Ziel klar formuliert

Klopp: "Freuen uns auch über Platz zwei"

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Jürgen Klopp.

Dortmund - Trainer Jürgen Klopp von Borussia Dortmund hat die Ziele für den Rest der Saison vor dem Auftakt der Bundesliga-Rückrunde am Samstag gegen den FC Augsburg noch einmal klar formuliert.

"Wir nehmen uns das Recht raus, sollte es gelingen, uns auch über Platz zwei zu freuen“, sagte der BVB-Coach bei der Pressekonferenz am Donnerstag.

Nach der intensiven Vorbereitung im südspanischen La Manga würde bei den Spielern Frische und Leichtigkeit wieder zurückkommen. „Wir werden die Rückrunde konzentriert angehen“, versprach der 46-Jährige und zeigte dabei großen Respekt vor dem FCA. Erstmals seit langer Zeit sei jedoch die Personalsituation so, dass er für die Startformation „enge Entscheidungen“ treffen müsse.

Marcel Schmelzer stehe wieder zur Verfügung, für Mats Hummels könne es für ein Comeback bis zum Gastspiel in der nächsten Woche bei Eintracht Braunschweig reichen, und Ilkay Gündogan sei zumindest wieder auf den Rasen zurückgekehrt, so Klopp. „Bei ihm ist es wichtig, richtigen Aufbau zu betreiben, dann ist auch er nicht mehr sehr weit weg von einer Rückkehr.“

Klub-Boss Hans-Jochaim Watzke wurmt offenbar besonders die Schlussphase der Hinrunde mit allein drei Heimniederlagen in Folge. „Bis zum zwölften Spieltag waren wir noch einen Punkt hinter den Bayern“, erinnerte er und ergänzte: „Wir wollen wieder in die Champions League. Wir wollten dort und im Pokal überwintern, das haben wir geschafft. Insofern befinden wir uns dort schon im Zugaben-Bereich.“

sid

Die Ausraster des Jürgen Klopp - eine Chronologie

Der Ausbruch vom Spiel in Neapel am 18.9.2013 war nicht der erste Ausraster von Jürgen Klopp. Allein von den Geldstrafen, die der Trainer des deutschen Fußball-Vizemeisters Borussia Dortmund in seiner Karriere zahlen musste, hätte er sich ein Luxusauto kaufen können. Wir haben eine Chronologie seiner Ausraster (die Bilder sind weitgehend Symbolfotos). © dpa
5. Dezember 2004: Während der Begegegnung des FSV Mainz 05 beim 1. FC Kaiserslautern (0:2) äußert sich Klopp unsportlich gegenüber dem Schiedsrichter-Gespann. Dafür muss er 2500 Euro zahlen. © dpa
18. März 2007: Als Trainer des FSV Mainz 05 ruft Klopp im Spiel bei Werder Bremen (0:2) „Du Idiot“ in Richtung des Schiedsrichters Thorsten Kinhöfer. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) verurteilt Klopp wegen unsportlichen Verhaltens zu 12.500 Euro Geldstrafe. © dpa
8. November 2008: Nach einer 1:2-Niederlage beim Hamburger SV läuft der BVB-Trainer wütend aufs Spielfeld zu Schiedsrichter Jochen Drees und dessen Assistenten. Er geht die Unparteiischen auch noch in der Schiedsrichter-Kabine verbal an. Die Folge: 12.000 Euro Strafe. © dpa
17. Januar 2010: Beim Spiel der Dortmunder beim 1. FC Köln (3:2) verlässt Klopp mehrfach die Coachingzone und wird auf die Tribüne verbannt. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) verhängt 5000 Euro Strafe für Klopp. © dpa
12. November 2010: Nach einem Foul von Ze Roberto an Mario Götze im Spiel gegen den Hamburger SV (2:0) rennt Klopp auf den vierten Offiziellen Stefan Trautmann zu und drückt ihm seine Mütze ins Gesicht. 10.000 Euro muss der BVB-Trainer zahlen. „Das war nicht in Ordnung“, gibt Klopp zu und entschuldigt sich bei Trautmann. © dpa
25. September 2012: Im Bundesligaspiel bei Eintracht Frankfurt (3:3) stürmt Klopp in der Nachspielzeit zum vierten Offiziellen Guido Kleve und schreit diesen an. Daraufhin wird er aus dem Innenraum verwiesen. „Das Gesicht sah nicht gut aus“, sagte Klopp im Anschluss. Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) verurteilt ihn zu 6000 Euro Geldstrafe. © dpa
18. September 2013: Im Champions-League-Spiel beim SSC Neapel (1: 2) wird Klopp von Schiedsrichter Pedro Proenca nach 30 Minuten auf die Tribüne geschickt. Zuvor hatte der Dortmunder Trainer dem vierten Offiziellen aus nächster Nähe ins Gesicht geschrien. Hinterher gibt sich Klopp mal wieder reumütig: „Ich mach da draußen “nen Affen, das geht nicht. Ich bin über das Ziel hinausgeschossen, das war völlig doof.„ © dpa

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