Gegen Wales mussein Dreier her – ob mit oder ohne Ballack

Jogis Kampf gegen den roten Drachen

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Angespannt: Der Gegner mit der Drachenflagge wird ein hartes Stück Arbeit, weiß Jogi Löw.

Mönchengladbach - Mittlerweile ist die deutsche Nationalmannschaft acht Tage in Düsseldorf – und bastelt unter Hochdruck an der WM-Qualifikation.

Gegen die Turbo-Russen legte man den Grundstein, heute (20.45 Uhr/ live im ZDF) muss dieser Sieg mit einem Dreier gegen Wales vergoldet werden. Am Samstag vibrierte die Luft in Dortmund vor Spannung – nun warten in Gladbach die mauernden Insel-Kicker, die Nationalflagge mit dem roten Drachen im Rücken. Der Auftrag für das vierte WM-Quali-Spiel auf dem Weg nach Südafrika: Erlegt den roten Drachen!

Deutschland gegen Russland: Jogis Jungs in der Einzelkritik

Deutschland gegen Russland: Jogis Jungs in der Einzelkritik © 
Starkes Debüt nach Anfangs-Nervosität: Das Gegentor konnte der 23-Jährige nicht verhindern, danach Rettungstat gegen Semak (55.). Wurde dann noch zum erhofften Rückhalt. Vorerst die Nummer 1. Note 2. © dpa
Der Berliner war erst schwer beschäftigt mit dem schnellen Schirkow, später mit Arschawin. Konnte sie nicht immer stoppen. Note 3,5. © dpa
Im 50. Länderspiel im Glück: Fast wäre sein Fehler kurz vor Schluss bestraft worden (88.). Meist Sieger gegen Pogrebnjak. Note 4. © dpa
Hellwach und engagiert, resolut in den Zweikämpfen. Pech beim Kopfball (33.). Rehabilitierte sich für die Patzer in Finnland. Note 3. © dpa
Der Fehler beim 1:2 warf einen Schatten auf eine ansonsten starke Leistung: Hinten und vorne viel unterwegs - ein Aktivposten. Note 2,5. © dpa
Bekam den Vorzug gegenüber Frings - und nutzte die Chance: Wich keinem Zweikampf aus, leitete zudem das erste Tor ein. Note 3. © dpa
Der Kapitän marschierte vorneweg und unterstrich seinen Führungsanspruch. Sehr präsent auf dem Platz - auch in der Spitze: Starker Volleyschuss (8.), Krönung das 39. Tor im 88. Länderspiel. Note 2,5. © dpa
Vom EM-Touristen zur Stammkraft: Wegbereiter zum 2:0, ballsicher, zielstrebig, schussstark: Pech beim Lattentreffer (62.). Note 2. © dpa
Startete gut. Sein überlegtes Zuspiel bei Ballacks Tor war eine Augenweide. Ließ später nach und verlor zu viele Bälle. Note 4. © dpa
Auch ohne Treffer wertvoller Teamworker in vorderster Front. Bereitete das Podolski-Tor vor. Rieb sich bis zur Auswechslung auf. Note 3,5. © dpa
Da war er wieder, der “Deutschland-Poldi“: Erzwang das 1:0, sein 31. Tor im 58. Länderspiel. Beweglich und schussstark, zwang Torhüter Akinfejew zweimal aus der Distanz zu Paraden (34./42.). Note 2. © dpa
Kam kurz vor Schluss für den starken Trochowski. Sollte mit seiner Kampfkraft die Russen stoppen und den Sieg mit verteidigen. Ohne Bewertung. © dpa
Kam für Klose (71.): Konnte sich in der Spitze nicht entscheidend in Szene setzen. Blieb ohne Torgefahr. Ohne Bewertung. © dpa
Simon Rolfes kam in der Nachspielzeit für Hitzlsperger (90.+3), ohne Bewertung. © dpa

