„Ich stehe immer in Jeans und Turnschuhen am Spielfeldrand “

Kleider machen Fußball-Leute - was Bundesliga-Trainer tragen

Was tragen die Trainer in der Bundesliga eigentlich an der Seitenlinie für Klamotten? Seit Peter Stögers Wechsel zu Borussia Dortmund ist das wieder Thema.

München – Bis zum 3. Dezember war Peter Stöger Trainer des 1. FC Köln. Seit 10. Dezember ist er Trainer von Borussia Dortmund. Die Fans in Köln haben zwar immer noch Setzt-dem-Peter-ein-Denkmal-Laune, sind aber leicht irritiert, weil Stöger umgehend vom Effzeh-Rot ins Schwarz-Gelb des BVB wechselte und auf Jacke und Kappe das Wappen des neuen Vereins zur Schau stellte.

Der Österreicher musste sich rechtfertigen: „Ich stehe immer in Jeans und Turnschuhen am Spielfeldrand und trage Utensilien aus dem Fanshop oder vom Ausrüster.“ Lackschuhe würden für ihn nicht infrage kommen. „Dann hätten die Leute gesagt: Jetzt ist er abgehoben.“

Was trägt ein Fußballtrainer überhaupt ? Bevor mit Leverkusen – FC Bayern die Rückrunde der Bundesliga startet, eine Auswertung, wie die Hinrunde modisch zu Ende gegangen ist. Das Stöger-Prinzip fand eine Zweidrittelmehrheit. Zwölf Fußballlehrer trugen in Teilen das, was ihnen ihr Klub gegeben hat. Lediglich die Herren Hasenhüttl (Leipzig), Breitenreiter (Hannover), Baum (Augsburg), Tedesco (Schalke), Kovac (Frankfurt) und Gisdol (Hamburg) wählten aus dem privaten Kleiderschrank.

Bei den Vereins-„gebrandeten“ Coaches kombinieren die konservativen und gesetzteren Typen Jupp Heynckes (Bayern) und Dieter Hecking (Gladbach) den gestellten Anorak mit einer ordentlichen Büro-Stoffhose, die anderen tendieren zum leger-knittrigen Beinkleid oder in sechs Fällen gleich zum Trainingsanzug, dem Blaumann des Trainers. Man signalisiert dem Spieler: Ich schaue nicht zu, ich arbeite mit.

Das ist gute alte Otto-Rehhagel-Mentalität. Ach ja, Rehhagel, der Mann in Ballonseide – was macht der eigentlich? Ist 79 und hat einen Trainer-Job. Dieses Wochenende zumindest. In Arosa ist die WM im Eisfußball. Rehhagel coacht standesgemäß die Weltauswahl. 

Günter Klein

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