Suche nach neuem Bundestrainer

Löw-Nachfolge: Jetzt bringt sich ein Weltmeister selbst ins Gespräch - „Würde es mir überlegen“

Lothar Matthäus (l.) bietet sich als Bundestrainer Jogi Löw (r.) an.
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Lothar Matthäus (l.) bietet sich als Bundestrainer Jogi Löw (r.) an.

Seit Löws Rücktritts-Ankündigung läuft die Suche nach einem neuen Bundestrainer. Ein Weltmeister von 1990 bot sich selbst für den Posten beim DFB an.

München - Fußball-Deutschland ist nach dem angekündigten Rücktritt von Jogi Löw als Bundestrainer derzeit auf der Suche nach einem passenden Nachfolger. Die ersten prominenten Kandidaten wie Jürgen Klopp oder Julian Nagelsmann sagten bereits ab, während andere Trainer Eigenwerbung betreiben.

DFB: Weltmeister bringt sich als Trainer ins Gespräch - „Ein Beckenbauer wollte 1984 auch nicht...“

Der langjährige Bundesliga-Coach und -Sportdirektor Ralf Rangnick brachte sich bei Sky selbst ins Gespräch, Klopp hatte sich ebenfalls für den Schwaben ausgesprochen. Der legendäre Rekord-Nationalspieler Lothar Matthäus betrieb nun ebenfalls Eigenwerbung und bot dem Verband seine Dienste an. Im Podcast „Bayern Insider“ von Bild zog der 59-Jährige einen interessanten Vergleich mit seinem ehemaligen Trainer in der Nationalmannschaft.

„Der DFB wird entscheiden. Wenn irgendwann die Frage auf mich zukommt vonseiten der Verantwortlichen, musst du dir natürlich trotzdem Gedanken machen“, meinte der Welt- und Europameister. Offenbar wäre der heutige TV-Experte Matthäus bei einer eventuellen Anfrage nicht abgeneigt und erinnert sich an seine Zeit als Spieler zurück, als die Nationalmannschaft einem besonderen Trainer-Debütanten anvertraut wurde.

„Ein Franz Beckenbauer wollte 1984 auch nicht Teamchef werden, sondern hat es im Endeffekt gemacht, auch auf einen gewissen Druck hin“, erinnert sich Matthäus. „Wenn ich diesen spüre und er positiv ist, würde ich es mir überlegen“, fügt der ehemalige Weltfußballer hinzu. Beckenbauer übernahm die Nationalelf ohne jegliche Erfahrung, kam bei der WM 1986 bis ins Finale und gewann vier Jahre später in Italien die Weltmeisterschaft.

DFB: Lothar Matthäus bisher als Trainer erfolglos - Experten-Job verhindert wohl weiteres Engagement

Der damalige Kapitän hieß Lothar Matthäus, doch der Franke ist angesichts seiner mäßigen Statistik als Übungsleiter wohl kein Anwärter für die Löw-Nachfolge. Als bulgarischer und ungarischer Nationaltrainer verpasste er jeweils die Qualifikation für ein Turnier, auch seine Intermezzi als Vereinscoach in Österreich, Serbien, Israel und Brasilien waren mehr von Kurzlebigkeit als von Erfolg geprägt.

Matthäus ist offenbar interessiert daran, den DFB beim Neuanfang nach der EM 2021 zu unterstützen. Doch sein aktueller Job als Sky-Experte würde eine Anstellung als Trainer wohl verhindern, der 59-Jährige habe aktuell „eine ganz andere Planung“ und verlängerte seinen Vertrag beim Pay-TV-Sender um weitere zwei Jahre, wie er bei Sky90 erzählte. (ajr)

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