Er spielte zuletzt in der 3. Liga

DFB-Weltmeister vor Karriereende? Alles offen nach bitterem Absturz

Kevin Großkreutz (2.v.l.) bejubelt den WM-Titel-
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Kevin Großkreutz (2.v.l.) bejubelt den WM-Titel mit seinen Teamkollegen.

Nach dem WM-Titel ging es einen DFB-Kicker sportlich bergab. Nun ist er vereinslos und wird Anfang Januar über seine Zukunft entscheiden.

  • Bei Borussia Dortmund war Kevin Großkreutz ein Star und war sogar Teil des Weltmeister-Teams.
  • Doch nach der WM folgte ein sportlicher Absturz, der in der Vereinslosigkeit endete.
  • Nun kündigt der Ex-BVB-Profi eine baldige Entscheidung über sein Karriereende an - und verrät seinen Plan B.

Dortmund - Der Triumph bei der Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien liegt nun sechseinhalb Jahre zurück. Einige der damaligen DFB-Spieler beendeten ihre Karriere in der Zwischenzeit, bis auf wenige Ausnahmen erlebten einzelne Spieler einen rasanten sportlichen Absturz. Ersatzspieler Kevin Großkreutz wurde, wenn auch ohne Einsatz im Turnier, ebenso Weltmeister und landete in Liga drei. Der 32-Jährige kündigte einen entscheidenden Schritt an.

Karrieresturz bei Weltmeister: Großkreutz bereut Auslands-Transfer - „War ein kleiner Karrierekiller“

Zur WM war Großkreutz noch Stammspieler beim BVB und stand sogar im Jahr zuvor im Champions-League-Finale, doch nach dem Turnier ging es auch für ihn bergab. Sein Last-Minute-Wechsel in die Türkei zu Galatasaray Istanbul, bei dem Großkreutz aufgrund zu spät eingereichter Papiere zunächst keine Spielerlaubnis erhielt, machte ihn nicht glücklich. Am Ende war das Heimweh zu groß und die Familie zu weit weg - das Abenteuer Ausland endete ohne einen einzigen Einsatz.

„Die Entscheidung für Gala war ein kleiner Karrierekiller, aber auch eine wichtige Erfahrung“, meinte Großkreutz kürzlich gegenüber Sport1. „Bei Gala habe ich zu schnell reagiert, da bin ich am letzten Tag der Transferperiode hingegangen. Das war sicher ein Fehler.“

Skandal-Profi Großkreutz vor Karriereende? Nach Stuttgart folgt Darmstadt - und darauf die dritte Liga

Nach dem Galatasaray-Intermezzo fand Großkreutz wieder in die Spur und wechselte zum VfB Stuttgart, mit dem er aus der Bundesliga abstieg. Doch nach einigen Skandalen wie einem nächtlichen Ausflug mit minderjährigen Mannschaftskollegen und einer Schlägerei war auch das Kapitel Stuttgart für den gebürtige Dortmunder beendet.

Der Dortmunder landete nach einem kurzen Intermezzo beim SV Darmstadt 98 in der zweiten Bundesliga, im Sommer 2018 wechselte er schließlich zum KFC Uerdingen - in die dritte Liga. Doch nach zweieinhalb Jahren folgte der nächste Rauswurf. Großkreutz wehrte sich gegen Gehaltskürzungen angesichts der Corona-Krise und ging vor Gericht, woraufhin er im Oktober gekündigt wurde. Seitdem ist der Profi vereinslos, Zukunftspläne gibt es noch keine. „Das kann ich noch nicht sagen, ich weiß nicht, ob und in welcher Liga es weitergeht. Es ist noch nicht komplett vorbei“, so Großkreutz.

Ex-DFB-Spieler: Großkreutz vor baldigem Karriereende? „Das entscheide ich Anfang Januar“

Der Weltmeister „vermisse in wenig den Fußball und das tägliche Leben in diesem Sport“, dazu trainiert er nach wie vor täglich. „Man weiß nie, was passiert. Im Fußball kann es schnell gehen, da will ich natürlich fit bleiben“, meint der Ex-BVB-Spieler. „Ganz aufgehört habe ich noch nicht, das entscheide ich Anfang Januar“ kündigt er an. Großkreutz‘ Karriereende könnte also bereits Anfang kommenden Jahres offiziell werden. Damit würde er seine Laufbahn wie andere Weltmeister-Kollegen wie Benedikt Höwedes oder André Schürrle in einem guten Fußballer-Alter abschließen.

Sollte es mit einer weiteren Profi-Station nicht klappen, würde er sich zwar über einen Job bei seinem Herzensverein Borussia Dortmund „riesig freuen“, doch auch diesbezüglich hat er noch keine Pläne. „Ich weiß es nicht. Ich lasse alles auf mich zukommen - vielleicht auch TV-Experte.“ (ajr)

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