Premier League

Klopp lässt Clubrekord kalt: FC Liverpool siegt und siegt

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Mit dem FC Liverpool weiter auf dem Erfolgsweg: Jürgen Klopp. Foto: Anthony Devlin/PA Wire

Nur Meister Manchester City kann mit dem FC Liverpool in der englischen Premier League mithalten. Trainer Jürgen Klopp und seine Spieler wollen ihre "eigene Geschichte" schreiben.

Burnley (dpa) - Den Clubrekord nahm Jürgen Klopp fast beiläufig zur Kenntnis. "Im Moment fühle ich keinen Stolz", sagte der Trainer des FC Liverpool nach dem saisonübergreifend 13. Premier-League-Sieg in Folge.

"Ich bin glücklich, dass wir einen Rekord aufgestellt haben. Allerdings interessiert uns dieser Rekord weniger. Diese Mannschaft will ihre eigene Geschichte schreiben, sie will ihre eigene Geschichte kreieren."

Der problemlose 3:0-Erfolg beim FC Burnley am Samstag zeigte die Reife des Champions-League-Siegers aus England: Spiel dominiert, zum richtigen Zeitpunkt getroffen und die Tabellenführung souverän verteidigt. "Die Jungs haben ihren Job erledigt, brillant", schwärmte Klopp. Nach dem vierten Sieg im vierten Match kann derzeit nur Meister Manchester City (4:0 gegen Brighton & Hove Albion) mit zwei Punkten Rückstand mithalten. Manchester United (1:1 beim FC Southampton) und der FC Chelsea (2:2 gegen Sheffield United) sind schon weiter abgeschlagen.

Nicht ohne Grund rief die britische Zeitung "The Telegraph" bereits zum erneuten Titelrennen zwischen dem Champion und dem Vizemeister aus - und das im September. "Die von Klopp in der Saisonvorbereitung vorhergesagte Verkleinerung der Lücke der Top-6-Mannschaften ist wohl seine schlechteste Einschätzung, seit er auf der Insel ist." Nach dem Titel in der europäischen Königsklasse in diesem Jahr wollen die Reds erstmals seit 1990 am Saisonende wieder die Krone in England holen.

An zu wenig Reibung wird es beim FC Liverpool nicht scheitern. Die Treffer durch Chris Wood (Eigentor/33. Minute), Sadio Mané (37.) und das 50. Premier-League-Tor von Roberto Firmino (80.), Rekord für einen Brasilianer in England, waren am Samstag schnell vergessen. Vielmehr war die schlechte Laune von Torschütze Mané nach dessen Auswechslung das Thema. Klopp bestätigte, dass der Senegalese nicht wegen seiner Herausnahme "sauer" war, sondern weil Top-Torjäger Mohamed Salah seinen Sturm-Partner bei einem Konter in der zweiten Hälfte übersehen hatte - sehr zum Ärger von Mané. "Er kann seine Gefühle nicht verbergen", erklärte Klopp. "Wir haben darüber gesprochen, alles ist in Ordnung."

Die richtigen Härtetests warten erst jetzt auf den FC Liverpool. Die Länderspielpause mit den Reisen seiner Nationalspieler bereitet Klopp Sorgen. Er bittet daher um Beistand von oben. "Wir müssen beten und hoffen, dass alle Spieler gesund wieder zurückkommen", erklärte der 52-Jährige. Denn nach dem Heimspiel gegen Newcastle United (14. September) folgen vier Auswärtsspiele, angefangen in der Champions League beim SSC Neapel. "Die intensivste Phase beginnt im September", berichtete der frühere Bundesliga-Trainer. Klopp und seine Spieler sind bereit für die nächsten Rekorde.

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