Kadernominierung:

Das sind Löws Wackelkandidaten

Der Countdown läuft: Bundestrainer Joachim Löw wird am Donnerstag mitteilen, welche Spieler im erweiterten Kader für die WM in Brasilien stehen.

Dabei gibt es angesichts von Verletzungen und starken Formschwankungen einiger Nationalspieler immer noch viele Fragezeichen. Doch wer sind die Wackelkandidaten? Und wie sind ihre Chancen auf ein WM-Ticket?

Das größte Sorgenkind ist der Sturm. Die Verletzungsmisere der beiden nominellen Stoßstürmer Miroslav Klose und Mario Gomez bereitet Löw schon seit Monaten arge Kopfschmerzen. Gomez hat seine langwierige Knieverletzung immer noch nicht ganz auskuriert und wird in dieser Saison im Trikot des AC Florenz wohl kein Spiel mehr absolvieren. Auch wenn sich 28-Jährige weiter optimistisch gibt, wäre eine Berufung von Gomez in den deutschen WM-Kader eine große Überraschung. Es fehlt einfach an der nötigen Spielpraxis und wenn Gomez, der zuletzt im August das DFB-Trikot trug, spielte, konnte er in dieser Saison nur selten überzeugen.

Klose im WM-Kader zu erwarten

Im Fall von Klose sieht die Sachlage anders und besser aus. Der routinierte Goalgetter steht nach überwundener Oberschenkelzerrung bei Lazio Rom unmittelbar vor seinem Comeback und der 35-Jährige wird wohl auch von Löw mit großer Wahrscheinlichkeit in den Kader berufen. Auch wenn Löw damit ein Wagnis eingehen würde, ist Klose – nicht zuletzt dank seiner Verdienste im Deutschlandtrikot – eine Leitfigur im Nationalteam. Außerdem verbleibt noch genügend Zeit, um den Stürmer noch rechtzeitig bis zur Weltmeisterschaft fit zu bekommen. Im schlimmsten Fall könnte Löw Klose bei der endgültigen Benennung seines Kaders noch aussortieren.

Nicht umsonst hatte der Bundestrainer bereits vor einiger Zeit verlauten lassen, dass er bei seiner Nominierung einige Ausnahmefälle geben wird, in denen er von seinem Grundprinzip abrückt, nur Spieler zur WM mitzunehmen, die 100 Prozent fit und maximal belastbar sind. Neben Klose wird die Ausnahmeregelung mit ziemlicher Sicherheit auch für Sami Khedira gelten.

Gute Nachrichten von Khedira und Arsenal-Trio

Der defensive Mittelfeldspieler fiel mit Kreuzbandriss ein halbes Jahr lang aus, stand zuletzt aber wieder im Kader von Real Madrid. Khedira wird aber als einziger WM-Fahrer verspätet ins DFB-Trainingslager (21. bis 30. Mai in Südtirol) stoßen, da er mit Real noch am 24. Mai das Finale in der Champions League gegen den Stadtrivalen Atletico Madrid bestreitet. Hier könnte Khedira den gesperrten Xabi Alonso vertreten.

Die jüngsten Fortschritte von Khedira sind für Löw aber nicht der einzige Lichtblick. Denn auch das Arsenal-Trio um Mesut Özil, Luks Podolski und Per Mertesacker zeigt sich zuletzt verbessert. Allen voran Özil, dessen Formkurve nach einer knapp einmonatigen Verletzungspause wieder nach oben zeigt, und Podolski, der seinen Torriecher offenbar wiedergefunden hat, konnten überzeugen.

Viele Wackelkandidaten in der Defensive

Aber Löw muss noch einige verletzungsbedingte Absagen fürchten. Zu den Wackelkandidaten gehören derzeit Sven Bender, der wegen einer Schambeinentzündung rund zehn Wochen ausfiel, sowie Marcell Jansen, der lange wegen einer Sprunggelenkverletzung außer Gefecht war und sich zudem im Trikot des abstiegsbedrohten HSV nicht in Bestform präsentierte.

Ob Löw die beiden Abwehrspieler Benedikt Höwedes und Marcel Schmelzer am Donnerstag für den Kader nominiert, ist ebenfalls noch fraglich. Beide haben gerade erst ihre Muskelverletzungen überstanden und sind ins Mannschaftstraining eingestiegen. Doch vor allem aufgrund mangelnder Alternativen auf den Außenverteidiger-Positionen ist in beiden Fällen mit einer Nominierung zu rechnen.

Keine Hoffnung auf einen Einsatz im DFB-Trikot während der Weltmeisterschaft gibt es dagegen bei Holger Badstuber und Ilkay Gündogan, die verletzungsbedingt passen müssen.

Auf der Seite http://www.deutschlandtrikot.com/ gibt es eine Zusammenstellung des DFB Kaders 2014 und natürlich aller aktueller und vergangener Trikots des DFB.

Rubriklistenbild: © dpa

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