses Mal soll das Zucker-Getränk eine Hauptrolle spielen, denn: Löw verzweifelt am Kronkorken!

Jogi Löw will bei der PK nach dem EM-Achtelfinale eine Cola trinken

Der Bundestrainer greift immer wieder an den Flaschenhals, versucht, den Verschluss aufzudrehen. Aber klar, das ist bei einem Kronkorken nicht möglich. Der 61-Jährige bemerkt das natürlich, sieht sich auf dem Tisch nach einem Flaschenöffner oder ähnlichem um. Gleichzeitig versucht er etwas gedankenverloren aber doch immer wieder, die Flasche irgendwie mit einer Drehbewegung - wie bei einem Schraubverschluss - zu öffnen. Er scheitert. Jogis allerletzte Niederlage!

Als Zuschauer möchte man ihm fast zurufen: „Nimm‘ doch die zweite Flasche und versuch‘s damit.“ So hatte schließlich auch der russische Nationaltrainer Erfolg. Löw sieht dann ein, dass es mit seinem Getränk nicht klappt. Er stellt die Flasche zur Seite.

Rob Perez, der Reporter, hat inzwischen doch den Knopf für sein Mikro gefunden. Und plötzlich kommt auch der Bundestrainer ans Ziel: Kurz bevor der Journalist seine Frage stellt, hört man im Hintergrund das langersehnte Geräusch: Das Zischen einer Flasche, die geöffnet wird. Einen Augenblick später wird Löw eine Cola gereicht, er nickt zum Dank und nimmt danach direkt den ersten Zug.

EM 2021: Löws Cola-Moment - Fiese Reaktionen im Netz

Der Cola-Moment als Spiegel für das Sportliche? Jogi scheiterte 2008, 2010 und 2012 bei Welt- und Europameisterschaften. 2014 gab es doch noch das Happy End mit dem lang ersehnten Titel*.

Die Reaktionen im Netz sind jedenfalls bissig: Ein Nutzer schreibt auf Twitter: „Am Ende stellt sich die Frage, ob man ein funktionierendes System und einen durchdachten Matchplan wirklich von einem Mann erwarten kann, der zehn Sekunden lang versucht, einen Kronkorken aufzudrehen.“ Letztlich bekam Löw aber seine Cola. Um es mit den Worten von ARD-Moderatorin Jessy Wellmer zu halten, die beim Interview unmittelbar nach der England-Pleite zu Jogi sagte: „Ende gut, alles gut.“ (akl) *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Rubriklistenbild: © Screenshot/UEFA

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