Nach der WM

"Three Lions": Gerrard tritt zurück

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Steven Gerrard wird nicht mehr für englische Nationalmannschaft spielen.

London - Ähnlich wie in Deutschland, tritt auch in England der Kapitän nach der WM aus der Nationalmannschaft zurück. Steven Gerrard war 14 Jahre bei den Three Lions.

Kapitän Steven Gerrard hat nach 14 Jahren seinen Rücktritt aus der englischen Fußball-Nationalmannschaft erklärt. Das gab der englische Verband FA am Montag auf seiner Homepage bekannt.

Der Mittelfeldstar des früheren Champions-League-Siegers FC Liverpool nahm für das Mutterland des Fußballs an den WM-Endrunden 2006 in Deutschland, 2010 in Südafrika und zuletzt in Brasilien teil. Nach Englands Vorrunden-Aus am Zuckerhut hatte Gerrard seine Zukunft bei den „Three Lions“ zunächst offen gelassen.

Gerrard: "Ein trauriger Tag für mich"

„Ich habe jede Minute genossen, für mein Land zu spielen. Es ist ein trauriger Tag für mich zu wissen, dass ich Englands Trikot nie mehr tragen werde“, sagte der 114-malige Nationalspieler: „Es war eine der härtesten Entscheidungen meiner Karriere, über die ich seit der Rückkehr aus Brasilien ständig nachgedacht habe. Klar ist aber, dass ich so gut wie möglich auf meinen Körper achten muss, damit ich weiterhin mein Bestmögliches geben kann, wenn ich das Spielfeld betrete.“

Außer vielen Wegbegleitern dankte Gerrard besonders auch Englands Teammanager Roy Hodgson: „Dass er mir bei seinem Amtsantritt das Kapitänsamt übertragen hat, hat mich zum stolzesten Mann in England gemacht und mir einen Kindheitstraum erfüllt.“

Platz drei bei den Einsätzen

Gerrard belegt in der Rangliste der englischen Nationalspieler mit den meisten Einsätzen den dritten Platz. Nur Torwart-Idol Peter Shilton (125 Länderspiele) und David Beckham (115) standen öfter für England auf dem Platz. Inklusive Gerrard bestritten nur acht Engländer 100 oder mehr Länderspiele.

Hodgson reagierte trotz seines Bedauerns mit Verständnis auf Gerrards Entscheidung: „Ich kann seine Situation nachvollziehen und kann mich nach seinem unglaublichen Dienst, den er für sein Land in den vielen Jahren geleistet hat, nicht über seinen Schritt beschweren.“

Durch Gerrards Demission steht England vor der gleichen Situation wie Weltmeister Deutschland nach dem Rücktritt von Kapitän Philipp Lahm. Noch ist auf der Insel völlig offen, wer den Weltmeister von 1966 als Kapitän in die Qualifikation zur EM-Endrunde 2016 in Frankreich führen wird.

sid

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