Ex-Löwe im tz-Interview

Volland: "Weltmeister und 1860-Aufstieg? Machbar!"

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Kevin Volland im DFB-Trainingslager in Südtirol.

St. Leonhard - Kevin Volland darf sich jetzt zwar Nationalspieler nennen, der Ex-Löwe hat aber trotzdem nicht vergessen, wo er herkommt. tz-Reporter José Menzel Lopez hat den Stürmer im DFB-Trainingslager zum Interview getroffen.

Herr Volland, sprechen wir zunächst mal über die wirklich wichtigen Themen. Haben Sie die Saison der Löwen verfolgt?

Volland: Hab ich, ja.

Wär mehr drin gewesen, oder?

Volland: Es wäre mehr drin gewesen. Wie jedes Jahr. Man darf es aber auch nicht überbewerten. Es wird jedes Jahr vom Aufstieg gesprochen, da ist der Druck auf die Mannschaft eben enorm. Man muss einfach auch mal die wichtigen Spiele gewinnen, um oben dranzubleiben. Das ist der entscheidende Punkt und war es schon, als ich noch dort gespielt habe. Bei den Big-Point-Spielen sind wir immer eingebrochen, gegen Ende der Saison haben wir aber dann immer noch die Punkte geholt.

Benny Lauth hat eine Anfrage aus Brisbane (Australien). Wie wichtig war er für Ihre Entwicklung?

Volland: Der Benny ist ein super Typ, ich bin sehr gut mit ihm befreundet. Als ich damals zu den Profis gekommen bin, hat er mir sehr viel geholfen. Privat machen wir ja nach wie vor viel zusammen, gehen ab und an mal essen, wenn ich in München bin.

Also haben Sie nach wie vor Kontakt zum TSV?

Volland: Ja, schon. Chris Schindler ist mein bester Kumpel, mit ihm mache ich sehr viel. Und eben auch mit Benny. Aber jetzt sind ja auch viele Neuzugänge da, die kenne ich natürlich nicht mehr.

Bei den Trainern kann man auch leicht mal den Überblick verlieren, oder?

Volland: Brutal, ja. Da ist es eigentlich am besten, wenn mal ein Trainer länger da ist. Ich merke es ja bei mir in Hoffenheim auch: In der vorherigen Saison hatten wir viele verschiedene Trainer, jetzt ist mit Markus Gisdol wieder eine klare Linie zu erkennen. Das muss sich alles erst entwickeln und braucht seine Zeit. Wenn dann aber nach jedem halben Jahr der Trainer gewechselt wird, ist es eben nicht so günstig.

Hätten Sie sich denn zu Ihrer Löwen-Zeit ausmalen können, dass Sie heute im erweiterten WM-Kader stehen würden?

Volland: Es ist schon überraschend gekommen, klar. Aber es war auch mein Ziel. Ich wusste: Wenn ich hart genug an mir arbeite und eine konstante Saison spiele, dann kann ich mir diesen Traum auch erfüllen. Jetzt bin ich natürlich überglücklich, dass es geklappt hat.

Hatten Sie Bammel davor, als Neuling zum DFB zu stoßen?

Volland: Nein. Es war Vorfreude da, keine Angst. Ich habe mich riesig gefreut, als ich nominiert wurde.

Wie schätzen Sie Ihre WM-Chancen ein?

Volland: Wichtig ist, dass ich verletzungsfrei bleibe und mich gut präsentiere. Aber ich darf mich nicht darauf versteifen, ich will die Zeit hier auch genießen und alles aufsaugen. Was am Schluss dabei herauskommt, steht ja noch in den Sternen. Aber klar: Eine WM ist etwas Einmaliges, das will ich natürlich schon mitnehmen.

Was geschieht eher: dass Deutschland Weltmeister wird oder der Löwe in die Bundesliga aufsteigt?

Volland (grinst): Beides schwer, aber machbar.

Int.: lop

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