Stars feiern bis in frühen Morgen

Khedira nach Real-Triumph: "Waren schon tot"

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Feierten eine Riesen-Party: Real Madrid am Samstagabend. Links auf dem Wagen: Sami Khedira.

Lissabon - Nationalspieler Sami Khedira hat überglücklich auf den Gewinn der Champions League mit Real Madrid reagiert - und machte gleichzeitig ein Geständnis.

„Ich kann es noch gar nicht realisieren. Das ist ein unglaubliches Gefühl. Wir waren schon tot, Sergio Ramos hat uns wieder einmal gerettet“, sagte der 27 Jahre alte Sami Khedira nach dem 4:1 (1:1, 1: 0) nach Verlängerung gegen Atletico Madrid im ZDF.

Khedira ist erst der vierte Deutsche, der die Champions League mit einem nicht-deutschen Verein gewonnen hat. Vor dem Mittelfeldspieler waren das bereits Rudi Völler (1992 mit Olympique Marseille), Bodo Illgner (1998 mit Real) und Dietmar Hamann (2005 mit dem FC Liverpool) gelungen.

„Wir sind schwer ins Spiel gekommen. Ich denke, wir waren die bessere Mannschaft, auch wenn wir nicht auf Top-Level gespielt haben“, sagte Khedira, der 188 Tage nach seinem Kreuzbandriss in der Startelf stand und nach 59 Minuten ausgewechselt wurde. Mit Blick auf seine Weiterreise zur deutschen Nationalmannschaft sagte Khedira: „Ich kann alle beruhigen, dass ich schon auf einem guten Level bin. Ich bin nicht bei 100 Prozent, aber wir haben noch drei Wochen.“

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In Südtirol freute sich das DFB-Team derweil mit Khedira. „Wir hatten eine Leinwand aufgebaut und mit Sami mitgefiebert. Wir sind sehr froh, dass er die Champions League gewonnen hat“, sagte Nationalmannschafts-Manager Oliver Bierhoff im ZDF: „Wir werden ihn herzlich empfangen. Es ist toll, wenn man sich überlegt, wo er vor sechs Monaten stand. Er durfte mitspielen, das ist auch wichtig. Er wird sicher mit breiter Brust hier ankommen.“

Real-Stars feiern bis in den frühen Morgen

Die Stars des neuen Champions-League-Siegers haben ihren Triumph von Lissabon bis in die frühen Morgenstunden ausgekostet. Nach der Rückkehr in die spanische Hauptstadt eilten Sami Khedira und Co. zum Cibeles-Brunnen im Zentrum der Stadt, wo sie am Sonntagmorgen gegen sechs Uhr von Tausenden Fans gefeiert wurden. Real hatte sich mit einem 4:1 (1:1, 0:1) n.V. im Endspiel gegen Stadtrivale Atletico zum zehnten Mal den Henkelpott gesichert.

„Wir haben den Indios gezeigt, wer in der Hauptstadt das Sagen hat“, rief Torschütze Sergio Ramos den Massen in Anspielung an den Spitznamen der Atletico-Fans zu. Der spanische Nationalverteidiger hatte Real mit seinem Treffer in der Nachspielzeit in die Verlängerung gerettet. Zurück in Madrid, gab er den Einpeitscher und kletterte auf das Haupt der griechischen Göttermutter Kybele inmitten der Anlage. Am Sonntagabend (ab 21.30 Uhr) sollte die Party mit einem Triumphzug von Reals Estadio Bernabeu durch die Stadt weitergehen.

SID

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