Olli besuchte René in der Kabine

King Kahn adelt Adler

Zwei Generationen: Rene Adler könnte wie Oliver Kahn eine Ära prägen.
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Zwei Generationen: Rene Adler könnte wie Oliver Kahn eine Ära prägen.

Und wieder überzeugte René Adler im DFB-Trikot. Dreimal musste er gegen Wales eingreifen, dreimal war er zur Stelle.

Joachim Löw, die Nationalelf und ganz Fußball-Deutschland freuen sich über den neuen Bundesadler.

Es müsste schon mit dem Teufel zugehen, würde dieser Kerl, der ansonsten für Leverkusen hält, nicht eine neue Ära im deutschen Tor begründen. Und wer könnte das besser beurteilen als derjenige, der die letzte große Torhüter-Ära für Deutschland personifizierte – der Titan? Er analysierte das Spiel gegen Wales zusammen mit Johannes B. Kerner für das ZDF und kam nicht drumherrum, die neue Nr. 1 zu adeln. „Von allen Kandidaten, ist er der kompletteste. Er kommt dem Ideal der Nr. 1 – auch für Südafrika – sehr nahe“, sagte Kahn. Der Ritterschlag des dreimaligen Welttorhüters für die neue Nummer eins. Mehr geht nicht!

Deutschland gegen Wales: Jogis Jungs in der Einzelkritik

Deutschland gegen Wales: Jogis Jungs in der Einzelkritik © 
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René Adler: Hatte wenig zu tun, konnte seine große Klasse selten zeigen, hielt aber mit einer Glanzparade das Unentschieden fest. Note 2. © dpa
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Arne Friedrich: Scheute das Risiko, sicherte lieber hinten ab und ließ sehr wenig über seine Seite zu. Note: 3 © dpa
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ab 62. Minute Clemens Fritz: Fügte sich ganz gut hinten ein, machte seine Sache ordentlich, ersetzte Friedrich eins zu eins. Sollte für mehr Offensivdrang sorgen, aber das gelang nicht immer. Note: 3 © dpa
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Per Mertesacker: Zeigte gutes Stellungsspiel. Der Lange harmonierte gut mit Westermann, war aber auch für den ein oder anderen Klops zu haben. Note: 4 © dpa
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Heiko Westermann: Gut organisiert, macht Metzelder langsam aber sicher vergessen. Gab der Viererkette Stabilität und Ruhe. Note: 2 © dpa
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Philipp Lahm: Schaltete sich optimal in die Offensive ein, extrem ballsicher und immer zur Stelle – bis auf zwei Patzer. Note: 2 © dpa
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Bastian Schweinsteiger: Suchte anfangs etwas zu oft den direkten Weg zum walisischen Tor, blieb aber dabei ab und zu hängen. Gefährliche Weitschüsse aus der zweiten Reihe hatte der Bayern-Star aber immer zu bieten. Note: 3 © dpa
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Michael Ballack: Der Kapitän biss auf die Zähne, ging wie immer dorthin, wo es weh tut. Gute Schüsse aus dem Hinterhalt, im Abschluss unglücklich bis ungenau. Einmal traf er der Pfosten, dieses Tor hätte er verdient gehabt. Note: 3 © dpa
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Thomas Hitzlsperger: Der Stuttgarter bot sichere Rückendeckung für seinen Chef Ballack und organisierte im Mittelfeld zunächst gut. Er konnte mit zunehmender Spieldauer seine Kollegen aber immer weniger in Szene setzen und baute etwas ab. Note: 4 © dpa
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Piotr Trochowski: Traumtor des quirligen Hamburgers zum 1:0. Hatte sich diesen Treffer aber auch mehr als verdient. Ballsicher, technisch hochwertig und immer anspielbar – mit Lahm war der Ex-Bayer der beste Mann auf dem Feld. Note: 2 © dpa
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Miroslav Klose: Begann gut, schaltete schnell bei Nachschüssen, hatte aber etwas Pech. Musste in der Halbzeit mit einem Bluterguss am Fuß vom Feld. Ein unerfreulicher Abend für den Bayern-Stürmer. Note: 4 © dpa
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ab. 46. Patrick Helmes: Druckvoller Auftritt des Leverkuseners. Er wollte sein erstes Tor erzwingen und zeigte in Ansätzen auch, was in ihm steckt. Note: 4 © dpa
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Lukas Podolski: Beweglich, machte zu Beginn sehr viel Dampf – wie immer im DFB-Trikot. Der Bayern-Bankdrücker brachte Wales oft ins Schwimmen, hatte im Abschluss aber nicht gerade seinen besten Tag erwischt. Note: 4. © fishing4
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ab 82. Minute Mario Gomez: zu spät für eine Bewertung. © dpa
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Lässig gekleidet wie immer: Bundestrainer Jogi Löw. © fishing4
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Wieder nur Zuschauer: Torsten Frings. © fishing4
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Zweikampfstark: Michael Ballack. © dpa
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Auch der verletzte Keeper Robert Enke mischte sich in Mönchengladbach unters Volk. © fishing4
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Der Moment der Entscheidung: Trochowskis Geschoss schlägt im Winkel des walisischen Tores ein. © dpa
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Trochowski feierte seinen Treffer per "Diver"... © dpa
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Schweini war der erste Gratulant. © dpa
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Es folgte ein ganzer Knäuel. © dpa
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Es ist geschafft: Deutschland schlägt Wales und geht mit 10 Punkten aus vier Spielen in die WM-Quali-Pause. Im März geht es weiter mit einem Heimspiel gegen Liechtenstein. © dpa

Der Ex-Kapitän der deutschen Elf besuchte Adler nach dem Erfolg sogar in der Kabine, um ihm seine lobenden Worte persönlich zu übermitteln. Was genau hat Kahn Adler mit auf den Weg gegeben? „Er hat gesagt, dass so wie heute jedes Spiel bei den Bayern war. Du bekommst lange nichts zu tun, aber wenn es darauf ankommt, musst du zu 100 Prozent da sein“, verriet Adler fasziniert. Und dann sprudelt der pure Stolz aus ihm heraus: „Dass mich Oliver Kahn zum Torwart Nummer 1 für Südafrika gemacht hat, freut mich ungemein. Wenn einer wie Olli mich so lobt, dann ist das schon was ganz Besonderes. Er ist ein Torwart, der Unheimliches geleistet hat für den deutschen Fußball und das Torwartspiel.“

Fans, Experten und fast jeder Befragte ist sich einig: Adler ist unsere neue Nr.1 – ohne Wenn und Aber. Für Konkurrent Robert Enke kam der Kahn(!)beinbruch zum denkbar schlechtesten Zeitpunkt.

Im November darf Adler in Berlin beim Freundschaftsspiel gegen England ein weiteres Mal zwischen den Pfosten stehen. Es wird nicht das letzte Mal sein. Enke und Wiese haben nach den beiden fehlerlosen Auftritten des Leverkuseners wenig Argumente für sich. Beide sind ohne Zweifel ziemlich gute Keeper. Aber Adler ist in Topform – und er ist die Zukunft. Langsam gewöhnt er sich an den Gedanken, ein Teil dieser Mannschaft zu sein. „Es macht einfach unglaublich Spaß, hier dabei zu sein und mit den besten des Landes zu trainieren.“ Und natürlich auch, von King Kahn geadelt zu werden…

mv

Quelle: tz

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