Bayern-Trainer glaubt an positiven Ausgang / Krisengipfel vereinbart

Klinsi: „Ballack muss sich entschuldigen!“

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Das Vier- Augen-Gespräch zwischen Ballack und Löw wird in Deutschland stattfinden.

München - Zwei Tage herrschte Funkstille zwischen Joachim Löw und Michael Ballack.

Nun haben der Nationaltrainer und sein rebellischer Kapitän ein Krisentreffen vereinbart.

Nach Angaben des DFB nahm Löw am Donnerstagmittag telefonischen Kontakt mit Ballack auf, am Abend soll sich der verletzte Mittelfeldspieler des FC Chelsea dann beim Bundestrainer gemeldet haben. „Es wurde vereinbart, sich so schnell wie möglich zu treffen und ein Vier-Augen-Gespräch zu führen“, berichtete DFB-Mediendirektor Harald Stenger am Freitag. Bislang war Löw davon ausgegangen, dass das Gespräch in Deutschland stattfinde. Doch Chelsea-Coach Luiz Felipe Scolari will Ballack nicht nach Deutschland fliegen lassen. „Falls Joachim Löw mit ihm sprechen will, lade ich den Nationaltrainer ein, zu uns zu kommen, ein, zwei Tage mit uns zu verbringen und mit ihm zu sprechen“, so Scolari zur Süddeutschen Zeitung. „Ballack erholt sich von einer Operation und wird von den Ärzten behandelt. Es ist nicht gut für ihn und für Deutschland, wenn er jetzt fährt“, sagte er weiter.

Unabhängig vom Gesprächsort: Um eine tragfähige gemeinsame Zukunft zu erreichen, wird viel diplomatisches Geschick notwendig sein. Schließlich will Löw kein Jota seiner Autorität verlieren – andererseits muss auch Ballack einigermaßen glaubwürdig auf Linie bleiben, um sein Gesicht nicht zu verlieren.

Klar Stellung bezog am Freitag Jürgen Klinsmann. „Die Situation ist recht einfach: Für diese Aussagen hat er sich beim Trainer und den Teamkollegen zu entschuldigen“, befand der Bayern-Trainer, der davon ausgeht, „dass Michael den Fehler einsieht und eingesteht“.

Klinsmann vertraut darauf, dass sein einstiger Assistent Löw das brisante Problem mit angemessenen Maßnahmen aus der Welt schaffen wird: „So, wie ich Jogi kenne, wird er das gemeinsam mit Michael optimal lösen.“ Ob Ballack als Kapitän noch tragbar sei, könne er nicht beurteilen, sagte der Trainer des FC Bayern: „Jogi ist der Chef und entscheidet.“

Bastian Schweinsteiger fordert derweil, „das Thema so schnell wie möglich aus dem Verkehr zu ziehen“. Ihn interessiere einzig und allein, dass die Angelegenheit bis zum Länderspiel am 19. November in Berlin gegen England „geklärt“ sei. „Ich hoffe nicht, dass es zum totalen Bruch kommt.“

Auch Franz Beckenbauer plädiert für eine friedliche Lösung des Konflikts. „Eine Nationalmannschaft ohne Ballack ist für mich derzeit schwer vorstellbar“, ließ der Kaiser via Bild wissen…

Quelle: tz

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