Auf dem Papier ist Wales ein kleiner Gegner. Fällt es nach dem Highlight Russland schwer, die Waliser ernst zu nehmen? Nein! „Es gibt keine Motivationsprobleme. Das ganze Land schaut zu, ob einer Leistung bringt. Jeder strengt sich an“, sagte Philipp Lahm zur tz. Ein Spaziergang wird das allerdings nicht – glaubt auch Manager Bierhoff: „Wir haben uns das Spiel der Waliser gegen Russland angeschaut, dort hätte Wales in Führung gehen müssen“, so Bierhoff. „Wir werden gegen Wales 100 Prozent Einsatz benötigen.“

Dabei gilt es, ein wahres Defensiv-Bollwerk (nur zwei Gegentore in drei Spielen) zu knacken. Für die Deutschen heißt das: schnelles, sicheres Kombinationsspiel bis sich die Lücken auftun. Und so oft wie möglich in den Rücken der gegnerischen Abwehr stoßen, um Klose, Podolski, Helmes oder Gomez mit Anspielen zu füttern. Die Hauptaufgabe: Ein schnelles 1:0 – dann dürfte die deutsche Torfabrik (Jogis Jungs stellen mit England die beste Offensive der WM-Quali) warmlaufen.

Dass es gegen Wales aber auch anders laufen kann, haben die DFB-Kicker zuletzt am 21.11.2007 erlebt. „Da haben wir 0:0 gespielt“, erinnert sich Philipp Lahm an das Katastrophen-Spiel mit anschließender Pfeiforgie in Frankfurt, „wir sind gewarnt, dass wir oft nach guten Spielen nicht übezeugt haben“.

Personell dreht sich alles um Kapitän Michael Ballack, beziehungsweise dessen lädierte Wade. Oliver Bierhoff mochte am Dienstag noch „keine Prognose“ abgeben. Die medizinische Abteilung arbeite intensiv daran, dass Ballack „fit wird und hundertprozentig zur Verfügung stehen kann“. Löw glaubt: „Die Chancen stehen bei 50:50.“

Wer mit wem? Die Spielerfrauen der Fußballer

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Sarah Brandner ist die Lebensgefährtin von Bastian Schweinsteiger. © dpa
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Auch wenn sie sich in der Öffentlichkeit selten blicken lassen: Hinter jedem starken Kicker steht eine starke Frau - wie hinter Luca Toni seine Marta Cecchetto. © dpa
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Sie ist quasi die "Mutter" aller Spielerfrauen: Victoria Beckham. © dpa
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Ihr deutsches Pendant: Verena Kerth, Ex-Freundin von Oliver Kahn, dominierte lange die Spielerfrauen-Welt, ist inzwischen aber wieder passé. © dpa
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Simone Kahn, die er 1999 heiratete, ist jetzt wieder Oliver Kahns Herzdame. © dpa
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Auch Franck Ribéry präsentiert seine Ehefrau Wahiba gerne in der Öffentlichkeit - kann er durchaus. © Sigi Jantz
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Luca Tonis Freundin Marta Cecchetto macht auch im Wiesn-Dress eine gute Figur. © Sigi Jantz
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Gruppenbild mit Damen. Die damaligen Frauen/Freundinnen bei der WM 2006 von ... vorn v.l. Jansen, Hitzlsperger, Lahm, Frings, Hanke, Borowski, Unbekannte. Zweite Reihe v.l. Klose, Podolski, Odonkor, Schneider, Nowotny. © dpa
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Jenny, die Freundin von Nationalstürmer Mike Hanke. © dpa
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Simone Ballack, die Gattin des Nationalelf-Kapitäns. Die beiden haben im Juli geheiratet. © dpa
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Suzan, Ehefrau von Nationalelf-Flügelflitzer David Odonkor. © dpa
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Linn steht Hertha-Verteidiger Arne Friedrich zur Seite. © dpa
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Die Fraktion der Ex-Bayern-Spieler: Karolina ist die Frau von Valerien Ismael. © dpa
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Natascha Jancker, Frau des Ex-Bayern-Torjägers, der jetzt in Österreich seine Brötchen verdient. © dpa
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Sebastian Deisler hat vor kurzem seine Karriere beendet, aber ist seiner Eunice treu geblieben. © dpa
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Cintia, Ehefrau von Giovane Elber. © Sigi Jantz
Und so sieht eine Spielerfrau MIT Spieler aus: Sarah Brandner und Bastian Schweinsteiger knipsen sich bei der Bayern-Meisterfeier 2008 höchstselbst. © dpa

Beim Abschlusstraining des Vize-Europameisters konnte der Chelsea-Star gestern Abend nicht mitwirken. Sollte Ballack ausfallen, hätte Löw mit dem gegen Russland rausrotierten Torsten Frings, Thomas Hitzlsperger sowie dem Leverkusener Simon Rolfes und Schalkes Jermaine Jones gute Alternativen fürs zentrale Mittelfeld.

