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Kehl kritisiert Sommer-Abgang Akanji: „Aussagen hätte ich mir erspart“

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Von: Stefan Schmid

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Vor der Champions-League-Partie in Manchester spricht Kehl über ehemalige BVB-Spieler auf Seite der Citizens. Das Nachtreten eines Spielers sieht er kritisch.

Manchester - Bevor das Spiel zwischen Borussia Dortmund und Manchester City im Etihad Stadium angepfiffen wurde, äußert sich BVB-Sportdirektor Sebastian Kehl zu den ehemaligen Borussen, der jetzt bei den Blues unter Vertrag stehen. Neben viel Lob für Erling Haaland und İlkay Gündoğan, gab es vor allem für Manuel Akanji Kritik. Dessen Äußerungen nach seinem Wechsel kamen in Dortmund nicht gut an.

Kehl: „Hätten gerne mit Manuel verlängert“

Nachdem Manuel Akanji am letzten Tag des Transferfensters dem BVB den Rücken kehrte und sich Champions-League-Gegner Manchester City anschloss, erhob dieser in einem Interview Vorwürfe gegen Edin Terzic. Der Vorwurf, geäußert gegenüber der Zeitung Blick, von Akanji: „Das Leistungsprinzip zählte nicht mehr, ich saß auf der Tribüne, egal, wie gut ich trainierte.“ In der Tat stand der Schweizer bis zu seinem Abgang in keinem einzigen Spiel im Kader der Dortmunder. Für City stand er gegen seinen ehemaligen Verein dagegen gleich in der Startelf.

Die Nichtberücksichtigung von Akanji erklärte Trainer Edin Terzic bereits mit dessen hinterlegten Wechselwunsch. Das bestätigt nun auch Sebastian Kehl am DAZN-Mikrofon: „Manuel hat uns sehr früh mitgeteilt, dass er im Sommer den Verein verlassen möchte“ und so habe man sich frühzeitig nach neuen Innenverteidigern umgesehen, die dann mit Schlotterbeck und Süle auch gefunden wurden. Es kann also nicht die Sprache davon sein, dass man Akanji vergraulen wollte. Im Gegenteil, denn „wir hätten gerne mit Manuel verlängert“, stellt Kehl klar.

Stand gegen den BVB in der Startelf: Manuel Akanji
Stand gegen den BVB in der Startelf: Manuel Akanji © IMAGO/Conor Molloy/News Images

Kehl kritisiert Akanji-Nachtreten

So stieß der geäußerte Vorwurf des ausgesetzten Leistungsprinzips von Akanji bei den Verantwortlichen in Dortmund auf wenig Verständnis. Ein Nachtreten, welches Kehl als unnötig und unpassend einordnete: „Die Aussagen, die jetzt am Ende gekommen sind, hätte ich mir erspart“, so der Sportdirektor in Richtung des abgewanderten Verteidigers.

Lobende Wort hat Kehl dagegen für die anderen beiden ehemaligen Borussen, Erling Haaland und İlkay Gündoğan, im Team von Pep Guardiola übrig. „Wir sind froh, dass wir Erling hatten“, so Kehl, der zum Transfer-Hick-Hack um Haaland klarstellt: „Erling war nie das Problem, da Thema war am Ende das Problem.“ Gündoğan, der noch mit Kehl auf dem Platz stand, genießt immer noch viel Wertschätzung vom ehemaligen Teamkameraden: „Mich freuts total, wie er hier im Verein angekommen ist.“ (sch)

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