Unschöne Szene in der EL

Böller explodiert unter Eintracht-Torwart Trapp: Spieler geht zu Boden

Kevin Trapp wird behandelt.
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Eintracht-Keeper Kevin Trapp wird nach am Boden liegend behandelt, nachdem ein Feuerwerkskörper kurz neben ihm gelandet war.

Während der Europa-League-Begegnung von Eintracht Frankfurt und Royal Antwerpen wurden mehrere Böller auf den Rasen geworfen. Einer traf Eintracht-Torhüter Trapp. Er musste behandelt werden.

Antwerpen - Nationaltorwart Kevin Trapp wurde in der Europa-League*-Partie seiner Eintracht* gegen Royal Antwerpen von einem Böller getroffen und musste im Anschluss behandelt werden. Kurz nach der Halbzeitpause warfen Anhänger des belgischen Gastgebers mehrere Böller von den Rängen auf den Platz, einer landete zwischen den Beinen von Trapp und explodierte mit einem lauten Knall.

Rauch stieg auf, der Frankfurter ging zu Boden. Die Unparteiischen unterbrachen daraufhin die Begegnung für einige Minuten, die medizinische Abteilung kümmerte sich umgehend um Trapp. Der konnte nach kurzer Behandlung aber weitermachen. Schon im Vorfeld war es rund um die Begegnung zu Ausschreitungen gekommen. Rund 300 Anhänger der Eintracht hatten in Antwerpen die Einrichtung des Cafe Great Old, der Stammkneipe der Fans von Royal Antwerpen nahe des Bosuilstadions, zerstört. Belgische Medien berichten von fliegenden Stühlen, zerbrochenem Glas und Dutzenden Festnahmen.

Unschöne Szenen bei Eintracht Frankfurt gegen Royal Antwerpen: Kevin Trapp von Böller getroffen

Das Spiel selbst endete dank eines Treffers der Eintracht durch Gonzalo Paciência mit 1:0 für die Gäste. Mit dem Last-Minute-Tor im zweiten Europa-League*-Gruppenspiel bescherte der Portugiese den Hessen am Donnerstag im neunten Pflichtspiel den ersehnten ersten Saisonsieg und bewahrte den Fußball-Bundesligisten vor einer handfesten Ergebniskrise. Der kurz zuvor eingewechselte Stürmer traf in der ersten Minute der Nachspielzeit per Foulelfmeter und löste damit auch bei Trainer Oliver Glasner große Erleichterung aus.

Dank des Erfolges in der hitzigen Partie vor rund 13.000 Zuschauern, von denen einige nach dem Frankfurter Treffer auf den Platz stürmen wollten, hat die Eintracht in der Gruppe D vier Punkte auf dem Konto und sich damit eine gute Ausgangsposition im Rennen um den Einzug in die K.o.-Phase verschafft. (fmü/dpa) *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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