Ballack, Frings und dann lange nichts – das war einmal. Thomas Hitzlsperger spricht von einem „großen Konkurrenzkampf, bei dem es keine Einsatzgarantien“ mehr gebe. „Das Wort Stammspieler kann man nicht mehr gebrauchen. Es kann fast keiner mehr in Anspruch nehmen, Stammspieler zu sein“, erklärt Hitzls-perger Löws Philosophie.

Fernab jeder Personaldiskussion sagt Miro Klose: „Wichtig ist, dass wir drei Punkte haben, wenn der Schiedsrichter abpfeift.“

Ob mit oder ohne Ballack…

Flitzer auf dem Fußballplatz

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Bei der WM 2006 waren die vielen Flitzer, die die Sicherheitshürden überwinden und aufs Feld rennen konnten, ein echtes Ärgernis. Bei der EM 2008 hat es nur einer auf den Rasen geschafft, der da nicht hingehört: Ein kroatischer Fan enterte den Platz, als Gastgeber Österreich gegen sein Heimatland spielte. In den letzten zehn Jahren gab es aber immer wieder Flitzer jeden Geschlechts bei Fußballspielen jeder Art ... © dpa
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In der Fußball-Regionalliga Nord tauchte am letzten Spieltag dieser Saison ein Flitzer in der Begegnung zwischen 1. FC Union Berlin und Rot-Weiß Oberhausen auf. Der Oberhausener Spieler Tim Kruse schaut den Ordnern zu, die den unbekleideten Mann überwältigen. © dpa
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Fußball-Freundschaftsspiel des FC Bayern München gegen den FC Barcelona am 15.08.2007 in der Münchner Allianz-Arena: Ein sportlicher Ordner versucht während des Spiels einen Flitzer zu fangen. © dpa
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WM 2006, Italien gegen Frankreich: Ein Flitzer versucht während der Halbzeit im Berliner Olympiastadion, das Spielfeld zu erreichen. Vergebens. © dpa
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WM 2006, Togo gegen die Schweiz: Ein Schweizer Fan rennt über den Platz im Dortmunder WM-Stadion. © dpa
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WM 2006, Brasilien gegen Kroatien: Ein kroatischer Fan schafft es auf den Rasen und fällt vor dem Spieler Dado Prso auf die Knie. © dpa
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WM 2006, öffentliches Training Niederlande: Ein mit Pandamaske und orangefarbenem T-Shirt bekleideter Flitzer stört die niederländische Nationalmannschaft. © dpa
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Ein Flitzer wird am 16.04.2005 im Westfalenstadion in Dortmund von Ordnungskräften vom Spielfeld geführt. © dpa
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Im Vorfeld war diese Szene im Spiel Borussia Dortmund gegen Arminia Bielefeld zu beobachten. © dpa
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Schweizer Flitzer im Jahre 2004. Damals spielten die BSC Young Boys gegen den Servette FC im Genfer Stadion. © dpa
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August 2002 und ein unvergessenes Motiv: Ein Flitzer grüßt Oliver Kahn. © dpa
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Als im Mai 2002 Bayer 04 Leverkusen gegen Real Madrid spielte, läuft ein schottischer Flitzer über den Rasen. Ort des Geschehens: der Hampden Park von Glasgow. Und immerhin handelt es sich um ein Champions-League-Finale. © dpa
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Weihnachten 1998: Middlesbrough-Spieler Paul Gasgoigne mit Teamkollege Robbie Mustoe sichtlich unsicher ob eines exhibitionistischen weiblichen Fans. © dpa

Quelle: tz

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