Aus formellen Gründen

Klage gegen FIFA wegen Bedingungen in Katar abgewiesen

Zürich - Der Fußball-Weltverband FIFA muss sich in Zürich zunächst nicht wegen der Arbeitsbedingungen auf den Baustellen der WM-Stadien in Katar vor Gericht verantworten.

Eine Klage von drei internationalen Gewerkschaftsverbänden sei „aus formellen Gründen“ unzulässig, hielt das Handelsgericht des Kantons Zürich in einer Mitteilung von Freitag fest. Das Gericht sei für „geschäftliche Tätigkeiten“ zuständig - was die Gewerkschaften von der FIFA forderten, habe damit aber nichts zu tun, hieß es unter anderem.

Das Gericht beschäftigte sich deshalb gar nicht inhaltlich mit der Frage, ob Arbeiter aus Bangladesch in Katar „Sklavenarbeit“ verrichten müssten, wie es in der Klage hieß. Menschenrechtler haben die Lage der vielfach aus Bangladesch und Nepal stammenden Arbeiter auf den Baustellen für die WM-Austragungsorte 2022 scharf verurteilt. Die Gewerkschaften können gegen den Bescheid Berufung einlegen.

Die FIFA begrüßte die Entscheidung. Sie nehme „die Problematik der Arbeitsbedingungen und der Menschenrechte im Zusammenhang mit der Fußball-Weltmeisterschaft 2022 in Katar sehr ernst“. Sie halte die Behörden in Katar an, den Arbeitern sichere und menschenwürdige Arbeitsbedingungen zu garantieren.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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