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Kapitän Möhrle: Das ist der neue FC Augsburg!

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Von: Tobias Kimmel

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Uwe Möhrle (l.) ist als Kapitän des FC Augsburg gesetzt
Uwe Möhrle (l.) ist als Kapitän des FC Augsburg gesetzt © Getty

München - Der FCA ist auf der Überholspur. Im Interview mit tz-online erklärt Kapitän Uwe Möhrle den neuen FCA und verrät, warum Hertha BSC noch einzuholen ist. Dabei beruft er sich auf einen FC-Bayern-Star.

FCA-Trainer Jos Luhukay wirbelt seinen Kader gerne durcheinander. Außer Simon Jentzsch, Michael Thurk und Uwe Möhrle kann sich kein Spieler auf seinen Stammplatz verlassen – in guten wie in schlechten Zeiten. Kapitän Möhrle hat in dieser Saison bereits beide Phasen durchgemacht.

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Im Interview mit „tz-online“ erklärt er den neuen FCA und verrät, warum Hertha BSC noch einzuholen ist. Dabei beruft er sich auf einen Spieler des FC Bayern.

Der FCA hat seine Schwächephase überwunden und ist seit sechs Spielen ungeschlagen. Woher kommt die neue Konstanz?

Uwe Möhrle: Wir haben eine schwere Phase durchgemacht und dabei die Grundtugenden vermissen lassen. Wir waren total verunsichert. In den vergangenen Wochen haben wir nicht diese fußballerische Qualität an erste Stelle gesetzt wie in der gesamten vergangenen Saison. Wir haben es über Wille, Kampf und Leidenschaft zurück in die Spur geschafft. Wie wir das gemacht haben, ist beeindruckend. Wir haben uns spürbar weiterentwickelt und wissen, dass wir an uns glauben können. Jetzt trauen wir uns auch spielerisch wieder mehr zu. Das stimmt mich ganz positiv.

Kampf plus spielerische Klasse: Ist das der neue FCA?

Möhrle: Ja, es ist eine Mischung aus beidem. Aber gegen tief stehende Gegner tun wir uns wie in der letzten Saison schwer.

Auch die Abwehr stand bis vor einigen Spielen wacklig. Ist die Viererkette jetzt gefestigt?

Möhrle: Im letzten Jahr hatten wir ähnliche Probleme, ähnlich viele Verletzte und viele neue Spieler. Jetzt haben wir zum gleichen Zeitpunkt in der Saison weniger Gegentore gekriegt.

Die Zahlen klingen nicht schlecht. Ist die Mannschaft denn jetzt besser?

Möhrle: Wir haben jetzt – verglichen mit der vergangenen Saison - zwei Punkte mehr.

Auch gefühlt?

Möhrle: Nach dieser Serie sind wir sicherlich nicht schlechter. (grinst)

Wie lautet die Zielsetzung bis Weihnachten? Ungeschlagen bleiben?

Möhrle: Das können wir anstreben. Aber schon in Aachen wird’s schwer. Da haben wir letztes Jahr beide Spiele verloren. Das Ziel lautet: Oben dranbleiben und eine gute Ausgangsposition für die Rückrunde sichern. Nicht mehr und nicht weniger. 

Sie sind jetzt wieder Vierter. Wie nah ist der Aufstieg?

Möhrle: Als wir schlecht gespielt haben, mussten wir dieses Ziel hinten anstellen. Wie Bastian Schweinsteiger am Samstag schon gesagt hat: Im Herbst ist es noch viel zu früh, um Prognosen abzugeben. Aber dranzubleiben und oben mitzumischen ist auf jeden Fall das Ziel.

Bayern braucht beim Blick auf die Tabellenspitze mittlerweile ein Fernglas, der FCA schafft es mit bloßem Auge.

Möhrle: Auch die Hertha ist vor Niederlagen nicht gefeit. Aue auch nicht. Uns ist klar, dass wir zumindest auf Tuchfühlung bleiben können und dass es am Ende wie jedes Jahr eng wird.

Ist die Hertha noch einzuholen?

Möhrle: Keine Mannschaft geht ohne Formtief durch die Saison. Nicht die Hertha und auch nicht Borussia Dortmund. Wir selbst haben das schon erlebt. Deswegen machen wir uns da gar keine Sorgen.

Interview: Tobias Kimmel

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