tz Experte Mirko Calemme

Juventus Turin: Die Alte Dame und ihre vielen Kleider

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Die Spieler von Juve nach dem Spiel gegen Napoli.

München - Die große alte Dame wechselt ihr System wie andere ihre Kleider. Warum genau das beim Spiel gegen den FC Bayern gefährlich werden könnte, erklärt tz-Experte Mirko Calemme.

Die Verletztenplage bei Juve nimmt kein Ende. Am Mittwoch gab der Klub bekannt, dass auch Alex Sandro beim Hinspiel gegen die Bayern nicht zur Verfügung stehen wird. Der Verteidiger wird aufgrund einer Muskelverletzung bis zu zehn Tage fehlen. Für die Turiner wiegt der Ausfall schwer, da nun lediglich noch Evra auf dem linken Flügel auflaufen kann. Massimiliano Allegri bleibt dennoch optimistisch. „Sandro könnte gegen die Bayern wieder zur Verfügung stehen, aber das interessiert uns jetzt alles nicht. Wir denken nur an Bologna“, so der Juve-Coach.

Gute Nachrichten gibt es auch: Mario Mandzukic ackert wie ein Irrer, um gegen seinen Ex-Klub fit zu sein. Aus Turin heißt es, dass er es schaffen wird. Die ganz große Überraschung heißt aber Giorgio Chiellini: Seine Wadenblessur wird täglich besser und vonseiten der Ärzte heißt es, dass er nicht bei 100 Prozent sein wird, gegen die Roten aber spielen kann. Wobei Allegri ihn auch so spielen lassen dürfte.

Der Allenatore hat ohnehin schon bewiesen, dass er sich mittels unterschiedlicher Systeme und Spieler an jeden Gegner anpassen kann. Die Alte Dame begann die Saison im Wechsel zwischen Contes 3-5-2 und dem 4-3-1-2, bei dem der sogenannte Trequartista (früher Hernanes, heute Pereyra) entscheidend war. Außerdem nutzte Conte auch ein klassisches 4-3-3, um Cuadrados Schnelligkeit über außen zu fördern. In jedem System von fundementaler Bedeutung: Paul Pogba.

Während Juves bester Siegesserie der Saison (und der Klubgeschichte) wurde das 3-5-2 unantastbar. Mit diesem System errang Juventus 14 Triumphe in Serie und leitete damit eine Aufholjagd ein, die den Klub nach einem katastrophalen Start in die Saison wieder an die Spitze der Serie A beförderte. Die Abwehr aus Chiellini, Barzagli und Bonucci erwies sich als unüberwindbar und hat seit sechs Partien kein Gegentor mehr zugelassen. Vorne hat Dybalas Explosion sowohl Mandzukic, als auch Morata, der nach der Verletzung des Kroaten wieder in die Startelf rückte, entlastet.

Nach so vielen Siegen haben viele erwartet, dass die Systemwechsel ein Ende haben, just im wichtigsten Spiel gegen Napoli trat die Alte Dame aber wieder in einem anderen Kleid auf. Der Grund: Neapels Dreizack bestehend aus Higuain, Calejon und Insigne musste aus dem Spiel genommen werden, und da Cheillini fehlte, ließ Allegri seine Mannschaft in einem 4-4-2 auflaufen, das Napoli so gut wie keine Räume ließ und zudem nach vorne gefährlich wurde. Gegen die Bayern könnte Allegri ein ähnliches System aufbieten, wobei vieles am Gesundheitszustand der Spieler (vor allem Chiellinis) hängt. Fest steht: Egal was passiert, Juve wird sich anzupassen wissen. Das ist die neue Kunst in Turin.

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